12.08.2019 | 16:25 Uhr Anklage gegen mutmaßliche Heroinschmuggler mit Diplomatenpass

70 Kilo Heroinfund A17
In diesen beiden Koffern fanden Zollbeamte im Mai 70 Kilo Heroin. Bildrechte: Hauptzollamt Dresden

Wegen Drogenschmuggels in großem Stil hat die Staatsanwaltschaft Dresden Anklage gegen zwei Beschäftigte des mongolischen Generalkonsulats in Istanbul erhoben. Die Männer waren Anfang Mai bei einer Routinekontrolle auf der A17 mit 70 Kilogramm Heroin im Gepäck erwischt worden. Nach Angaben der Behörde lag der Straßenverkaufswert bei mindestens drei Millionen Euro.

Die Beschuldigten waren in einem Auto mit Diplomatenkennzeichen unterwegs und kamen aus Richtung Tschechien. Zollbeamte des Hauptzollamtes Dresden fanden bei der Kontrolle des Wagens im Kofferraum zwei Koffer mit dem Heroin. Einer der Beschuldigten hatte einen gültigen Diplomatenpass bei sich. Das nützte den Männern laut Staatswanwaltschaft aber nichts: "Auf diplomatische Immunität konnten sich die Beschuldigten nicht berufen, da sie nicht in Deutschland akkreditiert und auch nicht in diplomatischer Mission unterwegs waren."

Die Beschuldigten befinden sich derzeit in Untersuchungshaft.  

Quelle: MDR/jr

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 12.08.2019 | 16:00 Uhr in den Nachrichten

Zuletzt aktualisiert: 12. August 2019, 16:24 Uhr

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