20.06.2020 | 13:30 Uhr Dynamo Dresden prüft rechtliche Schritte wegen Wettbewerbsverzerrung

Nachdem Chris Löwe seinem Ärger über die Situation von Dynamo Dresden nach der Corona-Pause Luft gemacht hat, legt der kaufmännische Geschäftsführer Michael Born nun nach und kündigt an, rechtliche Schritte wegen Wettbewerbsverzerrung einleiten zu lassen.

 Chris Löwe Dynamo Dresden
Dynamo-Spieler Chris Löwe hatte in einem Interview scharfe Kritik an den Entscheidungen der DFL geäußert. Bildrechte: imago images/Holsteinoffice

Dynamo Dresden prüft derzeit rechtliche Schritte wegen vermeintlicher Wettbewerbsverzerrung in der zweiten Fußball-Bundesliga. Geschäftsführer Michael Born erklärte "Sport im Osten": "Das bedeutet auch, dass wir alle juristischen Möglichkeiten im Sinne von Dynamo Dresden ausschöpfen werden, um gegen diese Ungerechtigkeit vorzugehen, wenn wir damit Aussicht auf Erfolg haben."

Löwe: "Der Preis für den Scheißdreck"

Vor Born hatte auch Dynamo-Profi Chris Löwe Kritik an der Deutschen Fußball Liga (DFL) geäußert. In einem Interview nach der Niederlage in Kiel äußerte Löwe sehr emotional seinen Unmut über die hohe Anzahl der Spiele, die Dynamo in kurzer Zeit nachholen muss. "Es gibt keine Mannschaft in der zweiten Liga, die so ihre Ziele erreichen kann. Wir sind am Ende die, die den Preis für den ganzen Scheißdreck bezahlen."

Abstieg steht fast fest

Dresden musste binnen 19 Tagen sieben Spiele bestreiten, weil die Mannschaft kurz vor der Wiederaufnahme des Spielbetriebs wegen positiver Coronatests in eine zweiwöchige Quarantäne geschickt worden war. Nach mehreren Niederlagen steht der Abstieg in die dritte Liga so gut wie fest.

Quelle: MDR/mar/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR FERNSEHEN MDR aktuell | 19.06.2020 | 17:45 Uhr

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