Kunst Große Ernst Barlach-Sonderschau im Albertinum Dresden

Ausstellungsansicht "Ernst Barlach zum 150. Geburtstag. Eine Retrospektive"
Bildrechte: SKD

Die Staatlichen Kunstsammlungen widmen dem Bildhauer, Zeichner und Grafiker Ernst Barlach (1870-1938) ab Sonnabend eine umfangreiche Retrospektive. Zu sehen sind im Albertinum rund 230 Werke des bedeutenden Expressionisten. Sie stammen aus allen Schaffensperioden des Künstlers.

Holzskulptur "Frierendes Mädchen" nach 80 Jahren in Dresden

Ernst Barlach, Frierendes Mädchen, 1917, Holz (Mooreiche)
Ernst Barlach, Frierendes Mädchen, 1917 Bildrechte: Ernst Barlach Haus Hamburg

Anlass ist Barlachs Geburtstag, der sich in diesem Jahr zum 150. Mal jährt. Für die Ausstellung sei die 1917 geschaffene Holzskulptur "Frierendes Mädchen" erstmals nach 80 Jahren nach Dresden zurückgekehrt, sagte die Direktorin des Albertinums, Hilke Wagner. Die Skulptur war 1937 von den Nationalsozialisten als "entartet" beschlagnahmt worden. Sie ist bis Anfang Januar als Leihgabe des Hamburger Ernst Barlach Hauses in Dresden zu sehen.

Insbesondere anhand der Holzskulpturen, Zeichnungen und Skizzenbücher veranschaulicht die Schau Barlachs Vielseitigkeit und seine besondere Leistung im Kontext der Moderne. Der Expressionist war zudem Schriftsteller, er hinterließ Dramen und Prosawerke.

Die Ausstellung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden wird mit dem Ernst Barlach Haus in Hamburg und mit der Ernst Barlach Stiftung in Güstrow realisiert. Sie ist vom 8. August bis 10. Januar, dienstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr sowie freitags von 17 bis 20 Uhr geöffnet.

Quelle: MDR/dk/epd

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 07.08.2020 | 19:00 Uhr

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