27.02.2020 | 10:22 Uhr Ersatzzug nach Kamenz länger im Einsatz - Wieder Züge bis Sebnitz

Eine blaue Diesellok mit drei Waggons steht an einem Bahnsteig.
Reisen wie zu früheren Zeiten, als die Eisenbahn auch noch bei Schnee und Sturm fuhr: Der Ersatzzug ist mit Diesellok und robusten Waggons aus Beständen der DDR-Reichsbahn und der Deutschen Bundesbahn unterwegs. Bildrechte: MDR/L. Müller

Bahnreisende im sogenannten Dieselnetz Dresden müssen weiterhin mit Ersatzzügen fahren. Die Mitteldeutsche Regiobahn (MRB) und der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) teilten gemeinsam mit, an acht Triebwagen der früheren Städtebahn Sachsen müssten die Radsätze getauscht werden. Das beeinträchtige den Verkehr in den kommenden Wochen, da die Arbeiten zeitaufwendig seien. Zudem stünden weiterhin Wartungsarbeiten an anderen Triebwagen an. Es sollen deshalb Ersatzzüge fahren.

Zug mit Wagen der Bundes- und Reichsbahn bleibt im Einsatz

So wird nach Angaben eine VVO-Sprechers auch der Einsatz des historischen Ersatzzuges der Pressnitztalbahn zwischen Dresden und Kamenz bis 13. März verlängert. Der Zug besteht aus Waggons der ehemaligen DDR-Reichsbahn und der Bundesbahn. Er ist den Angaben zufolge zwar nicht barrierefrei, erfreue sich aber bei den Pendlern wegen des großzügen Platzangebots durchaus einer "gewissen Beliebtheit". Zugpersonal der Pressnitztalbahn helfe Personen mit eingeschränkter Mobilität.

Wieder Züge von Pirna nach Sebnitz

Ein Zug der Hanseatischen Eisenbahn steht auf einem Gleis als Ersatzzug für die Mitteldeutsche Regiobahn.
Angemietete Triebwagen fahren ab Montag zwischen Pirna und Sebnitz. Bildrechte: MDR/L. Müller

Ab 2. März fahren nach monatelanger Unterbrechung erstmals wieder Züge von Pirna über Neustadt nach Sebnitz. Zum Einsatz kommen dort allerdings auch Ersatzzüge, so der VVO-Sprecher. Die dort eingesetzten Triebwagen entsprechen aber den Anforderungen der Ausschreibung.

Die MRB betreibt nach Notvergabe den Zugverkehr auf dem Dieselnetz Dresden. Bis zu ihrer Insolvenz war auf den Strecken Dresden - Kamenz, Dresden - Königsbrück, Heidenau - Altenberg und Pirna - Sebnitz die Städtebahn Sachsen unterwegs. Die 15 zuvor von der Städtebahn eingesetzten Triebwagen, die angemietet waren, hat die MRB übernommen. Allerdings ist derzeit nur die Hälfte davon im Einsatz. Ersatzweise kommen angemietete Züge zum Einsatz. Busersatzverkehr ist ab Montag nicht mehr geplant.

Quelle: MDR/lam

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 28.02.2020 | 15:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus Dresden

Zuletzt aktualisiert: 27. Februar 2020, 10:28 Uhr

4 Kommentare

Grosser Klaus vor 5 Wochen

Offensichtlich rechnet es sich finanziell für die Transdev Regio Ost GmbH und für den Verkehrsverbund Oberelbe, dass den Strecken Transdev Regio Ost GmbH immer wieder Züge ausfallen und insbesondere auf der Strecke Pirna – Neustadt/Sachsen – Sebnitz/Sachsen bereits seit über einem Jahr die Züge ausfallen.
Vom Verkehrsverbund Oberelbe werden nicht alle vertraglichen Möglichkeiten gegen die Transdev Regio Ost GmbH ausgeschöpft, um sofort wieder zu einem stabilen Betriebsablauf zu gelangen.
Der Verkehrsverbund Oberelbe dagegen als Besteller der Leistung er hat für nicht erbrachte Leistungen der Transdev Regio Ost GmbH nicht bezahlen müssen. Finanziell gesehen profitiert er von der Situation. Wir Fahrgäste haben den Schaden, der Verkehrsverbund spart Geld. Das kann nicht richtig sein.
Die Situation wird sich auch langfristig nicht ändern, da die Transdev Regio Ost GmbH nicht mit Strafzahlungen oder gar einer Abmahnung rechnen muss.

Grosser Klaus vor 5 Wochen

Offensichtlich rechnet es sich finanziell für die Transdev Regio Ost GmbH und für den Verkehrsverbund Oberelbe, dass den Strecken Transdev Regio Ost GmbH immer wieder Züge ausfallen und insbesondere auf der Strecke Pirna – Neustadt/Sachsen – Sebnitz/Sachsen bereits seit über einem Jahr die Züge ausfallen.
Vom Verkehrsverbund Oberelbe werden nicht alle vertraglichen Möglichkeiten gegen die Transdev Regio Ost GmbH ausgeschöpft, um sofort wieder zu einem stabilen Betriebsablauf zu gelangen.
Der Verkehrsverbund Oberelbe dagegen als Besteller der Leistung er hat für nicht erbrachte Leistungen der Transdev Regio Ost GmbH nicht bezahlen müssen. Finanziell gesehen profitiert er von der Situation. Wir Fahrgäste haben den Schaden, der Verkehrsverbund spart Geld. Das kann nicht richtig sein.
Die Situation wird sich auch langfristig nicht ändern, da die Transdev Regio Ost GmbH nicht mit Strafzahlungen oder gar einer Abmahnung rechnen muss.

Bierbauch vor 5 Wochen

Transdev die Schuld zu geben, dass sie in dieser Notsituation so kurzfristig keine neuen Züge heranbekommen halte ich für etwas gewagt. Immerhin mussten sie die Züge der Städtebahn mit Wartungsstau übernehmen - im Gegenteil, ich finde es gut, dass sie trotz der schwierigen Bedingungen alles irgendwie hinbekommen. Es ist heutzutage enorm schwierig an fahrendes Material heranzukommen, das funktioniert (siehe IC2).

Bei der Bundesbahn lief es vor 30-50 Jahren übrigens alles andere als optimal. Man hatte auch dort einen enormen Investitionsstau und veraltete Infrastuktur und das wurde mit der Fusion der maroden Reichsbahn nicht wirklich besser. Das hat sich die letzten 30 Jahre schon massiv verbessert, wobei die Zuverlässigkeit wirklich keine Stärke - aber im Vergleich auch keine echte Schwäche darstellt. Man ist halt nicht wirklich vorne dabei.

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