Erzgebirgstunnel EU fördert Planungen für Neubaustrecke Dresden - Prag

Eine blaue E-Lok steht mit einem Eurocity an einem Bahnsteig.
Die Fernzüge zwischen Prag und Berlin fahren durch das Elbtal. Die Bahntrasse ist kurvenreich, überlastet und hochwassergefährdet. (Archivbild einer Eurocity-Lok) Bildrechte: Tschechische Staatsbahn ČD

Die Europäische Union fördert die Planungen für die Eisenbahn-Neubaustrecke Dresden - Prag mit knapp 3,4 Millionen Euro. Die Gelder stehen nach Angaben der Deutschen Bahn bis 2023 zur Verfügung und sollen für Planungen des grenzüberschreitenden Abschnitts genutzt werden. Die neue Strecke soll in diesem Abschnitt unterirdisch geführt werden, da ein Ausbau der bestehenden Trasse durch das Elbtal wegen der schwierigen Topografie und des Umweltschutzes nicht möglich ist.

Tunnelbau durch den Erzgebirgskamm

Mit einem Tunnel unter dem östlichen Erzgebirge kann den Angaben zufolge die Reisezeit der Schnellzüge zwischen Berlin und Prag auf 2:30 Stunden verringert werden, wobei eine Stunde auf den Abschnitt Dresden - Prag entfällt. Zudem dient die Strecke auch dem Güterzugverkehr zwischen Skandinavien beziehungsweise norddeutschen Seehäfen und dem Balkan sowie Häfen an der Adria. Bis 2024 sollen die konkreten Trassenplanungen stehen.

Mit einem Baubeginn für den etwa 30 Kilometer langen Tunnel unter dem Erzgebirge rechnen Fachleute erst ab dem Jahr 2030. Einen Fertigstellungstermin für die Strecke gibt es noch nicht.

Karte der Neubaustrecke Dresden - Prag in verschiedenen Varianten
Derzeit werden verschiedene Varianten der Streckenführung auf deutscher Seite geprüft. Bildrechte: MDR/Annika Potthoff

Quelle: MDR/lam

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 28.10.2020 | 17:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus Dresden

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