Dr. Tamás Szücs, wissenschaftlicher Mitarbeiter am HZDR-Institut für Strahlenphysik.
Bildrechte: HZDR / A. Wirsig

19.07.2019 | 16:12 Uhr TU Dresden bleibt exzellent

Dr. Tamás Szücs, wissenschaftlicher Mitarbeiter am HZDR-Institut für Strahlenphysik.
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Die TU Dresden darf sich weiter Exzellenzuniversität nennen. Das hat die zuständige Kommission am Freitag in Bonn entschieden. Mit dem Titel ist eine millionenschwere Förderung verbunden. Die TU Dresden ist die einzige Exzellenz-Hochschule in den ostdeutschen Flächenländern.

Zwei Männer stoßen mit einem Bierkrug an.
Uni-Rektor Hans-Müller Steinhagen und seine Ministerpräsident Michael Kretschmer stießen mit Bier an, das von Ernährungswissenschaftlern der Uni selbst gebraut wird. Bildrechte: dpa

Mehr als zehn Millionen Euro pro Jahr

Mit dem Titel sind der Universität jährlich mehr als Millionen Euro Fördergelder bis zum Jahr 2026 sicher. Mit drei großen Forschungskomplexen haben es die Dresdner bis in die Endrunde geschafft: Wie können Mensch und Internet voneinander lernen? Wie können neuartige Materialien mit speziell zugeschnittenen Funktionen entstehen? Und: Welche physikalischen Prozesse laufen in menschlichen Zellen ab?

19 Bewerbungen gab es insgesamt. Die TU Dresden hat es als einzige in einem ostdeutschen Flächenland bis ins Finale geschafft. Zum ersten Mal war eine Exzellenz-Bewerbung der TU Dresden vor sieben Jahren erfolgreich.

SPD jubelt, Linke kritisiert

Der Sprecher für Hochschule und Wissenschaft der SPD-Fraktion Holger Mann gratulierte den Wissenschaftlern der TU Dresden "zu diesem tollen Erfolg". Mann sehe die sozialdemokratische Wissenschaftspolitik der vergangenen Jahre bestätigt. "Die SPD bekennt sich zur Spitzenförderung. So strahlt die TU Dresden auf die anderen Hochschulen in Sachsen aus."

Nicht alle freuten sich über die Entscheidung. Der hochschulpolitische Sprecher der Linksfraktion René Jalaß erklärte: "Maßnahmen wie die Exzellenzstrategie sorgen dafür, dass unter den Hochschulen der Machtkampf ausbricht." Die Mittel für die Exzellenzstrategie konzentrierten sich auf wenige, ohnehin forschungsstarke Universitäten, so Jalaß weiter.

Mehr über die Forschung an der TU Dresden

Quelle: MDR/ja/st

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 19.07.2019 | 08:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden

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