Das Team des Dresdner Startups Wandelbots kann sich über eine Finanzierung in Millionenhöhe freuen. Die Mitarbeiterzahl soll im nächsten Jahr deutlich wachsen.
Nachdem die Dresdner Firma Wandelbots bereits im Mai bei dem Wettbewerb „Sachsens Unternehmer des Jahres“ ausgezeichnet wurde, holte sie am Mittwoch den Sächsischen Gründerpreis.  Bildrechte: Wandelbots

20.06.2019 | 11:47 Uhr Gesunde Bratwürste und schlaue Roboter – Sachsen prämiert Ideen

Das Team des Dresdner Startups Wandelbots kann sich über eine Finanzierung in Millionenhöhe freuen. Die Mitarbeiterzahl soll im nächsten Jahr deutlich wachsen.
Nachdem die Dresdner Firma Wandelbots bereits im Mai bei dem Wettbewerb „Sachsens Unternehmer des Jahres“ ausgezeichnet wurde, holte sie am Mittwoch den Sächsischen Gründerpreis.  Bildrechte: Wandelbots

Industrieroboter programmieren ohne Programmierkenntnisse. Für diese Idee erhielt das Dresdner Unternehmen Wandelbots am Mittwoch den Sächsischen Gründerpreis. Auf der Futuresax-Konferenz im Ostra-Dome in Dresden übergab Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig die Urkunde. Wandelbots hat eine Sensorjacke entwickelt, mit der ein Arbeiter einem Roboter eine bestimmte Bewegung vormachen kann, welche dieser dann nachmacht. Im Laufe der Zeit "lernt" der Roboter den Ablauf. Herzstück der Anwendung von Wandelbots ist eine Software, die das maschinelle Lernen ermöglicht.  

Wandelbots-Mitgründerin Maria Piechnick demonstriert einen Roboter ihrer Firma.
Wandelbots-Mitgründerin Maria Piechnick zeigt, wie die Roboter mithilfe der Technologie ihrer Firma programmiert werden können. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

30.000 Euro Preisgeld für die sächsischen Gründer

Mit dem Sächsischen Gründerpreis unterstützt der Freistaat Sachsen die Entwicklung von Ideen zu tragfähigen Geschäftskonzepten sowie innovative und wachstumsorientierte Gründungsvorhaben. Für den Wettbewerb werden jährlich Preisgelder von insgesamt 30.000 Euro ausgelobt.

Vergeben wurden auf der Konferenz auch wieder der ebenfalls mit 30.000 Euro dotierte Sächsische Transferpreis für den Transfer von wissenschaftlichen Erkenntnissen in die Geschäftswelt sowie der mit 50.000 Euro dotierte Sächsische Innovationspreis, welcher innovative Mittelständler prämiert. Die Jury hatte die Qual der Wahl, kam am Ende aber zu einem eindeutigen Votum.

Räume lüften, obwohl das Fenster geschlossen ist

So ging der Transferpreis an Prof. Karl Leo von der TU Dresden, der seit mehr als 20 Jahren an organischen Halbleitern forscht, wie sie zum Beispiel in Handy-Displays oder Flachbildbildschirmen vorkommen. Unter anderem zählt er zu den Gründern der Firma Novaled, die der Samsung-Konzern 2013 für eine viertel Milliarde gekauft hat. Über den ersten Platz des Sächsischen Innovationspreises 2019 konnte sich die Innoperform GmbH aus Malschwitzer freuen. Sie hat einen Fensterfalzlüfter für Kunststofffenster entwickelt. Dieser ermöglicht auch bei geschlossenem Fenster die Lüftung eines Raums, so dass sich kein Schimmel bildet.

500 Menschen haben in diesem Jahr an der Futuresax-Konferenz teilgenommen.
500 Menschen haben in diesem Jahr an der Futuresax-Konferenz teilgenommen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Sonderpreis für neuartige Bratwust

Erstmals wurde ein Sonderpreis für die Rolle des sogenannten Technologiemittlers ausgelobt. Dieser hilft Firmen dabei, wissenschaftliche Erkenntnisse praktisch umzusetzen. Der Preis ging an Maria Kryger von der Universität Leipzig für das Transferprojekt zwischen der Fleischerei Möllmer und der Universität Leipzig. Gemeinsam haben beide eine Rostbratwust hergestellt, die gesünder sein soll als herkömmliche Wurst.  

Quelle: MDR/sth

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 19.06.2019 | 19:00 Uhr

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