01.07.2019 | 16:07 Uhr Dresden erinnert an rassistisch motivierten Mord an Marwa El-Sherbini

Im Lichthof des Landgerichtes Dresden haben sich Menschen zum Gedenken an die Ermordung der Ägypterin Marwa El-Sherbini versammelt.
Im Lichthof des Landgerichtes Dresden versammelten sich Menschen zum Gedenken an die Ermordung der Ägypterin Marwa El-Sherbini am 1. Juli 2009. Bildrechte: MDR/Karsten Wolf

Zehn Jahre nach dem rassistisch motivierten Mord an Marwa El-Sherbini ist am Montag in Dresden mit einer öffentlichen Gedenkveranstaltung und einem ökumenischen Friedensgebet an die Ägypterin erinnert worden. Weitere Gedenkveranstaltungen sind in den kommenden Tagen geplant, darunter ein Podium in der Dresdner Zentralbibliothek und ein Mahngang.

Auf einem Tisch steht ein schwarz umrahmtes Porträt-Foto der 2009 ermordeten Ägypterin Marwa El-Sherbini. Daneben liegt ein Gesteck aus weißen Blumen.
Bildrechte: MDR/Karsten Wolf

Marwa El-Sherbini hatte sich gerichtlich gegen rassistische Äußerungen zur Wehr gesetzt. Am 1. Juli 2009 war sie von dem Angeklagten, dem Russlanddeutschen Alex W., nach einer Zeugenaussage im Landgericht Dresden niedergestochen worden. Sie starb noch am Tatort. Ihr Ehemann wurde bei dem Angriff lebensgefährlich verletzt. Der Täter wurde Ende 2009 wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Dresdner Landgericht bescheinigte ihm Fremdenfeindlichkeit und Hass auf Muslime.

Quelle: MDR/lam/ms/epd

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 01.07.2019 | 09:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus Dresden

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