Mahnmal Geheimdienst-Keller in Dresdner Gedenkstätte soll saniert werden

Gedenkstätte Bautzner Straße Dresden ist eine Gedenkstätte für die Opfer des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) auf der Bautzner Straße in Dresden.
Im "Fuchsbau", dem Keller der ehemaligen Untersuchungshaftanstalt der Stasi waren Gefangene unter unmenschlichen Bedingungen eingesperrt. Bildrechte: imago/suedraumfoto

Die Gedenkstätte Bautzner Straße in Dresden erhält eine Förderung in Höhe von einer Million Euro. Damit soll der sogenannte Fuchsbau, ein Keller, der vom sowjetischen Geheimdienst nach dem Zweiten Weltkrieg als Gefängnis genutzt wurde, saniert werden, wie das Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus am Mittwoch mitteilte.

In dem Keller waren Gefangene unter unmenschlichen Bedingungen ohne natürliches Licht in nassen Zellen eingesperrt. "Mit den Fördermitteln für Sanierungsarbeiten wollen wir die Kellergefängnisse der Gedenkstätte Bautzner Straße als Mahnmal weiter erhalten", sagte Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU).

In den sächsischen Gedenkstätten wollen wir an die Diktaturen des 20. Jahrhunderts auf deutschen Boden erinnern und dafür sorgen, dass das schreckliche Leid nicht vergessen wird, welches diese Herrschaftssysteme gebracht haben.

Barbara Klepsch Sächsische Kulturministerin

Nationalsozialisten und Regimegegner in Haft

Gedenkstätte Bautzner Straße Dresden ist eine Gedenkstätte für die Opfer des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) auf der Bautzner Straße in Dresden.
Hier waren sie inhaftiert: Regimegegner der DDR. Bildrechte: imago/suedraumfoto

1953 richtete das Ministerium für Staatssicherheit im Gebäudekomplex an der Bautzner Straße in Dresden seine Bezirkszentrale ein. Seitdem wurden dort nach Angaben des Vereins "Erkenntnis durch Erinnerung e.V.", dem Trägerverein der Gedenkstätte, tatsächliche oder vermeintliche Nationalsozialisten, zunehmend aber auch Regimegegner inhaftiert, vernommen und verurteilt.

Am 5. Dezember 1989 besetzten Dresdner Bürgerinnen und Bürger die Zentrale friedlich und beendeten so die Arbeit der Staatssicherheit dort - ohne Gewalt. Auch die begonnene Vernichtung der Akten der Staatssicherheit konnte so gestoppt werden. Sie lagerten dort bis sie der Stasi-Unterlagenbehörde übergeben wurden. Heute ist ein Teil des einstigen Verfolgungs- und Überwachungskomplexes eine Gedenkstätte. 

Quelle: MDR/kt

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