30.07.2019 | 13:56 Bündnis #unteilbar meldet Demo gegen Rechts mit 25.000 Menschen in Dresden an

Teilnehmer einer Demonstration gegen Rassismus und Ausgrenzung zu der das Bündnis #unteilbar  aufgerufen hat, ziehen mit Transparenten und Schildern durch die Stadt.
So demonstrierten Anfang Juli 2019 Menschen in Leipzig gegen Rassismus und Ausgrenzung bei einer Demo des Bündnissens #unteilbar. (Archivbild) Bildrechte: dpa

Eine Woche vor der Landtagswahl in Sachsen hat das Bündnis #unteilbar für den 24. August eine Demonstration in Dresden angemeldet. Die Initiatioren aus dem gesamten Bundesgebiet haben 25.000 Teilnehmer für den Tag in Dresden auf dem Altmarkt angemeldet. Die Teilnehmer wollen sich mit der Demo gegen einen Rechtsruck in der Gesellschaft einsetzen. Als Redner wurden bei der Vorstellung der Protestaktion in Berlin der Kapitän für die Seenotrettungsorganisation Mission Lifeline, Claus-Peter Reisch und die Anwältin im NSU-Prozess, Seda Basay-Yildiz angekündigt. Unterstützung gebe es von Initiativen, Gewerkschaften wie der IG-Metall und Privatpersonen aus ganz Deutschland, hieß es.

Ich gehe erstmals seit 1989 wieder für eine Demonstration auf die Straße. Denn wir sind in einer gefährlichen Situation.

Corinna Harfouch ostdeutsche Schauspielerin

Dresden sei zum Symbol des rechten Hasses geworden, meinte Susann Riske von der Landesarbeitsgemeinschaft Mädchen und junge Frauen in Sachsen. Sie rief bundesweit alle interessierten Menschen auf, mit der Teilnahme an der Demo ein Zeichen für Vielfalt und Toleranz in der sächsischen Landeshauptstadt zu setzen.
Das geschäftsführende Vorstandsmitglied der IG Metall, Hans-Jürgen Urban, verwies darauf, dass die Menschen angesichts sozialer und ökologischer Veränderungen besser begleitet werden sollten. "Man muss den Menschen die Angst nehmen, damit rechte Demagogen diese Angst nicht ausnutzen können", sagte er.

Das #Unteilbar-Bündnis hatte im Oktober 2018 in Berlin eine Großdemonstration gegen einen Rechtsruck in der Gesellschaft organisiert. Daran nahmen rund eine Viertel Million Menschen teil. Zuletzt gab es mehrere regionale Kundgebungen unter anderem auch in Leipzig.

Quelle: MDR/kk/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEn - Das Sachsenradio | 30.07.2019 | ab 15:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden

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