Vereinsgründung Bühne frei für neuen Jazzverband in Sachsen

Jazzmusiker
Bildrechte: imago images/Westend61

Damit Sachsens Jazzszene besser zusammenarbeiten kann, hat sich am Freitagmittag ein Jazzverband in gegründet. Zum Auftakt in Dresden fanden sich zwölf Musiker, Vertreter von Musikhochschulen und Verbänden zusammen. Die Szene brauche eine eigene Stimme und einen Verein, der die vielfältige Jazzlandschaft fördert, teilte der Sächsische Musikrat mit. Dessen Geschäftsführer Torsten Tanneberg sagte MDR SACHSEN: "Die Vereinsgründung ist auch ein Zeichen in Zeiten von Corona, dass die Szene, die aus vielen Individualisten besteht, zusammenrückt und ihre Interessen vertreten will."

Eigene Homepage und Netzwerkarbeit

Der neue Verein schließe eine Lücke. Denn in Sachsen fehlte bislang eine übergeordnete Vereinigung, obwohl die Szene reich an Jazzern, Ausbildungsstätten, Konzertorten und Veranstaltern sei. Die Vielseitigkeit der sächsischen Jazzszene soll auf einer eigenen Homepage im Internet dargestellt werden, kündigte der neue Vorsitzende Sebastian Haas als ersten Schritt an. Parallel dazu sollen die Netzwerkarbeit beginnen und Kontakte geknüpft bzw. gebündelt werden. Haas, der im Vogtland als Musikausbilder arbeitet, weiß, wie schwer es der Jazz im ländlichen Raum hat:

Es gibt Jazzveranstaltungen nicht nur Leipzig und Dresden, sondern auch in Görlitz, Zittau, Plauen und Chemnitz. Wir wollen den ländlichen Raum im Blick haben, denn dort ist es schwierig Nachwuchs zu gewinnen und Bands für Veranstaltungsorte finden.

Sebastian Haas Jazzverband-Mitinitiator

Dafür soll sich der neue Jazzverband einsetzen

  • Einführung von Mindeststandards bei Honoraren in der Lehre und auf der Bühne
  • Einsatz für eine konstante und ausreichende Förderung freier Festivals und Clubs
  • Zusammenarbeit mit Musikhochschulen und Musikschulen, damit der Nachwuchs besser gefördert wird.

Quelle: MDR/kk/dpa

Dieses Thema im Programm im MDR MDR KULTUR | 05.08.2020 | 06:30 Uhr

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