Absperrband vor einer Moschee.
In diesen Räumen in Dresden befindet sich die Moschee, auf die der Anschlag verübt wurde. Bildrechte: MDR/Dan Hirschfeld

Plädoyer am Landgericht Dresden Staatsanwalt fordert Haftstrafe für Anschlag auf Moschee in Dresden

Die Sprengstoffanschläge auf eine Moschee und das Kongresszentrum in Dresden sorgten im Herbst 2016 in ganz Deutschland für Entsetzen. Jetzt nähert sich der Gerichtsprozess gegen den mutmasslichen Täter dem Ende. Die Staatsanwaltschaft fordert eine mehrjährige Haftstrafe.

Absperrband vor einer Moschee.
In diesen Räumen in Dresden befindet sich die Moschee, auf die der Anschlag verübt wurde. Bildrechte: MDR/Dan Hirschfeld

Im Prozess um den Anschlag auf eine Dresdner Moschee im Herbst 2016 hat die Staatsanwaltschaft am Freitag eine Freiheitsstrafe von zehn Jahren und neun Monaten für den Angeklagten gefordert. Sie sieht es als erwiesen an, dass der Dresdner für die Attacken auf die Fatih Camii Moschee im Stadtteil Cotta und das Dresdner Kongresszentrum vor knapp zwei Jahren verantwortlich ist. Der 31-Jährige steht unter anderem wegen versuchten Mordes und Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion vor Gericht.

Oberstaatsanwalt: Keine spontane Tat

"Es war keine Spontantat, sondern lange vorbereitet", sagte Oberstaatsanwalt Riccardo Schultz. Der Angeklagte habe es billigend in Kauf genommen, dass Menschen verletzt oder gar getötet werden. Das Motiv sei Ausländer- und Islamfeindlichkeit, aber auch Ablehnung von Andersdenkenden.

Anschlag sorgte bundesweit für Entsetzen

Die Anschläge hatten kurz vor der zentralen Feier zum Tag der Deutschen Einheit bundesweit für Entsetzen gesorgt. Die vierköpfige Familie des Imam kam mit dem Schrecken davon. Nach Experteneinschätzung ist nur durch eine Verkettung glücklicher Umstände niemand bei den Anschlägen verletzt worden. Der angeklagte Monteur hatte vor Gericht eingeräumt, die Spreng- und Brandsätze gezündet zu haben. Eine Absicht, die Imam-Familie zu verletzen oder zu töten, bestreitet er.

Hintergrund Der Angeklagte Nino K. soll am 26. September 2016 Bomben am Kongresszentrum in Dresden sowie vor einer Moschee im Stadtteil Cotta gezündet haben. Bei den Anschlägen wurde niemand verletzt. Am Kongresszentrum entstand ein Sachschaden von 21.000 Euro.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft habe sich der Mann bewusst eine Moschee für seinen ersten Anschlag ausgesucht. Diese lag nur wenige hundert Meter von seiner Wohnung entfernt. Der 31-Jährige gilt laut Anklage "als bekennender Anhänger" der islamfeindlichen Pegida-Bewegung. In diesem Umfeld habe er sich auch radikalisiert.

Der Beschuldigte war durch einen DNA-Vergleich ins Visier der Ermittler geraten und im Dezember 2016 auf einer Baustelle in Hessen festgenommen worden. Bei der anschließenden Durchsuchung seiner Wohnung wurde ein fertiger Sprengsatz sichergestellt. Er sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

Quelle: MDR/sth/dpa

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Zuletzt aktualisiert: 10. August 2018, 17:51 Uhr

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76 Kommentare

12.08.2018 17:12 Siegfried 76

@ 7 1 die Wahrheit verdrehst du bei jeden deiner verblödeten Kommentare , die total unrealistisch sind, von dir nichts anderes mehr zu erwarten, eigentlich total sinnlos mit dir darüber zu streiten, schöner Herr Regierungssprecher !!!!

12.08.2018 17:08 Ekkehard Kohfeld 75

@ Trump 71##Um noch mal auf ihre krude Unterstellungen zurück zu kommen das heißt also das die SPD für alle die Straftaten die von ihren Mitgliedern oder auch welch die nur mal bei ihnen gesprochen haben verantwortlich ist,oder ist das jetzt Beute - Wessi weil er SPD - Mitglied ist oder weil er angeblich Gewerkschafter ist für alles was bei Demos passiert,ist doch wirklich eine tolle Logik eure Argumentation.Schauen wir doch mal welcher IS- Sympathisant sich durch die CDU radikalisieren hat und nach Syrien gefahren ist.

12.08.2018 16:24 gerd 74

71@Mediator.mir sind Pegida und AFD schnuppe mir geht es darum hinzuweisen wie Deutsche Gerichte gleichgelagerte Fälle beurteilen ,wobei man bei dem Fall Wuppertal ja noch Bandenbildung ins Auge fassen muss was in Dresden ja wohl nicht der Fall war.
über den Gefährlichkeit beider Taten kann ich mir kein Urteil erlauben denke aber das
der Schaden ähnlich gross war ,was ich auch schon früher kritisiert habe war das verhalten von Merkel welche sofort dem Iman besucht hat während sie beim Breidscheidplatz Attentat mit vielen Toten sich nicht blicken lassen hatt und deshalb zu recht viel Kritik einstecken musste.

12.08.2018 16:20 Ekkehard Kohfeld 73

@ Trump 71 Nein sie möchten lediglich von dem Verbrechen eines Rechtsextremisten ablenken, dass ein schlechtes Bild auf AfD und Pegida wirft.##Und sie Donald benutzen ihn zur Hetze gegen anders denkende Menschen und eine demokratisch zugelassene Partei das war die Masche der Nazis im dritten Reich das hat nichts mit Demokratie zu tun das macht man wenn man keine Argumente hat und demokratisch Regeln nicht ein halten will,in einer Demokratie werden die Regierenden durch demokratische Wahlen bestimmt nicht durch Hetze die Zeiten sind Gott sei dank vorbei und kommen auch nicht wieder da werden wir Demokraten für sorgen,wetten.Sie sind nicht mehr zeitgemäß der Arier hat ausgedient auch wenn ihnen das nicht passt.

12.08.2018 15:06 Ekkehard Kohfeld 72

@ Trump 66##Das heißt also im Umkehrschluss um bei ihrer Argumentation zu bleiben für alle Straftat die hier begangen werden wo die AFD nichts für kann sind dann also die etablierten Parteien mit schuldig die haben sie bei denen radikalisiert bis hin zu Vergewaltigungen und Mord,starker Tobak würde ich sagen.Und für die die von Ausländern begangen werden sind sie und ihre Gesinnungsgenossen mit schuldig,weil sie die ja sogar indirekte dazu auffordern (Schön reden),wer sind jetzt die bösen lieber Donald?

12.08.2018 14:41 Mediator 71

@Siegfried(68): Sie sind auch nur ein weiterer Typ, der rechtsextremistische Straftaten herunterspielen will, weil durch sie klar zu Tage tritt, dass es keinen wirklichen Unterschied zwischen Extremisten im Bereich des islamistischen und rechtsextremistischen Spektrums, in Bezug auf deren Gefährlichkeit gibt.

Dementsprechend verhält es sich dann auch mit den jeweiligen Unterstützerkreisen und Vorfeldorganisationen. Ob sich jemand bei einem Salafistenprediger oder bei AfD und Pegida radikalisiert hat im Endeffekt die gleiche Wirkung. Nino K. ist der schlagende Beweis dafür. Im Gegensatz zu islamistischen Gefährdern, die noch keinerlei Straftat begangen haben, von ihnen aber als Terroristen vorverurteilt werden, hat der Pegidazögling mehrere Bomben in der sächsischen Hauptstadt gezündet. Also immer schön bei der Wahrheit bleiben.

@gerd(67): Nein sie möchten lediglich von dem Verbrechen eines Rechtsextremisten ablenken, dass ein schlechtes Bild auf AfD und Pegida wirft.

12.08.2018 14:37 Ekkehard Kohfeld 70

@ 66 Trump Der Zweck heiligt niemals alle Mittel und wenn im Umfeld einer Organisation Terroristen wie die Pilze aus der Erde spriesen, dann wird es Zeit nachzudenken!##Wo spriesen die wie Pilze aus der Erde sind das so viele wie beim IS,bringen sie doch mal Zahlen.Zudem habe ich nie in meinen Kommentaren auch nur einmal die Tat von Nino K. angezweifelt oder verteidigt,nur ihre Hetze die sie dazu benutzen anders Denkende Menschen nieder zu machen und eine Demokratisch zu gelassene Partei,man muß sich echt fragen was sie sich hier anmaßen ist schon eine Nummer für sich,ich würde mal hoffen das der Staatsschutz mal ermittelt.Es wird echt Zeit bei solchen wie ihnen mal genauer hin zu schauen.

12.08.2018 14:36 Horst 1 69

am Mediator@65: erst einmal bin ich noch lange nicht Ihr lieber Horst! Ich war bei der Armee keine große Nummer,wie Sie es darstellen, aber hatte und habe dadurch mehr Ahnung davon als Sie! Dieses angebliche Gutachten bezweifle ich ganz stark, da ich Ihnen dies auch, wenn ich die Mittel dazu hätte, auch beweisen könnte! Kluge Reden schwingen,wie es alle von Ihnen gewöhnt sind, kann jeder! Ich möchte eines noch klar stellen,dass ich gegen jede Art von Gewalt bin, egal ob von links, rechts oder von unseren Neubürgern begangen!

12.08.2018 13:40 Siegfried 68

@ 6 3 vollkommend richtig, aber einige User wissen nicht was eigentlich eine richtige Bombe u s w . für einen schaden anrichten kann, aber nicht so wie auf dem Bild ohne kaputte Fenster u s w.
spielt es richtig schön hoch, die Terroristen in unserem D. lachen sich kaputt die von Hartz 4 dazu noch leben dürfen , und in Freiheit sich hier bewegen können lt. dieser wunderbaren Justiz !! es ist richtig schon das Terroristen bei uns keine 10 Jahre erhalten sondern herrliche Narrenfreiheit erhalten andere sitzen ein !! sehr schöner Unterschied mit zweierlei Maß in Deutschl.

12.08.2018 12:57 gerd 67

Ich möchte nur an den Anschlag auf eine Wuppertaler Synagoge von 2016 erinnern
mit mehreren Molotowcocktails durch Palästinenser das Urteil Bewährungsstrafen.

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