Anti-Rasissmus-Wochen Dresdens Oberbürgermeister ruft zu Widerstand gegen Rassismus auf

Zwei Männer legen an einen Gedenkstein Blumen nieder.
Hilbert sagte, Dresden habe wiederholt erlebt, wohin Intoleranz und Abwertung führen würden. Bildrechte: Tino Plunert

Vor dem Hintergrund rassistisch motivierter Straftaten in Dresden hat Oberbürgermeister Dirk Hilbert zu Widerstand gegen menschenfeindliche Ideologien und Taten aufgerufen. Diese seien eine Bedrohung für unseren sozialen Frieden und unsere freiheitliche Demokratie, sagte er in einem am Donnerstag veröffentlichten Aufruf zur Teilnahme an den Internationalen Wochen gegen Rassismus.

Ungleichbehandlung, Diskriminierung, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Gewalt machen auch in Zeiten der Corona-Pandemie keine Pause.

Dirk Hilbert Oberbürgermeister Dresden

Auch unter Corona-Bedingungen für Toleranz einstehen

Laut Hilbert habe Dresden wiederholt erlebt, wohin Intoleranz, die Abwertung und Verachtung von anders aussehenden, anders gläubigen oder anders lebenden Menschen führen könnten. Die Morde an Jorge Gomondai 1991 und an der Ägypterin Marwa El-Sherbini 2009 sowie die Tötung eines Mannes in der Dresdner Altstadt im Oktober 2020 seien "die wohl traurigsten Beispiele für die Folgen von fehlender Toleranz, von Menschenverachtung und Hass", so der Oberbürgermeister. All das verpflichte - auch unter Corona-Bedingungen - gemeinsam zu zeigen, dass Dresden eine weltoffene und tolerante Stadt sei, in der Respekt, Vielfalt und eine Kultur des Miteinanders für alle und von allen gelebt werden.

Er forderte Bürger, Vereine, Initiativen, demokratische Parteien und Organisationen dazu auf, zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus beizutragen, die kommendes Jahr vom 15. März bis zum 6. April stattfinden soll.

Quelle: MDR/bj/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 19.11.2020 | ab 19:00 Uhr in den Nachrichten

7 Kommentare

Freiheit vor 7 Tagen

Was ist das wieder für ne Aktion vom Ömme?

Da zieht der alte Kammelen aus dem Hut, um die islamistische Tat ja nicht konkret zu benennen und und unter dem Deckmantel "Rassismus" abzutun.

Erbärmlich Herr Hilbert!

Udo vor 7 Tagen

Herr Hilbert greift weit zurück, um Opfer namentlich benennen zu können.
Das aktuellste Opfer, allerdings nicht unter Rassismus einzuordnen, scheint ihm zur Namensnennung allerdings zu unwichtig zu sein.
Was hat Rassismus mit Zitat "anders lebenden Menschen" zu tun? Da hat kein Deutscher gemordet, sondern ein Deutscher "anders Lebender" wurde von einem Ausländer ermordet.
Es wird doch immer behauptet, Rassismus Deutschen gegenüber gibt es nicht.

Matthi vor 7 Tagen

Den Aufruf finde ich gut aber Rassismus Bekämpfung setzt voraus das die Menschen Toleranter werden. Toleranz ist keine Einbahnstraße das gilt für alle besonders die Emigranten sollten darüber nachdenken.

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