Blick auf einen Schaufelradbagger im Braunkohletagebau Schleenhain.
Bildrechte: dpa

11.07.2019 | 05:00 Uhr Dresdner Ifo-Institut will anderen Strukturwandel für die Lausitz

Blick auf einen Schaufelradbagger im Braunkohletagebau Schleenhain.
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Das Dresdner Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung hat die Pläne für den Strukturwandel in den deutschen Kohleregionen grundlegend in Frage gestellt. Der stellvertretende Ifo-Chef Joachim Ragnitz erklärte, das große Problem etwa in der Lausitz sei nicht der Kohleausstieg, sondern die fehlenden Arbeitskräfte. Deshalb müsse man die Region attraktiv für Zuwanderung machen, so Ragnitz. Die Ideen für den Wandel müssten aus der lokalen Wirtschaft kommen, es sei zudem ein Denkfehler, anzunehmen, dass viel Geld auch viel helfe, sagte Ragnitz.

Quelle: MDR

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 10.07.2019 | 22:00 Uhr in den Nachrichten

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3 Kommentare

11.07.2019 15:43 nasowasaberauch 3

Der Strukturwandel geht nur durch Schaffung einer Sonderwirtschaftszone mit Lockangeboten für den Jobmotor, die mittelständische Wirtschaft. Wer z.B. in der Lausitz etwas verändern/aufbauen will, der kommt nicht umhin anderen Regionen weh zu tun. Großinvestitionen oder Behördenansiedlung taugen nur als Leuchtturm, lösen aber das Problem nicht

11.07.2019 11:13 AufmerksamerBeobachter 2

"Deshalb müsse man die Region attraktiv für Zuwanderung machen,"

Und deshalb hat man das Batterieforschungszentrum nach Münster vergeben (zufällig Heimatstadt der Ministerin) , wo es ebenfalls keine Strukturen gibt, auf die man aufbauen kann. Das hätte man auch an der TU Cottbus ansiedeln können.

Wenn man jetzt erkennt, das nach der massiven Deindustrialisierung durch die Treuhand, die Voraussetzungen für Wirtschaftsansiedlungen fehlen, kann man jetzt nicht einfach sagen, 'Pech gehabt'. Es gibt weitere unglaubliche Entwicklungen, die die Wirtschaft der Lausitz schwer beeinträchtigen. Es werden hinter der polnischen Grenze in Breslau die ICE-Wagons der DB vorgefertigt, bevor sie in Krefeld endmontiert werden, während die Wagonbauer in Bautzen/Niesky/Görlitz sich mit irgendwelchen Alibiaufträgen mehr schlecht als recht über Wasser halten. Warum kann die bundeseigene Bahn hier nicht Industriepolitik machen und bundeseigene Investitionen im Inland bestellen?

11.07.2019 09:20 Alleswisser 1

Der Mann spricht mir aus dem Herzen! Alle schreien nur nach Geld... Geld muß fließen. Es ist schon sehr viel Geld geflossen.. aber was wurde damit gemacht, was ist nachhaltiges entstanden? Wer bekommt DAS Geld in die Hände? Wer ist verantwortlich für die Verteilung?
Schauen sie sich das Beispiel Bad Muskau an - zigmal wurde die Stadt entschuldet, Geld floss. Eine Stiftung wurde gegründet, um den Stadtpark - denn mehr ist es für mich nicht - zu erhalten. Dorthin fließen seit Jahren zig Millionen. Ja der Park ist schön, Gebäude wurden mehr als aufwendig saniert - aber der greifbare Nutzen??? Mir erschließt er sich nicht - wenn die Stadt denn so von der Stiftung partizipiert - weshalb steht sie dann so schlecht da? Wird sich das bessern wenn wir dann mindestens 3 Ausstellungen im Ort haben???? Wer das glaubt, glaubt auch an Märchen.
Und das ist nur ein trauriges Beispiel von der Verschwendung von Geldern - jedenfalls in meinen Augen.

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