Immobilienkauf von Rechtsextremisten Verfassungsschutz will Kommunen rechtzeitig warnen

Ein Hinweisschild zum Landesamt für Verfassungsschutz
2019 konnte die rechtsextreme Szene nach den Erkenntnissen des Verfassungsschutzes auf insgesamt 27 Immobilien zurückgreifen. Bildrechte: dpa

Der sächsische Verfassungsschutz will Kommunen rechtzeitig warnen, wenn Rechtsextreme versuchen, Immobilien zu erwerben oder anzumieten. Das gehöre zu den Aufgaben des Amtes, sagte der Präsident des Verfassungsschutzes, Dirk-Martin Christian.

Ziel sind Objekte im ländlichen Raum

"In den von Rechtsextremisten erworbenen Immobilien entstehen mitunter auch Kampfsportzentren. Dort sollen junge Männer, die Staat und Gesellschaft ablehnen, in aller Abgeschiedenheit zu aktiven Kämpfern gegen unsere freiheitliche demokratische Grundordnung ausgebildet werden", so Christian.

Der Behördenchef verwies darauf, dass Rechtsextreme gezielt Objekte im ländlichen Raum frequentieren würden. 2019 konnte die Szene nach den Erkenntnissen des Verfassungsschutzes auf insgesamt 27 Immobilien zurückgreifen. Die Zahl ist seit mehreren Jahren etwa konstant.

Widerstand in Bautzen und Bischofswerda

Unlängst war bekannt geworden, dass der Rapper Christoph Aljoscha Zloch alias Chris Ares in Ostsachsen ein Zentrum für Kampfsport und Musikworkshops einrichten will. Zudem wollte er eine Siedlung mit vier Häusern für Gleichgesinnte gründen. In möglichen Orten wie Bischofswerda oder Bautzen hatte sich dagegen umgehend Widerstand geregt.

Quelle: MDR/dpa/bj

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 29.07.2020 | 20:00 Uhr in den Nachrichten

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