Fremde Kulturen entdecken Interkulturelle Wochen in Dresden und im Landkreis Meißen

Islamisch geprägter Friedhof mit traditionellen Gruften aus Lehmziegeln und grasender Kuhherde in Kirgisien
Die interkulturellen Tage in Dresden und Meißen werfen einen Blick in ferne Länder - etwa nach Kirgisistan. Bildrechte: IMAGO

Interkulturelle Wochen in der Landeshauptstadt Dresden

Mit einer Festveranstaltung im Rathaus werden am Sonntagnachmittag in Dresden die 30. Interkulturellen Tage eröffnet. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, sind unter dem Motto "Mein Name ist Mensch" bis zum 11. Oktober mehr als 160 Veranstaltungen geplant. Schwerpunkte sind in diesem Jahr demnach der interreligiöse Austausch, das selbstbestimmte Leben und das nachbarschaftliche Miteinander. Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert schrieb vorab in einem Grußwort, gerade in Corona-Zeiten sei es wichtig, sich auszutauschen, zu diskutieren und das Verbindende zu feiern.

Persische Kultur zum Auftakt

Den Auftakt bilden am Sonntag die Kolibri-Banda und die Paradies-Kapelle des Klangbrücken-Projekts. Die Autorin Somaiya Hussaini wird persische Gedichte vortragen. Im Anschluss wird der Dokumentarfilm "Spendier mir einen Çay und ich erzähl dir alles" von den Filmemachern Anna Sabel und Ruben Sabel gezeigt.

Ein weiterer Höhepunkt der Interkulturellen Tage sind die Veranstaltungstage "Roma Leben - Geschichte und Realitäten von Sinti und Roma".

Angebote für die ganze Familie

Die Angebote werden durch Vereine, Initiativen und Institutionen sowie weitere Engagierte organisiert und gestaltet. Geplant seien unter anderem Konzerte, Vorträge, Filmvorführungen und Ausstellungen sowie Bastel- und Vorlesenachmittage für Kinder und Familien und Sportveranstaltungen. Zum Abschluss der Tage am 11. Oktober soll auf 30 Jahre Integrationsarbeit in Dresden zurückgeblickt werden.

Interkulturelle Wochen im Landkreis Meißen

Bis zum 4. Oktober finden die Interkulturellen Wochen im Landkreis Meißen statt. Der MDR SACHSENSPIEGEL hat Shahin Ismail besucht. Die Kurdin war vor fünf Jahren mit ihrer Familie aus dem Irak geflohen. Längst hat sie sich eingelebt und hilft einer Kindertagesstätte - besonders dann, wenn es Verständigungsprobleme mit Migranten gibt.

Quelle: MDR/epd/lam

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 20.09.2020 | 15:00 Uhr in den Nachrichten

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