Verfahren in Valletta Prozess gegen Dresdner "Lifeline"-Kapitän verzögert sich

Seit Juli vergangenen Jahres steht der Kapitän der Dresdner Seenotretter von "Mission Lifeline", Claus-Peter Reisch, auf Malta vor Gericht. Am 21. März sollte es eigentlich weitergehen. Daraus wird jetzt nichts.

Der Prozess gegen den Kapitän der Dresdner Seenotretter von "Mission Lifeline", Claus-Peter Reisch, verzögert sich weiter. Die Verhandlung in der maltesischen Hauptstadt Valetta werde nun erst am 2. April fortgesetzt, sagte der Sprecher der Hilfsorganisation, Axel Steier, am Donnerstag in Dresden mit. Das hätten die Anwälte des Kapitäns ohne Begründung mitgeteilt. Zunächst war die Fortsetzung der Verhandlung für den 21. März vorgesehen gewesen. Steier soll im Prozess als Zeuge aussagen und sollte ursprünglich am kommenden Donnerstag vor Gericht erscheinen. Erst nach seiner Vernehmung würden die Plädoyers erwartet. Ein Urteil könne daher Anfang April noch nicht gesprochen werden, hieß es.

Hilfsorganisation vermutet politische Motive hinter dem Prozess

Kapitän Reisch steht seit dem 2. Juli vergangenen Jahres in Maltas Hauptstadt Valletta vor Gericht. Ihm wird vorgeworfen, das von der Hilfsorganisation betriebene Schiff fehlerhaft registriert zu haben. "Mission Lifeline" vermutet politische Motive hinter dem Prozess, um das Rettungsschiff am Auslaufen zu hindern. Das Schiff gilt offiziell als Beweismittel. Maltas Behörden hatten die "Lifeline" im Sommer mit 234 Flüchtlingen an Bord erst nach tagelanger Irrfahrt anlegen lassen und das Schiff beschlagnahmt.

Quelle: MDR/sth/epd

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 14.03.2019 | 18:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden

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Zuletzt aktualisiert: 14. März 2019, 17:31 Uhr

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