Zu sehen ist der Lößnitzdackel beim Karl-May-Fest in Radebeul.
Während des Karl-May-Festes mutiert der Lößnitzdackel wieder zum Santa-Fe-Express, der gelegentlich von Banditen überfallen wird. Bildrechte: MDR/Diana Köhler

Auf den Spuren von Winnetou & Co. Radebeul lädt zum Karl-May-Fest in den Lößnitzgrund

Zu sehen ist der Lößnitzdackel beim Karl-May-Fest in Radebeul.
Während des Karl-May-Festes mutiert der Lößnitzdackel wieder zum Santa-Fe-Express, der gelegentlich von Banditen überfallen wird. Bildrechte: MDR/Diana Köhler

In Radebeul haben am Freitag die 27. Karl-May-Festtage begonnen. Bis Sonntag stehen zahlreiche Veranstaltungen mit Musik, Filmen und Tänzen auf dem Programm. Die Festtage wurden 1992 ins Leben gerufen, um an den Abenteuerschriftsteller Karl May zu erinnern, der in Radebeul seinen letzten Wohnsitz hatte und dort auch begraben ist. Sie finden jedes Jahr am Wochenende nach Christi Himmelfahrt statt.

Zum Auftakt der Festtage wurde am Freitagabend im Lößnitzgrund die Westernstadt "Little Tombstone" eröffnet. Außerdem ist eine Country- und Filmnacht auf dem Festgelände geplant. Das Fest steht unter der Überschrift "Helden-Träumer-Vagabunden".

Angehörige der Oneida Indian Nation tanzen auf dem Theaterplatz vor der Semperoper.
Angehörige der Oneida Indian Nation tanzen zum Auftakt des Karl-May-Festes auf dem Theaterplatz vor der Semperoper. Bildrechte: dpa

Ina Dorn vom Kulturamt der Stadt Radebeul sagte MDR SACHSEN: "Ein besonderes Highlight ist in diesem Jahr sicherlich die Vielfalt der indianischen Stämme, die ihre Kulturen darstellen werden. Vertreter von sechs Nationen aus den USA, aber auch aus Kanada sind zu Gast."

Oneida-Indianer pflanzen in Radebeul eine Kiefer und besuchen das Karl-May-Museum
Auch in diesem Jahr sind wieder Oneida-Indianer in Radebeul mit dabei. Bildrechte: MDR/Diana Köhler

Traditioneller Höhepunkt sei die große Sternreiterparade, die immer am Festsonntag stattfindet. Hunderte Reiter aus ganz Deutschland reiten dann über die Meißner Straße auf das Festgelände. "Der Reiter, der bei seinem Anritt nach Radebeul die weiteste Strecke zurückgelegt hat, wird von Winnetou und Old Shatterhand begrüßt und mit einer original indianischen Friedenspfeife ausgezeichnet", sagt Dorn.

Die Tänzer der Oneida Indian Nation, Gaehnew Printup (l-r), Nicole Jimerson, Jordan Smith, Hailey Thomas und Heath Hill tanzen am Hohen Stein in Radebeul.
Am Veranstaltungsort am "Hohen Stein" werden die Tänze und auf Aufführungen auch in diesem Jahr nicht zu sehen sein, weil dort erneut Wanderfalken brüten. Bildrechte: dpa

Auszug auf dem Programm:

Freitag, 11. Mai 2018

  • 19 Uhr: Mit einem Konzert der Chorgemeinschaft Radebeul-Lindenau und dem Florian-Geyer-Ensemble Chemnitz werden die Karl-May-Festtage eröffnet (Ort: Westernstadt Little Tombstone)

  • 20 Uhr: Auftritt der Eastside Linedancer (Ort: Westernstadt Little Tombstone)

Sonnabend, 12. Mai 2018

  • Ab 13 Uhr: Fahrten mit dem Santa-Fe-Express (Ort: Bahnstation "White Horse")

  • 15, 16:30, 18 Uhr: Winnetou – Die Landesbühnen Sachsen zeigen Ausschnitte aus ihrer aktuellen Karl-May-Inszenierung (Ort: Westernstadt Little Tombstone)

  • 14, 16, 18 Uhr: Tänze, Lieder und Geschichten der Oneida Indian Nation (Ort: Kleine Feder)

Sonntag, 13. Mai 2018

  • 10:45 Uhr: Große Sternreiterparade (Meißner Straße - Weißes Roß)

  • 12 Uhr: Westernmarkt und Ponyreiten (Ort: Westernranch)

  • 12 Uhr: Leben wie im Wilden Westen – Lassowerfen und Stuntshow der Cowboys und Cowgirls des 1. Radebeuler Country- und Westernclubs. (Ort: Westerncamp White Horse)

Das ist los Vom Orient ins Westerncamp

Goldschürfen im Lößnitzriver
Das Goldschürfen ist vor allem bei den kleinen Besuchern der Karl-May-Festtage beliebt. Bildrechte: André Wirsig / PR
Goldschürfen im Lößnitzriver
Das Goldschürfen ist vor allem bei den kleinen Besuchern der Karl-May-Festtage beliebt. Bildrechte: André Wirsig / PR
Indianische Tänze am Hohen Stein
Die Vorführung indianischer Tänze sind jedes Jahr gut besucht. Bildrechte: André Wirsig / PR
Halunke Locci
Wo Indianer sind, gibt es auch fiese Halunken - zum Glück nur im Gefängnis des Westerncamps. Bildrechte: André Wirsig / PR
Musik in der Westernstadt
Wer abends das Tanzbein schwingen will, kann sich bei den Konzerten internationaler Bands vergnügen. Bildrechte: André Wirsig / PR
Sternreitercamp
Viele "Cowboys" reisen mit ihren Pferden zum Festival an. Bildrechte: André Wirsig / PR
Sternreiterparade
Höhepunkt der Veranstaltung ist die Sternreiterparade am Sonntag ... Bildrechte: André Wirsig / PR
Sieger der Sternreiterparade
... während des Umzugs durch die Stadt wird der Reiter mit der weitesten Anreise auf dem Rücken eines Pferdes ausgezeichnet. Er oder sie bekommt als Preis eine indianische Friedenspfeife des Künstlers Ed Bryant. Bildrechte: André Wirsig / PR
Alle (7) Bilder anzeigen

Weitere Informationen unter www.karl-may-fest.de

Quelle: MDR/sth/epd

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 11.05.2018 | ab 07:30 Uhr in den Nachrichten aus dem Regionalstudio Dresden

Zuletzt aktualisiert: 12. Mai 2018, 17:01 Uhr

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1 Kommentar

11.05.2018 09:04 ralf meier 1

Wenn es nach dem Willen einiger 'besonders guter' Menschen ginge, dürften solche Veranstaltungen nicht mehr stattfinden. In Holland ist man schon so weit.
Siehe dazu: Stuttgarter Nachrichten 04.05.2018
Artikel 'Cowboy- und Indianerspiel '. Zitat:
'Ein Veranstaltungszentrum in den Niederlanden hatte Kinder zu einem Cowboy- und Indianerspiel eingeladen. Eine Aktionsgruppe hatte daraufhin Anzeige erstattet. 'Das Spiel beschönige den Völkermord. '
Die Klage wurde vor Gericht zwar abgeschmettert, aber der Veranstalter kündigte vorsichtshalber schon vor dem Fest an, es würde danach keine Veranstaltungen dieser Art mehr ausrichten.

Mir scheint, auch in Holland ist das Vertrauen der Bürger in die Durchsetzungsfähigkeit des Rechtsstaates gegenüber 'antirassistischer' Gewalt nicht so ausgeprägt, wie es sein sollte. Die Gewalt auf der Straße bestimmt zunehmend das Denken und Handeln der Bürger. Hatten wir alles schon mal.