Vorsichtsmaßnahme Krankenhaus Dresden-Neustadt schließt Intensivstation wegen Keimalarm

Bei mehreren Patienten ist ein gefährlicher Keim nachgewiesen worden. Deshalb hat das Krankenhaus Dresden-Neustadt seine Intensivstation geschlossen. Betroffene Patienten kamen in Quarantäne und müssen sich Tests unterziehen.

Eine Ärztin mit einem Tablett Computer schaut sich eine Detailaufnahme von Bakterien an.
Multiresistente Keime auf der Intensivstation: Das Krankenhaus Dresden-Neustadt reagierte und schloss die Station vorsichtshalber. Bildrechte: imago/Jochen Tack

Auf der Intensivstation des Krankenhauses Dresden-Neustadt sind multiresistente Keime festgestellt worden. Wie eine Klinik-Sprecherin mitteilte, wurden die gefährlichen Keime am Wochenende nachgeweisen, daraufhin musste die Station gesperrt werden, sagte eine Klinik-Sprecherin. Aktuell seien keine Neuaufnahmen möglich. Vier Patienten der Intensivstation sind laut Krankenhaus unter Quarantäne gestellt worden. Weitere 14 Patienten würden noch getestet, bevor sie auf andere Krankenstationen oder in andere Krankenhäuser verlegt werden können.

Keime für Kranke gefährlich

Die festgestellten Keime seien für Menschen mit intaktem Immunsystem normalerweise harmlos, so die Klinik. Für geschwächte Patienten auf einer Intensivstation jedoch könnten sie zum Problem werden. Resistente Keime sind mit Antibiotika nur schwer behandelbar. Die Schließung der Station sei deshalb eine Vorsichtsmaßnahme.

Strikte Hygiene gegen weitere Ausbreitung

Zwei Ärzte waschen sich die Hände
Der medizinische Direktor des Krankenhauses Dresden-Neustadt sagt, alle müssten die vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen konsequent einhalten. Bildrechte: IMAGO

Der medizinische Direktor Lutz Blase sagte MDR SACHSEN, zwei der Quarantäne-Patienten würden mit Reserve-Antibiotika behandelt. Zwei weitere trügen den multiresistenten Erreger in sich, seien daran aber nicht erkrankt. "Jetzt darf sich der Keim nicht weiter verbreiten", sagte Blase. Das gehe nur durch konsequente Einhaltung aller gängigen Hygienemaßnahmen. Blase nannte das Desinfizieren der Hände als wichtigste Hygienemaßnahme und außerdem:

- Tragen von Schutzkleidung
- räumliche Trennung zwischen Patienten mit nachgewiesenem Keim und anderen Patienten
- Trennung des Personals: Mitarbeiter, die Patienten mit Keimen versorgen, sind ausschließlich für diese da
- Personal, das andere Patienten versorgt, soll nicht mit den vom Keim betroffenen Patienten in Kontakt kommen

Quelle: MDR/kk/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 24.10.2018 | 18:30 Uhr in den Nachrichten aus dem Regionalstudio Dresden

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Zuletzt aktualisiert: 24. Oktober 2018, 19:02 Uhr

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