Eine Spritze wird vorbereitet
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19.06.2019 | 13:59 Uhr Verdacht auf Meningokokken: Dreijährige in Dresden gestorben

Eine Spritze wird vorbereitet
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Ein Krippenkind aus einer Kita in Dresden-Cotta ist Anfang der Woche offenbar an den Folgen einer Meningokokken-Erkrankung gestorben. Nach Informationen von MDR SACHSEN sind am Mittwoch Ärzte in der Kita, um die Kinder mit Antibiotika zu versorgen.

Die Stadt als Träger der Einrichtung teilte mit, das Kind habe noch am Freitag die Kita besucht. Am Montag sei eine stationäre Aufnahme erforderlich gewesen. Das Mädchen starb laut Stadtverwaltung im Krankenhaus.

Am Dienstag wurden die Eltern der anderen Kinder beim Abholen von einer Fachberaterin des Eigenbetriebes informiert. Der ärztliche Befund steht derzeit noch aus, deshalb erfolgen alle Prophylaxe-Maßnahmen auf den Verdacht einer Meningokokken-Erkrankung hin. Zwei Tage müssen die 37 Krippenkinder entweder Saft oder Dragees einnehmen. Die Antibiotikaprophylaxe wird jedoch allen 150 Kindern der Einrichtung und den 24 Erzieherinnen und Erziehern angeboten.

Aushang an einer Kita
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Was sind Meningokokken überhaupt?

Meningokokken sind Bakterien, die eine Hirnhautentzündung oder eine Blutvergiftung auslösen können. Nach Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung kommen in Deutschland hauptsächlich Infektionen mit Meningokokken B und C vor. Fachleute gehen davon aus, dass es in Deutschland jedes Jahr etwa 700 Meningokokken-Erkrankungen gibt, etwa 210 Fälle gehen auf Meningokokken C zurück.

Quelle: MDR/cnj/lam

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 19.06.2019 | 08:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden

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