09.12.2019 | 11:57 Uhr Schatzjäger Professor Pernicka nimmt Jagd nach Diamanten-Räubern auf

Sein Talent hat Ernst Pernicka schon mehrfach unter Beweis gestellt. Beispielsweise nach dem Raub der 100-Kilo-Goldmünze aus dem Berliner Bode-Museum. Da machte der Chemiker unsichtbare Spuren an der Kleidung der Diebe sichtbar: "Wir konnten in der Kleidung der Verdächtigen solch reines Gold identifizieren und dann war klar, dass es sich um das Gold dieser Münze handelt."

Suche nach chemischen Fingerabdrücken

Der chemische Fingerabdruck wurde im Reinlabor im Mannheimer Institut des Professors identifiziert. Und genau so, sagt Pernicka, könnte es gelingen, den Tätern des Kunstraubes im Grünen Gewölbe auf die Spur zu kommen. "Fast alle Materialien haben im Spurenelementbereich - also in ganz geringer Konzentration - ein bestimmtes Muster, was wir lesen können", so Pernicka. Dafür brauchen die Ermittler nur winzige Materialproben der verbliebenen Schmuckstücke im Grünen Gewölbe. Mit einem von vier weltweit verfügbaren mobilen Laser-Schneid-Geräten werden winzige Partikel abgelöst.

Der Laser ist stark fokussiert. Auf der Oberfläche wird eine Art Plasma erzeugt. Das Material wird erhitzt und dadurch abgelöst. Das passiert im Zehntelmillimeter-Bereich.

Moritz Numrich Physiker

Kaputt geht der Schmuck durch das Verfahren aber nicht. Und für den Fall, dass Täter und Diebesgut irgendwann wieder auftauchen wäre der chemische Fingerabdruck da. Ernst Pernicka ist überzeugt: "Wir sind den Tätern immer einen oder zwei Schritte voraus. Und es ist auch nicht alles veröffentlicht, was wir können."

Quelle: MDR/kf/fg

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 08.12.2019 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 09. Dezember 2019, 11:57 Uhr

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