#DD2408 Live-Ticker zur #unteilbar-Demo in Dresden

Kurz vor den Landtagswahlen in Sachsen hat das Bündnis Unteilbar für heute zu einer Demonstration in Dresden aufgerufen. Menschen aus ganz Deutschland protestieren gegen einen Rechtsruck in der Gesellschaft und sprachen sich für Toleranz und Weltoffenheit aus. Die Veranstalter gehen von mindestens 40.000 Teilnehmern aus. Wir halten Sie im Ticker auf dem Laufenden.

Bilder von der #unteilbar-Demo in Dresden

Auftritt Silbermond bei #unteilbar
Bildrechte: xcitePRESS
Auftritt Silbermond bei #unteilbar
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Auftritt Silbermond bei #unteilbar
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Auftritt Silbermond bei #unteilbar
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Anhänger des Bündnisses #unteilbar stehen während der Abschlusskundgebung zum Ende einer Demonstration des Bündnisses auf der Cockerwiese.
Bildrechte: dpa
Anhänger des Bündnisses #unteilbar stehen während der Abschlusskundgebung zum Ende einer Demonstration des Bündnisses auf der Cockerwiese.
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Anhänger des Bündnisses #unteilbar stehen während der Abschlusskundgebung zum Ende einer Demonstration des Bündnisses auf der Cockerwiese.
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Zwei Männer und eine Frau stehen auf einer Bühne
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Ansa Sauermann bei Unteilbar in Dresden
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Max Herre bei Unteilbar in Dresden
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Max Herre bei Unteilbar in Dresden
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Max Herre bei Unteilbar in Dresden
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Max Herre bei Unteilbar in Dresden
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Max Herre bei Unteilbar in Dresden
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Max Herre bei Unteilbar in Dresden
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Unteilbar in Dresden
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Unteilbar in Dresden
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21:30 Uhr | Schluss auf der Bühne und Ticker-Ende

Mit einem eindringlichen Appell an die Menschlichkeit und einen Dank an die unzähligen ehrenamtlichen Helfer ist das Bühnenprogramm zu Ende. Wir beenden unseren Ticker an dieser Stelle.

21:06 Uhr | Woods of Birnam beschließen musikalischen Part

Die Dresdner Band Woods of Birnam um Sänger und Schauspieler Christian Friedel bilden den Abschluss auf der Unteilbar-Bühne. Auch er wendet sich mit einer politischen Botschaft an das Publikum. "Wir sind Woods of Birnam aus der tolerantesten Stadt Deutschlands, aus Dresden", begrüßte Friedel die Zuhörer. "Diesen Spruch sagen wir immer, wenn wir in die Welt hinaus ziehen und auf Tour gehen. Manchmal führt das zu einem großen Lacher. Und wir hoffen, dass es eines Tages so ist, dass es zu keinem Lacher führt, sondern zu Jubelstürmen."

Friedel erklärte, er hoffe, dass bei den Landtagswahlen in der kommenden Woche in Brandenburg und Sachsen die Ostdeutschen mit einem bunten und keinem blauen Auge davonkommen.

Christian Friedel, Sänger der Band Woods of Birnam
Bildrechte: imago/Sven Simon

Wir sind selber immer eine Band, die dachte, wir sind eigentlich keine politische Band. Aber Politik fängt eigentlich schon im Kleinen an. Sie fängt in der Familie an und sie fängt im Umgang miteinander an. Und deshalb finde ich es ein richtiges Zeichen zu sagen: Wir sind unteilbar.

20:50 Uhr | Sebastian Krumbiegel: Nicht nur gegen etwas sein

Die Kundgebung auf dem Cockerwiese nähert sich dem Ende. Sebastian Krumbiegel spricht zwischen seinen drei Songs darüber, dass man nicht nur gegen etwas sein sollte. Es sei konstruktiver, sich für Dinge einzusetzen. Außerdem betont er, dass es wichtig sei, mit Leuten zu reden und rief die Menschen zur Landtagswahl am kommenden Wochenende auf.

20:30 Uhr | Emotionales Statement von Silbermond

Silbermond-Sängerin Stephanie Kloß gibt ein emotionales Statement ab. "Wir sind hier, um für die Idee einer demokratischen, solidarischen und freien Gesellschaft ein Zeichen zu setzen", erklärt sie vor tausenden Zuschauern auf der Cocker-Wiese. Die Zukunft könne nur gemeinsam gemeistert werden und sie sei sicher, dass der Großteil der Menschen ihre Idee teile. "Lasst uns gern darüber streiten, wo Freiheit Grenzen und Regeln braucht. Aber lasst uns dabei nicht vergessen, dass wir Mensch sind und zwar Mensch mit Herz." Nazijargon und übles Gedankengeut dürften nicht salonfähig werden. Es sei keine Frage, dass die gesellschaftlichen Umbrücke Angst auslösen. Aber deshalb dürfe die Zukunft nicht Populisten und Extremisten überlassen werden.

Auftritt Silbermond bei #unteilbar
Bildrechte: xcitePRESS

Aus der Rede von Silbermond "Fakt ist eins: Wir brauchen keinen Hass, wir brauchen keinen Extremismus, wir brauchen keine Gewalt - egal von welcher Seite.

Wisst ihr, wir stehen hier als Band aus Bautzen. Und es tut weh, dass manche den Osten generalverhaften als braunes Nest. Die Probleme sind nicht zu verharmlosen. Aber wir wissen eben auch, dass hier Menschen leben, hoffnungsvoll, optimistisch und mit dem Herz am richtigen Fleck. Und genau diese Menschen sind immer noch in der Mehrheit.

Geht zur Wahl, trefft die richtige Entscheidung und lasst euch nicht verarschen."

20:15 Uhr | Silbermond auf der Bühne

Die Bautzener Band Silbermond beginnt mit ihrem Konzert auf der #unteilbar-Bühne.

Silbermond bei Unteilbar
Bildrechte: MDR/Katrin Tominski

20:12 Uhr | Erstes Zwischenfazit der Polizei

Die Polizeidirektion Dresden berichtet in einem ersten Zwischenfazit von einem friedlichen Verlauf der Demonstration. Entlang der Aufzugstrecke seien heruntergerissene Wahlkplakate und Graffitis festgestellt worden. In diesem Zusammenhang seien die Personalien eines 18 Jahre alten Deutschen und eines 36-jährigen Dänen aufgenommen worden. "Unabhängig von der Versammlung müssen sich acht Personen wegen des Verdachts des Hausfriedensbruchs verantworten. Sie hatten sich widerrechtlich Zutritt zu einem Mehrfamilienhaus an der Grunaer Straße verschafft und mehrere Plakate entrollt", heißt es weiter. Auch der auf der Grunaer Straße/Straßburger Platz festgestellte Mann mit einem Hakenkreuz an der Wade (siehe 16:30 Uhr) stehe nicht in Zusammenhang mit dem Versammlungsgeschehen.

19:50 Uhr | Öffentlich wieder Sagbares ist sehr beunruhigend

Zwei Männer und eine Frau stehen auf einer Bühne
Georg Zimmermann, Landesjugendpfarrer der evangelisch-lutherischen Landeskirche Sachsen, Said Barkan, Zentralrat der Muslime und Nora Goldenbogen, Vorsitzende der jüdischen Gemeinde zu Dresden (v.l.n.r.) Bildrechte: xcitePRESS

Nora Goldenbogen, Vorsitzende der jüdischen Gemeinde zu Dresden, zeigte sich beunruhigt angesichts der vielen öffentlich wieder sagbaren nazistischen Parolen. Aber Angst und Sichzurückziehen sei keine Lösung.

Wir brauchen eine solidarische und offene Gesellschaft.

Nora Goldenbogen Vorsitzende der jüdischen Gemeinde zu Dresden

19:45 Uhr | Rassimus keinen Platz lassen

Georg Zimmermann, Landesjugendpfarrer der evangelisch-lutherischen Landeskirche Sachsen sagte, er empfinde es als Privileg, hier dabei sein zu können und zu spüren, "dass wir uns zuhören". Er fände es unerträglich, dass nur ausgewählten Menschen Religionsfreiheit zugestanden werde. Zudem sei es unerträglich, dass einerseits unterlassene Hilfeleistung unter Strafe stehe aber dennoch ungestraft weggeschaut werde.

Wir dürfen Rassismus in uns selbst und in der Gesellschaft keinen Platz lassen.

Georg Zimmermann Landesjugendpfarrer der evangelisch-lutherischen Landeskirche Sachsen

19:40 Uhr | "Wir müssen alle mobilisieren, die demokratischen Parteien zu wählen."

Said Barkan, Zentralrat der Muslime, sagte bezugnehmend auf die Veranstaltung heute: "Wir zeigen, dass wir unsere Werte und unsere Menschlichkeit nicht den Nationalisten und Rechtsradikalen überlassen wollen." Mit Blick auf die Landtagswahl sagte Barkan: "Wir müssen alle mobilisieren, die demokratischen Parteien zu wählen."

19:25 Uhr | Ansa Sauermann tritt auf

Ansa Sauermann singt unter anderem ein Lied über Dresden mit dem Titel "Tal der Ahnungslosen". Darin bezeichnet er Dresden als "verirrte Stadt mit zwei Gesichtern".

Ansa Sauermann bei Unteilbar in Dresden
Bildrechte: MDR/xcitePress

19:20 Uhr | "Ich bin begeistert von der Vielfalt dieser Stadt"

Der stellvertretende Intendant der Semperoper Johann Casimir Eule sagte in seiner Rede auf der Bühne, er sei vor einem Jahr aus Westdeutschland mit einem etwas mulmigen Gefühl nach Dresden gekommen. Aber er sei begeistert von der Vielfalt dieser Stadt und auch von der Veranstaltung heute.

19:10 Uhr | Das sagen Teilnehmer

Zwei ältere Frauen sitzen auf einer Wiese
Renate Weber aus Gießen von "Omas gegen Rechts" (li.): "Ich bin hier, weil ich Angst habe. Ich bin von Nazi-Lehrern erzogen worden. Ich habe meine Wohnung wegen Nazis verlassen müssen, weil es zu gefährlich war dort zu wohnen. Und das alles im Westen – 50 Kilometer von Frankfurt entfernt. Ich habe mich lange nur um meinen Beruf gekümmert. Und jetzt stelle ich fest: Es ist unglaublich viel passiert, ohne dass ich richtig hingeguckt habe – und jetzt gucke ich hin. Jetzt finde ich zurück zu meinem Widerstand, den ich als junge Frau geleistet habe. Und so machen das die anderen Omas auch." Bildrechte: Katrin Tominski

19:00 Uhr | Kunst an der Cockerwiese

Augen auf e.V aus Löbau hat Hunderte Schuhpaare an der Cockerwiese aufgestellt, um an die im Mittelmeer ertrunkenen Geflüchteten zu erinnern.

Unteilbar in Dresden
Bildrechte: MDR/Julian Theil

18:55 Uhr | Teilnehmerzahl noch einmal gestiegen

Eine Mitorganisatorin von Unteilbar spricht auf der Bühne von 40.000 Menschen, die sich heute an der Demonstration durch Dresden beteiligt haben.

18:35 Uhr | Max Herre & Co treten auf

Auf der Cockerwiese treten Max Herre, Fatoni und Sugar MMFK, Megaloh und DJ V.raeter auf.

Max Herre bei Unteilbar in Dresden
Bildrechte: xcitePress

18:30 Uhr | "Wir geben die Menschenrechte nicht auf."

Markus Beeko, Generalsekretär der deutschen Sektion von Amnesty International erklärte in seiner Rede: "Wir geben die Menschenrechte und die offene Gesellschaft nicht mehr her. Wir geben sie nicht auf." Menschenrechte seien unteilbar.

Wenn man über die Gesellschaft von morgen rede, reiche Klima- und Umweltschutz nicht, so Beeko weiter. "Wir müssen dafür eintreten, dass Menschenrechte Grundlage für unsere Gesellschaft von morgen sind und bleiben."

Er appellierte: "Lasst uns weiter gemeinsam für diese Utopie eintreten, lasst uns so wie heute hier die Stimme laut gegen Rassismus und Ausgrenzung und für Menschenrechte erheben. Bleibt mutig."

18:25 Uhr | "In welcher Welt wollen wir leben?"

Carolin Emcke bei Unteilbar in Dresden
Bildrechte: xcitePress

Publizistin und Philosophin Carolin Emcke appellierte an alle Menschen, sich zu fragen, wie sie leben wollen und in welcher Welt sie leben wollen. Sie sprach sich für ein gerechteres ökologisches und freies Miteinander aus. Globalisierung müsse faire Teilhabe ermöglichen. Emcke erhielt 2016 den Friedenspreis des deutschen Buchhandels.

Wir müssen nicht gleich sein, um gleichwertig zu sein. Vielfalt ist keine Bedrohung, Vielfalt ist Realität.

Carolin Emcke Publizistin und Philosophin

18:15 Uhr | Ministerpräsident Kretschmer: "Es muss es legitim sein, wenn die CDU und ich Abstand von einer Teilnahme nehmen."

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer zollte den Teilnehmern Respekt und befand es für gut, dass Menschen die Demokratie und den Rechtsstaat verteidigen möchten. Dennoch könne er als CDU-Vorsitzender und Ministerpräsident nicht bei einer Veranstaltung dabei sein, "bei der auch Kräfte wie die Antifa mit von der Partie sind. Der Zweck heiligt nicht immer die Mittel", ließ Kretschmer mitteilen.

Es gebe Punkte, in denen Unteilbar und er beziehungsweise die CDU auseinanderlägen - beispielsweise bei der Seenotrettung im Mittelmeer oder dem sächsischen Polizeigesetz. "Deswegen muss es legitim sein, wenn die CDU und ich Abstand von einer Teilnahme nehmen. Ich habe lange darüber nachgedacht, und es war keine einfache Entscheidung."

17:55 Uhr | Sänger Enno Bunger: "Geht wählen!"

Unteilbar in Dresden
Bildrechte: xcitePress

Sänger Enno Bunger kritisiert zu Beginn seines Auftritts, dass die CDU an der Unteilbar-Veranstaltung nicht teilgenommen hat. Schon zuvor war das in den Sozialen Medien immer wieder thematisiert worden. Am Ende seines Auftritts appelliert Bunger an alle: "Geht wählen!"

17:30 Uhr | Sprecher von "Pödelwitz bleibt" meldet sich zu Wort

Jens Hausner, Sprecher vom Bündnis "Pödelwitz bleibt", spricht sich in einer Videobotschaft gegen den weiteren Ausbau des Braunkohletagebaus in Pödelwitz aus. Er sei schon jetzt bis 2040 genehmigt, obwohl Deutschland bis 2038 ausgestiegen sein muss.

Hausner kritisierte die sächsische Regierung, weil sie die Pläne weiter unterstütze, Dörfer wegen des Braunkohletagebaus abzubaggern. Hausner erklärte, sein Bündnis kämpfe nicht nur für den Erhalt der vom Kohleabbau bedrohten Dörfer, sondern damit auch für den Erhalt der Lebensgrundlagen aller Menschen auf der Welt.

Politik muss auch in Deutschland erkennen, dass Gewinnmaximierung zur Zerstörung der Lebensgrundlagen führt. Niemand hat ein Privileg auf eine besondere Lebensqualität.

Jens Hausner Sprecher des Bündnisses "Pödelwitz bleibt"

17:15 Uhr | Warum sind Sie bei Unteilbar dabei?

17:10 Uhr | Abschlusskundgebung mit Musik im Livestream

16:55 Uhr | Max Herre bei Unteilbar

Max Herre bei Unteilbar in Dresden
Bildrechte: MDR/Julian Theil

Auch Max Herre wird heute auf der Cockerwiese auftreten. Er sagte einem MDR-Reporter: "Ich bin hier, weil rechte Politik nicht mehr nur schlimmer und hinter vorgehaltener Hand und in verschlossenen Zimmern stattfindet, sondern institutionell wird. Weil sie Landtage stürmen und es Institutionen gibt mit Leuten rechter Gesinnung. Das ist eine neue Dimension, der wir uns alle stellen müssen. Da ist es wichtig, dass man seine Position laut und deutlich vertritt."

16:45 Uhr | Erste Künstler auf Cockerwiese

Banda Communale bei Unteilbar in Dresden
Bildrechte: xcitePress

Zu den ersten Künstlern, die auf der Cockerswiese spielen, gehört Banda Internationale.

16:38 Uhr | Ermittlungen wegen Hakenkreuz-Wade

In der Nähe der Grunaer Straße, an der die Demonstration entlang führt, haben Polizeibeamte einen Mann mit einem Hakenkreuz auf der Wade festgestellt. Sie haben eine Anzeige aufgenommen und Ermittlungen eingeleitet.

16:25 Uhr | Veranstalter gehen von mindestens 35.000 Teilnehmern aus

Die Organisatoren des Bündnisses "Unteilbar - Solidarität statt Ausgrenzung" gehen aktuell von mindestens 35.000 Demo-Teilnehmern aus.

16:20 Uhr | Lifeline-Kapitän sendet Videobotschaft

Eigentlich sollte Mission Lifeline-Kapitän Claus-Peter Reisch auf der #unteilbar-Kundgebung in Dresden sprechen. Das ist wegen eines Einsatzes nicht mehr möglich. Reisch sendet den Teilnehmern aber eine Videobotschaft, die dort am Nachmittag gezeigt werden soll.

16:15 Uhr | "Ohne Grenzen - auch im Kopf"

Richard Stratenschulte aus Dresden sagte einer MDR-Reporterin: "Es gibt viele Gründe, hier zu sein. Für mich ist der erste Grund, weil ich in der Kultur tätig bin. In der Kultur ist es von grundlegender Bedeutung, frei arbeiten zu können ohne Grenzen - auch im Kopf."

Außerdem sei er dabei, weil er in einer Familie lebe, die zur Hälfte nicht aus Deutschen besteht. Andere Sprachen seien auch immer eine große Bereicherung. Und "es ist so schön, wenn es eine Mutter- und auch eine Vatersprache gibt."

16:10 Uhr | Ende des Demo-Zuges passiert Albertbrücke

Die letzten Teilnehmer des Demo-Zuges passieren soeben das Innenministerium und werden dann über die Albertbrücke zur Cockerwiese gehen. Die ersten Autos fahren auch schon wieder auf den zwischenzeitlich gesperrten Strecken.

Unteilbar Dresden
Nach und nach kommen die Demo-Teilnehmer an der Cockerwies an. Bildrechte: xcitePress

16:05 Uhr | Pflegebranche demonstriert auch

Unteilbar in Dresden
Bildrechte: MDR/Katrin Tominski

16:00 Uhr | Ausgelassene Stimmung

15:35 Uhr | Eine Demo und zwei volle Brücken

Unteilbar Dresden
Der Demo-Zug führt vom Altmarkt über die Sankt Petersburger Straße, dann über die Carolabrücke an der Staatskanzlei vorbei über die Wigardstraße, anschließend über die Albertbrücke, Sachsenplatz, Güntzstraße bis zur Cockerwiese. Bildrechte: xcitePress

Wie eine MDR-Reporterin berichtet, sind derzeit so viele Menschen im Demonstrationszug unterwegs, dass beide Brücken (Carola- und Albertbrücke) über die der Demo-Zug führt, voller Menschen sind. Die ersten Demo-Teilnehmer sind bereits an der Cockerwiese angekommen.

15:30 Uhr | Bunter Protest

15:25 Uhr | Für Klimapolitik und solidarische Gesellschaft

Unteilbar in Dresden
Anna (li.)und Lena (re.) bei Unteilbar Bildrechte: MDR/Katrin Tominski

Mit im Demo-Zug: Anna aus Erlangen und Lena aus Aalen. Beide interessieren sich für andere Ländern und gehen demnächst mit Hilfe des Eine-Welt-Vereins aus Leipzig für ein Jahr nach Italien.

Ich gehe hier mit, weil sich bei der Klimapolitik unbedingt was ändern muss.

Anna aus Erlangen

Die Gesellschaft soll solidarischer werden. Die Leute sollen Zivilcourage haben und nicht wegschauen. Und die AfD steht einer solchen Gesellschaft entgegen.

Lena aus Aalen

15:20 Uhr | Letzte Wagen starten am Altmarkt

Die letzten Demonstrationsteilnehmer starten gerade am Altmarkt.

15:10 Uhr | Katja Meier (Grüne): "Herz auf, Angst raus"

Auch die sächsischen Grünen unterstützen Unteilbar in Dresden. Wie Spitzenkandidatin Katja Meier sagte, zählt es in diesen Tagen und Wochen mehr denn je rauszugehen, laut und sichtbar zu sein, für ein weltoffenes, ökologisches und gerechtes Sachsen. "Unsere Botschaft ist klar - Herz auf. Angst raus!" Katja Meier ist mit Wolfram Günther, Katrin Göring-Eckhardt und Anna-Lena Baerbock bei Unteilbar dabei.

14:55 Uhr | Viele Familien mit kleinen Kindern und Jugendliche

Unteilbar Dresden
Bildrechte: xcitePress

MDR-Reportern zufolge sind sehr viele Familien mit kleinen Kindern, Jugendliche und ältere Paare im Demonstrationszug dabei. Sie schätzen die Teilnehmerzahl auf etwa 20.000 Menschen. Erste Zahlen der Veranstalter werden gegen 16 Uhr bekannt gegeben.

14:40 Uhr | Rico Gebhardt (Linke): "Protest gegen wachsende Ungleichheit"

Die sächsische Linke unterstützt die Demonstration ebenfalls. Wie Spitzenkandidat Rico Gebhardt sagte, Unteilbar sei Ausdruck eines Protestes, der sich nicht gegen einzelne Menschen richte, sondern gegen wachsende Ungleichheit, gegen den Abbau von Grundrechten und gegen Ausgrenzung. Neben Rico Gebhardt nehmen unter anderem auch Katja Kipping, Bernd Riexinger und Antje Feiks an der Demo teil.

14:35 Uhr | Wilsdruffer Straße voller Menschen

Der Demonstrationszug hat die Carolabrücke erreicht. Laut Polizei kann es zu kurzfristigen Straßensperrungen kommen. Außerdem sei die komplette Wilsdruffer Straße mit Versammlungsteilnehmern gefüllt.


14:15 Uhr | Demo-Zug setzt sich in Bewegung

Unteilbar Dresden
Bildrechte: xcitePress

Die Demonstration hat begonnen. Die Stimmung ist MDR-Reportern zufolge bestens. Insgesamt 89 Wagen ziehen jetzt durch die Dresdner Innenstadt. Da der Demo-Zug so lang ist, musste der erste Wagen am Pirnaischen Platz starten.

14:10 Uhr | Vereine und Verbände bei #unteilbar

13:45 Uhr | Integrationsministerin Köpping: "Sachsen ist kein brauner Fleck auf der Deutschlandkarte"

Unteilbar Dresden
Sachsens Integrationsministerin Petra Köpping (li.) hat ihre SPD-Parteikollegen im Schlepptau: Eva-Maria Stange, Sawsan Chebli, Olaf Scholz und Martin Dulig (v.l.n.r.) Bildrechte: xcitePress

Sachsens Integrationsministerin Petra Köpping betonte zur Auftaktkundgebung: "Von dieser Demonstration geht ein wichtiges Zeichen über die Grenzen von Sachsen hinweg hinaus. Wir wollen zeigen, dass sich in Sachsen viele Menschen mit denjenigen solidarisieren, die ihre Heimat aufgrund von Krieg und Terror verlassen mussten."

Sachsen sei nicht "ein brauner Fleck auf der Deutschlandkarte", sagte Köpping. Es gebe eine große Anzahl an Menschen, die sich für einen bunten, weltoffenen und friedlichen Freistaat einsetzten. Die Teilnehmer der Demonstration zeigten alle Gesicht und würden sich gegenseitig Kraft und Mut geben, weiter "für die Werte einzustehen, die uns so wichtig sind", so Köpping weiter.

13:25 Uhr | Markus Schlimbach (DGB): "Ich will keine Angst haben"

Markus Schlimbach, DGB-Vorsitzender in Sachsen appellierte in seiner Rede: "Lassen wir unser Handeln und Engagement nicht von Angst leiten, sondern von Mut. Wir müssen als Bürger Rückgrat zeigen, den Mund aufmachen und Hass und Intoleranz widersprechen."

Leider gebe es immer wieder ganz persönliche Gewalt- und Morddrohungen gegen engagierte Menschen, Politiker und Gewerkschafter, sagte Schlimbach. Trotz dieses Klimas, welches bewusst geschürt wird, wolle er sich nicht in diesen Strudel der Angst begeben. "Ich will keine Angst haben", so Schlimbach.

13:15 Uhr | Alkohol- und Hundeverbot

Auf dem Altmarkt wurden die Auflagen der Veranstaltung verlesen. Es gilt Alkoholverbot. Es dürfen keine Hunde im Demonstrationszug mitlaufen. Ausnahmen gelten für Blindenhunde. Banner dürfen nicht größer als fünf Meter sein. Und es dürfen keine Lücken im Demonstrationszug sein, die größer als zehn Meter sind.

13:10 Uhr | Omas gegen Rechts

Unteilbar Dresden
Bildrechte: Katrin Tominski

Mit in Dresden dabei: Omas gegen Rechts. Greta Schmidt erzählt, sie sei nicht nur für sich dabei, sondern auch für ihre Enkelkinder. Die Omas gegen Rechts seien inzwischen bundesweit vernetzt. Auf dem Altmarkt bekam die Rednerin der Omas gegens Rechts den stärksten Applaus.

Ich bin alt genug, um zu wissen, wo das hinführt. Das hatten wir schon mal. Deswegen engagiere ich mich gegen Rechts.

12:44 Uhr | Suche nach schattigen Plätzen

Am Altmarkt und rundherum haben sich nach Schätzungen einer MDR-Reporterin aktuell etwa 8.000-10.000 Menschen versammelt. Die meisten halten sich noch an schattigen Plätzen in den Straßen und Gassen am Altmarkt auf. An der Hauptbühne werden unterdessen die Ordner eingewiesen.

12:25 Uhr | Sonderzug aus Berlin ausgefallen

Wie eine MDR-Reporterin berichtet, ist der erste Sonderzug aus Berlin ausgefallen, deshalb war der zweite Zug mit mehr als 1.700 Demo-Teilnehmern maßlos überfüllt. Der Zug kommt in Kürze in Dresden an. Zahlreiche Demonstranten sind zudem extra mit Reisebussen nach Dresden gekommen. Einige sollen auf der A4 noch im Stau stehen.

#unteilbar Dresden
Bildrechte: xcitePRESS

12:18 Uhr | Bühnenprogramm am Altmarkt

#unteilbar Dresden
Bildrechte: xcitePRESS

Am Altmarkt hat das Bühnenprogramm begonnen, gegen 13 Uhr werden die ersten Reden gehalten. Christina F., gebürtige Polin mit deutscher Staatsbürgerschaft, ist mit ihrem 2-jährigen Sohn hier. Im Gespräch mit einer MDR-Reporterin sagt sie, sie will ein Statement setzen, für Vielfalt und gegen Rassismus. Und sie hoffe, dass der Platz hier noch voller wird.

12:03 Uhr | Diskussion um Videoüberwachung

#unteilbar Dresden
Auf dem Dach der Altmarktgalerie (Ecke Wilsdruffer Straße) steht eine Kamera. Bildrechte: xcitePRESS

Im Netz wird schon den ganzen Tag darüber diskutiert, warum die Polizei die Veranstaltung heute mit Kameras überwacht. Die Polizei erklärt dazu auf Twitter, die Kameras seien "aufgrund der Größe der heutigen Veranstaltung zur Lenkung und Leitung des Einsatzes nötig".

Weiter heißt es: Für den Kameraeinsatz sei Paragraf 20 Absatz 2 des Sächsischen Versammlungsgesetzes die Rechtsgrundlage. Dadurch sei die Übertragung von Übersichtsbildern für die Lenkung und Leitung des Polizeieinsatzes legitimiert. Keine der Kameras nehme auf, es werde also lediglich das Bild übertragen.

11:47 Uhr | Sperrung Wilsdruffer Straße

Die Wilsdruffer Straße wird ab 12 Uhr für den Verkehr gesperrt. Die Straßenbahnen fahren vorerst weiter.

11:31 Uhr | Die Vorbereitungen laufen

10:56 Uhr | Silbermond probt auf der Cockerwiese

09:10 Uhr | Zahlreiche Verkehrseinschränkungen in der Innenstadt

Einheimische und Besucher werden heute in Dresden flexibel und gut zu Fuß sein müssen. Nicht nur, dass der gesamte Altmarktbereich und Teile der Wilsdruffer Straße dicht sind - bis zum Abend werden in der inneren Altstadt, der Pirnaischen Vorstadt und im Regierungsviertel immer wieder Straßen und Plätze zeitweise gesperrt.

Dazu haben die Dresdner Verkehrsbetriebe operative Umleitungen angekündigt, die sich zwischenzeitlich mehrmals ändern können. Betroffen sind sämtliche Straßenbahnlinien und die Buslinie 62. Fahrgäste werden über Twitter, die DVB-Handy-App und die elektronischen Abfahrtstafeln auf dem Laufenden gehalten, zudem sind zehn zusätzliche Info-Teams als direkte Ansprechpartner unterwegs.

Quelle: MDR/cnj

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 24.08.2019 | 19:00 Uhr

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Zuletzt aktualisiert: 24. August 2019, 21:30 Uhr

184 Kommentare

ralf meier vor 3 Wochen

Da wurden in Berlin nicht auf irgendeiner sondern auf einer 'Unteilbar Demo' wie in Dresden Demonstranten mit einer Deutschlandfahne gewalttätig angegangen und was meinen Sie dazu.

'Wenn man sich schlecht benimmt, und den ausdrücklichen Wunsch eines Veranstalters zu ignorieren ist nun mal kein gutes Benehmen, der kann auf Leute treffen, die dafür kein Verständnis haben. '

Was ich dazu meine und wie ich Ihre Einstellung zu solchen gewaltsamen Übegriffen einschätze behalte ich bei einer Moderation, die ihre Antwort freischaltete und meinen ersten Antwortversuch in ihrem ganz eigenen Sprachgebrauch 'nicht freischaltete' lieber für mich, da ich ausdrücklich Wert auf die Freischaltung dieser Rückmeldung lege.

Ekkehard Kohfeld vor 3 Wochen

Wir haben sogar deutlich mehr als 10 Flüchtlinge aufgenommen.##

Ich spreche nicht von "wir" sondern ihnen persöhnlich,uns sie haben uns mitgeteilt sie hätten keine passenden bekommen,schon wieder eine Lüge?

Ekkehard Kohfeld vor 3 Wochen

Wie viele Teilnehmer waren da den? 0?
Dann ist 40.000 eine sehr deutliche Mehrheit.
Achja, und am Sonntag stehen einige Wahlen an, da wird die Mehrheit dann ganz genau ausgezählt. :-)
##
Aber weder gegen Dresden,s Bevölkerung noch gegen das deutsche Volk und das sind die Mehrheiten die in eine Demokratie zählen
oder wie geht Demokratie?
Haben sie die Mathe neu erfunden????????

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