18.10.2019 | 10:46 Uhr | Update Schlag gegen Menschenhandel und Zwangsprostitution in Dresden

Prostituierte
(Symbolbild) Bildrechte: colourbox

In Dresden haben Staatsanwaltschaft, Bundeskriminalamt und Polizei mehrere Wohnungen und Bordelle durchsucht. Wie die Behörden am Freitag mitteilten, fand die Razzia wegen schwerer Zwangsprostitution und gewerbsmäßigem schwerem Menschenhandel am Mittwoch statt. Vier Bulgaren wurden nach Angaben der Staatsanwaltschaft Dresden festgenommen.

Gegen die zwei Männer und zwei Frauen lagen Haftbefehle vor. Ihnen wird vorgeworfen, seit 2016 in Bulgarien Mädchen und junge Frauen unter Vorspiegelung falscher Tatsachen oder mittels Zwangs angeworben und zur Prostitution gezwungen zu haben. Die vier Beschuldigten im Alter zwischen 24 und 43 Jahren wurden dem Haftrichter vorgeführt. Dieser setzte die Haftbefehle gegen drei Beschuldigte in Vollzug. Die 24 Jahre alte Tatverdächtige kam unter Auflagen frei.

Bei den Durchsuchungen wurden 20 Prostituierte angetroffen und vernommen. Zudem wurden rund 20.000 Euro Bargeld, Unterlagen und zahlreiche Datenträger sichergestellt.

Tipp kam von bulgarischen Behörden

Die Ermittlungen wurden aufgrund von Hinweisen der bulgarischen Ermittlungsbehörden eingeleitet, bei denen zwei ehemalige Zwangsprostituierte nach ihrer Rückkehr nach Bulgarien Anzeige erstattet hatten.

Quelle: MDR/cnj

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 18.10.2019 | 10:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden

Zuletzt aktualisiert: 18. Oktober 2019, 10:46 Uhr

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