Pegida-Protest gegen Merkel vor ihrer Ankunft im Albertinum in Dresden, 15. Juli 2019
Pegida-Anhänger protestierten gegen Angela Merkel bei ihrem Besuch in Dresden. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

16.07.2019 | 10:00 Uhr Polizei ermittelt wegen Straftaten bei Merkel-Besuch in Dresden

Pegida-Protest gegen Merkel vor ihrer Ankunft im Albertinum in Dresden, 15. Juli 2019
Pegida-Anhänger protestierten gegen Angela Merkel bei ihrem Besuch in Dresden. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Bei einer Pegida-Demonstration am Rande eines Besuchs von Bundeskanzlerin Angela Merkel am Montagabend in Dresden hat die Polizei nach eigenen Angaben drei Straftaten registriert. Zunächst bewarf demnach ein 20 Jahre alter Teilnehmer der Veranstaltung einen Vertreter der Presse mit einer Plastikflasche. Gegen den Mann werde wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Später zeigte ein 31 Jahre alter Teilnehmer der Versammlung den Angaben zufolge den Hitlergruß. Gegen ihn werde wegen des Zeigens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ermittelt.

Holocaust-Leugner in Polizeigewahrsam

Nach dem Ende der Demonstration soll ein 48-Jähriger im Gespräch mit Gegendemonstranten den Holocaust geleugnet haben. Der Mann sei in Gewahrsam genommen worden, erklärte die Polizei. Es seien Ermittlungen wegen Volksverhetzung eingeleitet worden. Pegida-Anhänger pfiffen die Regierungschefin aus. Etwa 50 Menschen schrien "Hau ab" und "Merkel muss weg", die Pegida-Demonstranten immer wieder bei Auftritten der Kanzlerin benutzen.

Merkel hatte in Dresden an einem Frauennetzwerktreffen des Freistaates Sachsen teilgenommen. Zuvor war sie in Görlitz. Insgesamt waren etwa 300 Beamte im Einsatz.

Quelle: MDR/lam/epd/dpa

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Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 16.07.2019 | 08:00 Uhr in den Nachrichten

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