Rettungswesten hängen gereinigt auf dem Seenotrettungsschiff «Lifeline».
Dresdner Seenotretter wollen wieder Flüchtlingen helfen. Bildrechte: dpa

01.08.2019 | 11:58 Uhr "Mission Lifeline" aus Dresden will wieder Flüchtlinge retten

Rettungswesten hängen gereinigt auf dem Seenotrettungsschiff «Lifeline».
Dresdner Seenotretter wollen wieder Flüchtlingen helfen. Bildrechte: dpa

Die Dresdner Hilfsorganisation "Mission Lifeline" plant einen weiteren Einsatz auf dem Mittelmeer. Der Gründer der Organisation, Axel Steier, sagte MDR SACHSEN, erneut sollen Flüchtlinge aus Seenot gerettet werden. Voraussichtlich in der kommenden Woche soll das neu besorgte Schiff ablegen. Steier kündigte an, alle Aktionen sollen transparent sein. Journalisten seien an Bord und könnten die Rettungseinsätze beobachten und berichten, hieß es. Man werde klar sagen, wo und aus welchem Grund man Menschen rette und wohin diese gebracht werden.

Kapitän im Mai zu Geldstrafe verurteilt

Im Mai war Claus-Peter Reisch, der Kapitän des Flüchtlingsrettungsschiffs "Lifeline" der Dresdner Hilfsorganisation, zu einer Geldstrafe von 10.000 Euro verurteilt worden. Ein Gericht auf Malta sah es das Gericht als erwiesen an, dass das Schiff falsch registriert worden war.

Der 58-Jährige stand auf Malta seit Juli 2018 vor Gericht. Der Prozess hatte sich immer wieder verzögert. Insgesamt gab es acht Verhandlungstage. Das Schiff durfte im Sommer 2018 erst nach tagelanger Irrfahrt mit 234 Flüchtlingen an Bord in Valletta anlegen und wurde danach von Maltas Behörden beschlagnahmt.

Quelle: MDR/lam

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 01.08.2019 | 14:30 Uhr im Regionalreport aus Dresden

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20 Kommentare

02.08.2019 10:57 Fakt 20

>>Tim, #15:
"..sondern über hunderte Kilometer nach Europa"<<
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Nimmt man einen Punkt ca. 100 Kilometer vor der libyschen Küste, sind es nach Lampdusa weniger Kilometer als zu den meisten Häfen in beispielsweise Tunesien. Und da Tunesien auch nicht unbedingt zu den "sicheren Orten" zählt, Libyen ohnehin nicht, ist Lampedusa nun mal der nächste "unbestritten" sichere Ort.

02.08.2019 10:02 Sylter 19

@02.08.2019 07:39 ralf meier
Das ist sachlich falsch. Die Seenotrettung hört erst dann auf, wenn der nächste sichere Hafen erreicht ist.
Was sicher bedeutet und welche Aspekte dabei zu beachten sind, ist m.E. ausreichend, auch juristisch, ausgegelegt worden um einen Transport nach Europa eben nicht als "Schlepperdienst" zu beurteilen.
Natürlich können Sie da anderer Meinung sein. Bei 2 Juristen gibt es ja auch immer 3 Meinungen.

02.08.2019 08:40 Mane 18

Nur Deutschland ist die Oase für Flüchtlinge. Das GG sagt aber was anderes wie auch2015.Auslegen kann man ja ,wie man es braucht.

02.08.2019 07:39 ralf meier 17

@Fakt Nr 10: Selbstverständlich kann man Menschen auch dann, wenn Sie sich aus Kalkül in Seenot begeben, nicht ertrinken lassen. Wenn jedoch diese Menschen nach der Rettung nach Europa verschifft werden, hört die Rettung auf und fängt der Schlepperdienst an.

02.08.2019 07:26 Freiheit 16

Warum wird hier immer noch irrtümlich von Flüchtlingen gesprochen, obwohl alle wissen, daß es sich um Migranten handelt?

02.08.2019 06:27 Tim 15

Seenotrettung ist in Ordnung.
Nicht in Ordnung ist aber, Gerettete nicht in den nächsten sicheren Hafen nach Afrika zu bringen, sondern über hunderte Kilometer nach Europa. Denn das ermuntert weitere, sich in Seenot zu begeben.
Deshalb sollte dem Schleppergeschäft endlich ein Riegel vorgeschoben werden.

01.08.2019 21:44 Hinterfrager 14

Handelt es sich um Rettung oder Schleppertum inkl. Selbstdarstellung?
Diese sogenannten Retter, sind Schuld an diesen ganzen Todesopfern die ertrinken da sie ihnen vermitteln „wir kommen euch retten“. Solange diesen selbsternannten „Rettern“, ich nenne sie lieber Schlepper, nicht Einhalt geboten wird, wird es immer mehr Todesopfer geben.

Fluchtursachen müssen bekämpft und Hilfe zur Selbsthilfe gestellt werden und zwar in dem Land wo sie auftreten. Wir können nicht die halbe Welt alimentieren und beköstigen.

01.08.2019 20:51 Jens 13

In meinen Augen sind das Schlepper, die das vielleicht nicht aus finanziellen Gründen machen sowie ihre Kollegen aus dem richtigen Schlepper geschafft, sondern aus ideologischen Gründen aber es ändert nichts am Fakt. Sie helfen Menschen bei der illegalen Einwanderung und erleichtern den Schleppern Ihr Tagesgeschäft Punkt das ist ein Skandal!

01.08.2019 19:37 Guy Montag 12

Sie "wollen wieder Zudringlinge schleusen" waere realitaetsnaher.

01.08.2019 19:12 NN 11

Was ist eigentlich mit den französischen, niederländischen, kroatischen, spanischen, belgischen, portugiesischen, rumänischen, bulgarischen und griechischen Rettern? Warum kommen nur deutsche Retter in die Schlagzeilen? Gibt es nur deutsche Retter? Können Sie das bitte berichten.

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