26.02.2020 | 16:36 Uhr "Mission Lifeline" aus Dresden hat Flüchtlingsrettungsschiff verkauft

Flüchtlinge stehen am Bug des Rettungsschiffes Lifeline der deutschen Hilfsorganisation Mission Lifeline.
Bildrechte: dpa

Der Dresdner Seenotrettungsverein "Mission Lifeline" hat sein gleichnamiges Schiff verkauft. Der Verkaufserlös für das 32 Meter lange Rettungsschiff liegt den Angaben zufolge im niedrigen fünfstelligen Bereich. Das Geld werde für den Ausbau des neuen Schiffs von Mission Lifeline eingesetzt. Die "Rise Above" soll nach Angaben von Vereinssprecher Axel Steier im Frühjahr auf ihre erste Mission gehen. Allerdinge fehlten noch 50.000 Euro, um die Arbeiten abschließen zu können. Das zweite Schiff des Vereins, die "Eleonore", liegt seit Sommer in Italien fest.

Große Aufmerksamkeit durch Beschlagnahme 2018

Die "Lifeline" war das erste Rettungsschiff de Dresdner Vereins. Sie war seit 2015 im Mittelmeer im Einsatz, zunächst für den Verein "Sea-Watch", ab 2017 dann für "Mission Lifeline", Insgesamt wurden nach Vereinsangaben mehr als 1.000 Flüchtlinge an Bord genommen. 2018 wurde das Schiff auf Malta von den Behörden beschlagnahmt und der Kapitän wegen der angeblich falschen Registrierung des der "Lifeline" angeklagt worden. Anfang dieses Jahre wurden der Kapitän freigesprochen und das Schiff freigegeben. Allerdings konnte es der Verein nicht mehr einsetzen. Deshalb blieben nur der Verkauf oder die Verschrottung.

Quelle: MDR/stt/epd

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 26.02.2020 | 18:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden

Zuletzt aktualisiert: 26. Februar 2020, 16:36 Uhr

1 Kommentar

Freiheit vor 5 Wochen

"Die "Rise Above" soll nach Angaben von Vereinssprecher Axel Steier im Frühjahr auf ihre erste Mission gehen."

Na da freuen sich ja alle schon rieeeßig...

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