22.04.2019 | 11:36 Uhr Dresden geht härter gegen Müllsünder vor - Kaugummi kostet 20 Euro

In Dresden ist die Zahl der Bußgeldverfahren wegen achtlos weggeworfenen Mülls in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Im Vorjahr gab es laut Ordnungsamt 1.439 Verfahren wegen Müllablagerungen. Geahndet wird auch das Ausspucken von Kaugummis oder das Wegwerfen von Pappbechern. Ein achtlos entsorgter Kaugummi wird mit einem Verwarngeld von 20 Euro bestraft. Insgesamt wurden nach Angaben aus dem Rathaus Bußgelder in Höhe von etwa 33.000 Euro verhängt. 2017 waren es etwa 960 Verfahren, 2016 noch 770. Gerade die "Vermüllung" an Stellen, wo Wertstoffcontainer stehen, habe zugenommen, teilte die Behörde mit.

"Müll-Bußgelder" in Chemnitz rückläufig

Auch in Chemnitz werden Menschen, die Müll auf der Straße fallen lassen, zur Kasse gebeten. Die Zahl der geahndeten Ordnungswidrigkeiten ging dort allerdings zurück: Im Vorjahr wurden 19 Anzeigen verzeichnet, 2017 waren es 16, teilte die Stadtverwaltung mit. Schwierig bei der Ahndung sei, dass die Täter auf frischer Tat ertappt werden müssen.

Quelle: MDR/lam/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 23.04.2019 | 05:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus Dresden

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11 Kommentare

23.04.2019 14:54 mattotaupa 11

@#9: also ladendiebe und trickbetrüger laufen lassen, weil wir ja nicht alle mörder gefangen haben? sollte ein staat mit seiner vielzahl an behörden nicht zu multitasking fähig sein? wollen sie über berge von kaugummis und hundekot klettern, weil noch nicht alle straßenschäden auf der autobahn behoben wurden? @#3: mal abgesehen vom verfehlten thema dürfen strafen ruhig so hoch sein, daß der stadt einen einnahmeüberschuß generiert. besteht kein bedarf mehr, muß man keine kontrollen mehr losschicken. jeder hat die vermeidung der strafe selbst in der hand.

22.04.2019 23:04 na so was 10

Welcher "Schlaumeier" hat sich denn das mit den Kaugummis ausgedacht ? Wer soll das vom Ordnungsamt kontrollieren ? Am WE gibt es keine Spätschicht. Wie sieht es aber im Stadtzentrum von Dresden am Wochenende aus ? Beispiel: Sonnabend, 20.04.2019, spätnachmittag: z.B. übervolle Müllkübel Brühlsche Terrasse, Neumarkt, Altmarkt, Prager Straße. Die Leute hatten den Müll in die Müllkübel geworfen, irgendwann sind diese voll, und der Müll liegt verstreut daneben. Es super Anblick, besonders für die Touristen. Es war weder jemand vom Ordnungsamt noch von der Stadtreinigung zu sehen. Und beide Ämter wissen das unter Garantie, wie es aussieht und unternehmen nichts, absolut nichts. Und dann kommt so ein "Schlaumeier" und erzählt was von 20 Euro Strafe für Kaugummiausspucken ! Lächerlicher geht es nicht.

22.04.2019 22:07 NN 9

Werte(r) Denny (6): soooo verkehrt liegt Nt 3 garnicht: Es ist wie Kerzenausblasen im brennenden Haus: Man sollte erst die Grundübel beseitigen, eh man sich den Feinheiten widmet.

22.04.2019 21:46 NN 8

So begrüßenswert ich es finde, Menschen zu bestrafen, die Kaugummis auf den Boden werfen, so schnell verpufft auch das Verfahren: Es ist schon nicht genügend Personal vorhanden um zeitnah wirklich schwere Delikte akribisch zu verfolgen, da wird die Verfolgung dieser Delikte sich ins Gegenteil verkehren: ein ausgesprochenes Verbot, dass nicht verfolgt wird, bewirkt eher die Nichtakzeptanz der verbotsaussprechenden Behörde. Spätestens wenn der erste Kaugummiwurf in unserem Rechtsstaat vorm BVG landet, weil der Werfende nicht den Stein, sondern die Fuge dazwischen traf, zu deren Reinigung die Stadt nicht verpflichtet ist, wird das Verfahren ad absurdum geführt werden. Evtl. sollten sich die "Friday for future" Demonstranten mal dem Einbringen von Plastik in unsere Umwelt vermittels Kaugummi widmen, das wäre endlich mal etwas Sinnvolles!

22.04.2019 20:32 Oma 7

Was ist mit denn Leuten die an den Wohngebieten in den Mülltonnen rumwühlen und alles raus schmeißen und so die Ratten sich freuen da wehre auch eine dicke Geldstrafe fällig und zu wenig

22.04.2019 16:59 Denny 6

@3 sind verfehlen das Thema

22.04.2019 16:26 Feststellung 5

Haben da unser Ministerpräsident und seine Begleitug in Singapur festgestellt, was zu einer sauberen Stadt gehört ? Das Ordnungsamt kann an jeden sonnigen Abend auf den Elbwiesen viel Geld kassieren, denn es wird lustig von den Gästen , Studenten usw. überall gegrillt und der Rest ( einschließlich Windeln )bleibt liegen. Die Strafen können nicht hoch genug sein , wer nicht bezahlen will oder kann bekommt eine farbige Weste verpasst mit der Aufschrift "Müllsünder" und muß mehrere Tage z. B unter Aufsicht in der Neustadt für Ordnung sorgen . Wird das eingenommene Geld auch für die Beseitigung der Schmierereien genommen ??

22.04.2019 15:27 Sachse43 4

Toller Aktionismus.
In China senkt sich eben ein Sack Reis,

22.04.2019 13:46 Henrik Medler 3

Grandios!
Während Egozentrische Politiker, gierige Banker, Grüne Wirtschaftzerstörer, Hundertausende falsche Flüchtlinge und andere Unehrliche täglich unsere Steuergelder verbrauchen, macht man sich Gedanken um ein paar Kaugummis und Pappbecher...

22.04.2019 13:41 Sachse 2

Tollhaus, habe selten von einem schwachsinnigeren Bußgeld gehört. Dresden müsste eigentlich goldene Gehwege haben bei der Vielzahl weggeworfener Kippen, aber die Politiker haben Häete gezeigt.

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