Führungswechsel Neue Rektorin will TU Dresden zur globalen Universität entwickeln

Ursula M. Staudinger
Nach dem Wunsch der neuen Rektorin soll die TU attraktiv für ein großes Altersspektrum an Studierenden werden. Bildrechte: dpa

Die 61 Jahre alte Psychologin Ursula Staudinger hat am Montag ihren Posten als neue Rektorin der Technischen Universität Dresden angetreten. Ihr Wunsch sei es, die TU zu einer "globalen Universität des 21. Jahrhunderts" machen, so Staudinger. Eine solche Universität brauche eine exzellente Forschung und müsse einen Beitrag dazu leisten, Antworten auf Probleme wie Klimawandel oder die demografische Entwicklung zu finden.

Mehr Englisch auf dem Campus

Dabei sehe Staudinger die Universität als "lernende Organisation". Die Chancen der Digitalisierung und Diversität gelte es zu nutzen. Die Lehre soll sich in den kommenden Jahren durch innovative, hybride Lern- und Prüfungsformen, überzeugende Lehrinhalte und eine ausgeprägte Forschungsorientierung sowie Internationalisierung auszeichnen. Sie wünsche sich, dass deshalb auch außerhalb der Lehrveranstaltungen mehr Englisch gesprochen werde.

Die Attraktivität unserer Universität für nationale und internationale Studierende eines breiten Altersspektrums wird wachsen.

Ursula Staudinger Rektorin der TU Dresden

Dabei habe sie auch "ältere Semester" im Blick. Beispielsweise Menschen, die im Alter von 40 oder 50 noch einmal einen anderen Abschluss machen oder sich weiterqualifizieren wollen.

Führungswechsel nach zehn Jahren

Am Montag endet nach zehn Jahren die Amtszeit von Hans Müller-Steinhagen. Seine Nachfolgerin Ursula Staudinger war unter anderem Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, deren Vizepräsidentin sie von 2007 bis 2017 war. Von 1999 bis 2003 war sie schon einmal Professorin an der TU Dresden.

Quelle: MDR/dpa/bj

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 17.08.2020 | 10:00 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden

6 Kommentare

Eulenspiegel vor 8 Wochen

Hallo W. Merseburger
Ich zitiere sie:
 „Ich kann mich ihrer Meinung nicht anschließen, dass Fachrichtungen wie Psychologie, Soziologie und Empirische Sozialforschung zum Portfolio einer TU unbedingt gehören sollen oder müssen. „
Da muss man ganz klar sagen ob ihnen das passt oder nicht sie gehören nun mal zu jeder TU.
Und ich lese in ihrem Beitrag keine Argumente oder sachliche Informationen die gegen Frau Prof. Staudinger sprechen.
Ich könnte jetzt hier darlegen was meiner Meinung nach die Motivation ihrer inhaltsleeren Kommentars ist.Ich lass es.

W.Merseburger vor 9 Wochen

Hallo Eulenspiegel,
das ist ein erneuter Anlauf hier zur Entscheidung über die Chefin der TU Dresden etwas zu sagen. Ich kann mich ihrer Meinung nicht anschließen, dass Fachrichtungen wie Psychologie, Soziologie und Empirische Sozialforschung zum Portfolio einer TU unbedingt gehören sollen oder müssen. Und mit dem Ausdruck "dumme Leute" sind Sie in Ihrem Kommentar über das Ziel hinausgeschossen. Meine Befürchtungen sind, dass Frau Prof. Staudinger (übrigens ein Staudinger war ein berühmter Chemiker) auf zu vielen "Hochzeiten tanzt" und damit seltener in der TU Dresden anwesend ist. Die Aufzählung ihrer gegenwärtigen Aktivitäten bei Wikipedia weisen jedenfalls darauf hin.

Eulenspiegel vor 9 Wochen

Also ich denke diese neue Rektorin wird der TU Dresden gut tun denn sie setzt neue Akzente. Was dumme Menschen natürlich nicht wissen das Solche Fachbereich wie Psychologie, Soziologie oder Empirische Sozialforschung genauso zu einer TU gehören wie jeder andere Fachbereich. Aber vielleicht stoßen sich die Leute ja an der Tatsache das dieses TU Rektorat jetzt eine Frau inne hat. Den Studenten wird es nicht stören. Und den internationalen Ruf der TU wird es vielleicht gut tun. Darauf kommt es an.

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