Demonstrationen Dresdens OB Hilbert ruft zu Protesten gegen Pegida-Jahrestag auf

Dirk Hilbert, Bürgermeisterkandidat Dresden
Dresdens Oberbürgermeister Hilbert hat die Dresdner aufgerufen, sich an den Veranstaltungen gegen den Pegida-Jahrestag zu beteiligen. Bildrechte: Dirk Hilbert

Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert hat die Einwohner der Stadt aufgerufen, rund um den Pegida-Jahrestag gegen die Bewegung Gesicht zu zeigen. Die Dresdner sollten eine der vielen Veranstaltungen besuchen, so Hilbert am Mittwoch. "Auf dass alle, die mit ihrem Rassismus, Hass und Missgunst das Klima in unserer Stadt vergiften, nur einen kleinen irrelevanten Platz in unserer Stadtgesellschaft einnehmen können", schrieb das Stadtoberhaupt in einem am Mittwoch veröffentlichten Appell.

"Vielfältiges und weltoffenes Dresden greifbar machen"

Man wolle für ein Dresden stehen, in dem alle ihr Leben leben können, ohne andere in ihrer Freiheit zu beschränken. "Damit unser vielfältiges und weltoffenes Dresden greifbarer wird, müssen wir ohne Vorbehalte aufeinander zugehen, miteinander reden, einander zuhören und gemeinsam nach Lösungen suchen», erklärte Hilbert. Dafür sollten sich die Dresdner unter den vielen Kundgebungen und Kulturveranstaltungen an diesem Tag diejenige aussuchen, die ihnen am nächsten kommt, um sich einzubringen und zu zeigen, «dass Dresden vielfältig und weltoffen ist und es wirklich etwas zu feiern gibt."

Mehrere Veranstaltungen und Demonstrationen geplant

Die Pegida-Anhänger um ihren vorbestraften Frontmann Lutz Bachmann wollen am 25. Oktober auf dem Dresdner Neumarkt den 6. Jahrestag ihrer ersten Demonstration am 20. Oktober 2014 begehen. Deshalb haben verschiedene Bündnisse und Veranstalter zu Demonstrationen und Gegenveranstaltungen aufgerufen.

Unter dem Motto "Demokratie braucht Rückgrat - gegen Rechtsextremismus und für das bürgerschaftliche Miteinander" rufen CDU, FDP und die Sächsischen Bibliotheksgesellschaft zu einer Gegendemo am 25. Oktober 13.30 Uhr am Altmarkt auf. Auch das Bündnis "Herz statt Hetze" will am Jahrestag demonstrieren. Allerdings hingen Ort und Zeit noch von den Auflagen und der Genehmigung der Pegida-Veranstaltung ab, hieß es.

Auch das Bündnis "Leipzig nimmt Platz" rief dazu auf, sich dem gemeinsamen gegenprotest von Herz statt Hetze, Fridays for Future Dresden, Tolerave, Dresden für Alle, HOPE – fight racism und Dresden Nazifrei anzuschließen.

Quelle: MDR/bj

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 14.10.2020 | 17:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden

36 Kommentare

Udo vor 7 Tagen

Und DAS berechtigt Sie , den User zu beleidigen?
Das Fehlen von Sachargumenten liegt nachweislich auf Ihrer Seite, was die Äußerung gegenüber dem User Berg 11 einmal mehr beweist.

Horst1 vor 7 Tagen

@der Beobachter, woher haben Sie Ihre komischen Informationen? Haben Sie vielleicht in Ihre Glaskugel geschaut? Vielen Leuten, wie auch Ihre Person stößt es gewaltig auf, dass jeden Montag diese Leute friedlich protestieren!

Udo vor 7 Tagen

Und Sie wissen natürlich ganz genau, wie alle Dresdner zu Pegida stehen?
Auch ist es im konkreten Fall plötzlich egal, von AfD und Pegida mit ins Amt gewählt worden zu sein?
Wirklich eigenartig, dass das nicht "rückgängig gemacht werden muss".

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