Angeklagter sitzt vor Beginn der Verhandlung im Sitzungssaal
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Zweieinhalb Jahre Haft Syrer wegen Mitgliedschaft in terroristischer Vereinigung verurteilt

In Dresden ist ein Syrer wegen Mitgliedschaft in einer terroristischer Vereinigung verurteilt worden. Der Mann bekam zweieinhalb Jahre in Haft. Sein Verteidiger kündigte Revision gegen das Urteil an.

Angeklagter sitzt vor Beginn der Verhandlung im Sitzungssaal
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Das Oberlandesgericht in Dresden hat einen Syrer zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt. Der Staatsschutzsenat sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte Mitglied in einer terroristischen Vereinigung war.

Nach Überzeugung der Richter hat sich der Syrer im Februar 2013 für mindestens sechs Monate der Kampfgruppe Saraya al-Furat angeschlossen. Diese habe in der Provinz Ar Raqqa mit Rebellengruppen wie der radikal-islamischen al-Nusra-Front gekämpft. Demnach war der 1977 geborene Angeklagte Anführer einer kleinen Untereinheit, die an einem Militärflughafen der Regierungstruppen stationiert war sowie ein erobertes Ölfeld bewachte.

Für eine Mitgliedschaft in der al-Nusra-Front und der Terrormiliz Islamischer Staat sahen die Richter keinen Nachweis und sprachen den Beschuldigten von diesen Anklagepunkten frei. Die Generalstaatsanwaltschaft hatte drei Jahre und vier Monate Haft gefordert, der Verteidiger hatte auf Freispruch plädiert.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Verteidiger kündigte Revision gegen das Urteil an. Der 2017 bei Leipzig festgenommene Beschuldigte bleibt auf freiem Fuß.

Quelle: MDR/jr/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 05.12.2018 | 18:00 Uhr in den Nachrichten

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Zuletzt aktualisiert: 05. Dezember 2018, 18:32 Uhr

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