Nach Waffenfund in Thüringen "Abrüstung": Panzerabwehrkanone geht nach Dresden

Kuriose "Abrüstungsmaßnahme" bei der Polizei in Heiligenstadt: Vom Gelände der dortigen Polizeidienststelle ist am Dienstag eine Panzerabwehrkanone sowjetischer Bauart auf die Reise von Thüringen nach Dresden gegangen. Ein Polizist hatte die Kriegswaffe im Juli 2019 während einer Streife in einem Dorf im nordwestlichen Eichsfeld in einer offenen Lagerhalle entdeckt, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Die Panzerabwehrkanone habe damals sichergestellt werden müssen, weil unklar war, ob das Gerät unbrauchbar gemacht worden war.

Sowjetische Panzerabwehrkanone
Die sowjetische Panzerabwehrkanone wird nun ein Museumsstück. Bildrechte: MDR/Polizeiinspektion Nordhausen

Waffe wird jetzt Museumsstück

Gegen den damals 61-jährigen Eigentümer waren Ermittlungen wegen des Verdachtes des Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz eingeleitet worden. Das Verfahren gegen den Mann wurde jedoch eingestellt. Die etwa 7,5 Meter lange und rund zwei Tonnen schwere Waffe wurde seit Juli letzten Jahres in einer Garage auf dem Gelände der Polizeidienststelle in Heiligenstadt aufbewahrt. Sie wird den Angaben zufolge ab sofort im Militärhistorischen Museum der Bundeswehr in Dresden ausgestellt.

Quelle: MDR/dk/dpa

Dieses Thema im Programm MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 25. November 2020 | 15:30 Uhr

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