FDP Parteitag Dresden 2019
Am Sonnabend bestätigten die Delegierten der sächsischen FDP auf dem Parteitag in Dresden den Landesvorsitzenden Holger Zastrow in seinem Amt. Bildrechte: dpa

Vorbereitung auf Landtagswahl Sächsische FDP trifft sich auf Parteitag in Dresden

Die sächsische FPD will zurück in das Landesparlament. Um die Weichen für dieses Projekt zu stellen, trafen sich die Delegierten am Sonnabend in Dresden und wählten einen neuen Vorsitzenden.

FDP Parteitag Dresden 2019
Am Sonnabend bestätigten die Delegierten der sächsischen FDP auf dem Parteitag in Dresden den Landesvorsitzenden Holger Zastrow in seinem Amt. Bildrechte: dpa

Im Kongresszentrum in Dresden hat am Sonnabend der Landesparteitag der sächsischen FDP stattgefunden. Holger Zastrow wurde erneut zum Landesvorsitzenden der Partei gewählt. Er erhielt 64,4 Porzent der Stimmen und damit nur geringfügig mehr, als bei der Wahl zum Spitzenkandidaten auf einem Parteitag im Februar dieses Jahres.

Auch der Generalsekretär Torsten Herbst blieb nach der heutigen Abstimmung in seinem Amt. Der Parteitag dient außerdem als Einstimmung auf den Wahlkampf für die Landtagswahl im September. Auch der Beschluss des Wahlprogramms stand auf der Tagesordnung.

FDP formuliert Ziel für Landtagswahl

Erklärtes Ziel der sächischen FDP ist der Einzug in das Landesparlament. "Möge dieser Parteitag der letzte sein, bei dem die FDP eine außerparlamentarische Opposition ist", so der hoffnungsvolle Appell des Generalsekretärs Herbst. Zudem wolle die Partei wieder in die Regierung. Dazu setzte der Landesvorsitzende Holger Zastrow ein klares Ziel für die Landtagswahl: 10 Prozent der Stimmen sollen erreicht werden, um mit SPD und Grünen gleichzuziehen. Aktuelle Umfragen sehen die FDP in Sachsen bei fünf bis sechs Prozent.

Kritik an der großen Koalition

Zastrow und Herbst übten während des Parteitages harte Kritik an der Arbeit der aktuellen Regierung aus CDU und SPD. Sachsen sei im Vergleich nur wirtschaftliches Mittelmaß, so Herbst: "Das mag der Anspruch der Regierung sein, aber wir müssen diesen Anspruch höher schrauben." Zastrow warf dem aktuellen Ministerpräsidenten Michael Kretschmar zudem vor, nur zu reden und seit über einem Jahr Wahlkampf zu betreiben, anstatt das Land zu regieren. "Ich kann dieses ewige Gerede nicht mehr ertragen. Wir haben in Sachsen kein Erkenntnisdefizit, sondern ein Tatendefizit", hieß es in seiner Rede.

Digitalisierung vorantreiben, "Akademisierungswahn" stoppen

Um den Einzug in den Landtag zu realisieren, will die FDP unter anderem die Digitalisierung vorantreiben. Sachsen müsse sich an "digitalen Champions" wie Dänemark orientieren. Gerade die Verwaltung bedürfe einer grundlegenden Modernisierung. Auch im Bildungsbereich bestehe Nachholbedarf. Die Schulen im Freistaat sollen zu "echten Talentschmieden" gemacht werden. Die Oberschulen sollen hierfür umgestaltet und der "Akademisierungswahn" aufgehalten werden. "Nicht jeder muss studieren", so Zastrow, gerade das Handwerk benötige Stärkung.

Quelle: MDR/cs

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 06.04.2019 | ab 13:00 Uhr in den Nachrichten

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Zuletzt aktualisiert: 07. April 2019, 11:54 Uhr

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