Nach Verlegung Pegida sagt Versammlung zum Jahrestag ab

Bilderberg-Treffen in Dresden. Verschiedene Rechte, Nazis, Pegida-Teilnehmer und Anhaenger von Verschwörungstheorien protestierten am Samstag den 11. Juni 2016 in Dresden gegen ein Treffen der sog. Bilderberger im Taschenberg Palais
Der sechste Pegida-Jahrestag wird ohne großen Aufzug stattfinden. Bildrechte: IMAGO

Der Pegida-Verein hat seinen Aufzug in Dresden zum sechsten Jahrestag abgesagt. Vorausgegangen war eine Verlegung der für den 25. Oktober geplanten Kundgebung vom Neumarkt auf die Cockerwiese, die die Stadt Dresden am Freitag verkündet hatte. "Um der prognostizierten Gesamtteilnehmerzahl unter Einhaltung des Mindestabstands gerecht zu werden, hat sich die Versammlungsbehörde - auch infolge der ausgebliebenen Kooperationsbereitschaft seitens des Pegida e. V. - entschieden, als Versammlungsfläche die Cockerwiese zuzuweisen", hieß es im Versammlungsbescheid vom Freitagnachmittag.

"Gute Nachricht für die Stadt"

Der Rückzug von Hass und Hetze sei eine sehr gute Nachricht für die Stadt, teilten der CDU-Kreisvorsitzende Markus Reichel sowie der Vorsitzende der FDP Dresden, Holger Hase, in einer gemeinsamen Erklärung am Samstag mit. "Es zeigt, was uns gelingen kann, wenn alle Teile der demokratischen Bürgerschaft zusammenstehen und an einem Strang ziehen." Pegida habe erstmals nach großer Ankündigung aufgegeben.

Mehrere Pegida-Demos angekündigt

"Wir werden die Geburtstagsfeier verschieben", sagte Pegida-Chef Lutz Bachmann. Er kündigte an, vom 26. Oktober an eine ganze Woche lang Pegida-Versammlungen abzuhalten, unter anderem in Dresden, aber auch in Meißen oder Radebeul.

Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert hatte Mitte der Woche die Einwohner der Stadt zu Demonstrationen aufgerufen. Die Dresdner sollten sich unter den vielen Kundgebungen und Kulturveranstaltungen am 25. Oktober diejenige aussuchen, die ihnen am nächsten kommt, um sich einzubringen und zu zeigen, "dass Dresden vielfältig und weltoffen ist und es wirklich etwas zu feiern gibt!"

Quelle: MDR/bj/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 17.10.2020 | 16:00 Uhr in den Nachrichten

91 Kommentare

Eulenspiegel vor 6 Wochen

Ich denke das muss man einfach mal klar sagen:
Pegida das ist nicht das Folk. Das ist nur eine kleine verschrobene Minderheit. Die mit den Jahren immer kleiner und radikaler wurde.

DER Beobachter vor 6 Wochen

Nochmal meine Frage an die Pegida-Leminge wie Seikilos, Udo, Rentner: Was hat (sachlich und faktenbasiert sein sollende) Islamismuskritik mit antisemitischer Hetze ebendort zu tun?

DER Beobachter vor 6 Wochen

Ach Gottchen, Rentner - wenn es noch so wäre wie die damalige Situation 1964 (!) mit den Algeriern (!) in Paris (!), da haben Sie keine Sorge, das thematisieren journalisten schon und ja auch die aktuelle Lage dort. Und wo bitte schön habe ich welche BKA-Berichte für unglaubwürdig erklärt?

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