Landgericht Dresden
Bildrechte: MDR / Christoph Stelzner

13.11.2019 | 18:20 Uhr Staatsanwaltschaft will hohe Strafen für Mitglieder der Freien Kameradschaft Dresden

Landgericht Dresden
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Im Prozess gegen mutmaßliche Mitglieder der rechtsextremen "Freien Kameradschaft Dresden" am Landgericht Dresden hat die Generalstaatsanwaltschaft hohe Freiheitsstrafen gefordert. Bei zwei Angeklagten plädierte Staatsanwalt Christian Richter auf je sieben Jahre. Sie und vier weitere Beschuldigte sollten wegen Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung, schweren Landfriedensbruchs, gefährlicher Körperverletzung und Herbeiführens von Sprengstoffexplosionen verurteilt werden. Für drei Männer verlangte der Anklagevertreter mehr als vier Jahre sowie zwei Jahre auf Bewährung für eine 29-Jährige.

Staatsanwalt: "Hausbewohner in Todesangst versetzt"

Anschlag auf alternatives Wohnprojekt "Mangelwirtschaft"
Das in Dresden angegriffene Haus Bildrechte: GKD Leipzig

Die Gruppe hatte sich im Juli 2015 gegründet und wollte laut Anklage Ausländer und Andersdenkende bekämpfen. Die Angeklagten zwischen 25 und 31 Jahren hatten sich laut Richter an rechtsextremen Krawallen vor einer Flüchtlingsunterkunft in Heidenau im August 2015 sowie weiteren Angriffen auf Ausländer beteiligt. Allein für den Überfall auf ein linksalternatives Dresdner Wohnprojekt forderte der Staatsanwalt ein Jahr und acht Monate Freiheitsstrafe. Das Haus sei mit Pyrotechnik und Steinen beworfen und die Bewohner "in Todesangst" versetzt worden.

Sachsens Justiz ermittelt seit Jahren gegen die rechtsextreme Gruppe. Mehrere Mitglieder wurden bereits verurteilt. Zudem läuft ein weiterer Prozess.

Quelle: MDR/kb/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHEN- Das Sachsenradio | 13.11.2019 | 18:30 Uhr in den Nachrichten aus der Region Dresden

Zuletzt aktualisiert: 13. November 2019, 18:18 Uhr

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