13.06.2019 | 10:51 Uhr Nach dem Regen beschallt Rammstein halb Dresden

Eine große Bühne steht im Dunkel der Nacht. Tausende Menschen stehen davor und schauen auf die Band Rammstein. Die zündet eine rieisge Pyroshow an mit Licht, Rauch und Bühnennebel am 12.6.2019.
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Sänger Till Lindemann der Band Rammstein
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Einen Anruf wegen "undefinierbaren Lärms" hat die Polizei Dresden am Mittwochabend von einem Anwohner entgegengenommen. Es stellte sich schnell heraus, dass der Anrufer aus Gruna Klänge des Rammstein-Konzerts im Rudolf-Harbig-Stadion gehört hatte. Musik oder Lärm - je nach Empfinden und Toleranzvermögen - haben auch zahlreiche MDR-Nutzer wahrgenommen. "Wir haben es in Johannstadt gehört und sind heute selber dabei", schrieb Lars Einert. Kristina May konnte das Konzert in Leubnitz hören. Das bestätigten auch andere Nutzer aus Bühlau, Pillnitz, Pappritz und Bannewitz in ihren Posts.

Beschallt und genossen in Freital/Wildberg.

Kath Lin Facebook-Userin auf MDR SACHSEN

Wind und Lautstärke am Abend

Der Flughafen Dresden meldete zum Zeitpunkt des Konzerts Wind mit nördlicher Komponente von 15 Stundenkilometern. Zum Konzertstart am Mittwochabend hatte es aber auch Sturmböen mit Tempo 81 gegeben.

Andreas Effenberger zückte im Stadion eine Lärmmess-App und schickte MDR SACHSEN den Fotobeleg mit mehr als 100 Dezibel Lautstärke - so viel Lärm wird auch beim Einsatz von Motorsägen, Presslufthämmern und Gewitter gemessen:

Rauch und Pyrotechnik

Blick auf das Dresdner Stadion am Abend des 12.6.2019. Ein Anwohner hat das Foto um 21.17 Uhr augenommen.
Bildrechte: Markus Foos

Dass die Pyroshow nicht nur die Besuchermassen im Stadion begeisterte, sondern auch von weitem zu sehen war, bestätigte der Dresdner Markus Foos. Er fotografierte das Spektakel von der Johannstadt aus und drückte am Mittwoch um 21.17 Uhr auf den Auslöser (Bild re.). Nachdem er das Bild bei Twitter gepostet hatte, fragten Nutzer besorgt nach, ob es im Stadion möglicherweise brennen würde.

Wetteraussichten für zweites Konzert besser

Besucher eines Rammstein-Konzertes stehen vor dem Rudolf-Harbig-Stadion und schützen sich vor dem Regen.
Stundenlang hatten Besucher im Innenraum des Stadions ausgeharrt, um die besten Plätze zu bekommen. Als der Regen kam, mussten sie kurzzeitig den Innenraum verlassen. Bildrechte: dpa

Unwetter waren vor dem Konzertabend für den späteren Nachmittag über Dresden angesagt worden. Nach 17 Uhr regnete es dann so stark, dass die Veranstalter den Innenbereich des Stadions räumen ließen. Besucher auf den überdachten Rängen konnten bleiben. Eine Stunde später wurde der Innenraum wieder freigegeben. Um 19.30 Uhr begann dann das Konzert mit Vorband auf der Bühne.

Für das zweite Rammsteinkonzert am Donnerstagabend sehen die Wetteraussichten besser aus als am Mittwoch. Bislang hat der Deutsche Wetterdienst keine Warnmeldungen herausgegeben. Am Abend könnte es kurze, lokale Schauer in Sachsen geben. Ob auch Dresden davon betroffen sein wird, ist aktuell noch nicht abzusehen, sagen die Wetterexperten.

Quelle: MDR/kk

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 13.06.2019 | 06:50 Uhr

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