Ermittlungen Dresdner Juwelenraub: Wieder Durchsuchungen in Berlin

Fluchtfahrzeug Juwelendiebstahl Grünes Gewölbe
Mit diesen Bildern hatte die Polizei nach Hinweisen zu dem Fluchtauto gesucht. (Archivbild) Bildrechte: Polizei Dresden

Staatsanwaltschaft und Polizei haben erneut im Zusammenhang mit dem Juwelenraub im Dresdner Historischen Grünen Gewölbe Gewerberäume in Berlin durchsucht. Wie die Staatsanwaltschaft Dresden mitteilte, stand das Fluchtauto dieses Mal im Fokus. Durchsucht wurden demnach am Mittwoch wie schon am 9. September mehrere Betriebsstätten, bei denen der Verdacht bestehe, dass sie den als Fluchtfahrzeug genutzten und später in Brand gesetzten Audi S6 kurz vor der Tat im Auftrag der Täter mit Folien umgestaltet haben. Ziel soll es gewesen sein, das äußere Erscheinungsbild des Fahrzeugs zu verändern.

Unterlagen und Daten sichergestellt

"Nach gegenwärtigem Stand der Ermittlungen ist davon auszugehen, dass die durchsuchten Betriebsstätten den Zweck der Folierung nicht kannten", erklärte die Staatsanwaltschaft. Deren Inhaber würden deshalb nicht als Tatverdächtige zu dem Diebstahl geführt. "Sie wurden im Rahmen der Maßnahmen als Zeugen befragt."

Bei den Durchsuchungen wurden Geschäftsunterlagen und Daten durchgesehen und sichergestellt. Staatsanwaltschaft und Polizei gehen davon aus, dass sich aus den Beweismitteln Hinweise auf die Identität der Personen gewinnen lassen, die gegebenenfalls die Folierung des Audis in Auftrag gegeben haben.

Schon Anfang des Monats Durchsuchungen in Berlin

Bereits Anfang des Monats hatten Beamte der Soko "Epaulette" Wohn- und Gewerberäume in Berlin durchsucht. Die Maßnahmen richteten sich damals gegen einen Mann, der auf fiktive Personalien registrierte SIM-Karten für Mobiltelefone vertreibt.

Quelle: MDR/lam

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 17.09.2020 | 13:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus Dresden

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