Großeinsatz Razzia gegen Schwarzarbeit in Dresden - zwei Beschuldigte in Haft

Ein Beamter des Zoll führt Kontrollen auf Schwarzarbeit durch.
Etwa 100 Beamte von Zoll und Finanzkontrolle waren an dem Einsatz am Dienstag beteiligt. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Die Staatsanwaltschaft Dresden hat am Dienstag gemeinsam mit dem Hauptzollamt zwölf Wohn- und Geschäftsräume in Dresden, Riesa, Zeithain und Elsterwerda durchsucht. Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, richten sich die Ermittlungen gegen zwei serbische Hauptbeschuldigte und zwei weitere Mittäter.

Schaden in Millionenhöhe

Den beiden Hauptbeschuldigten werde vorgeworfen, als Geschäftsführer einer Dresdner Baugesellschaft seit Januar 2018 Arbeitnehmer beschäftigt und diese Beschäftigung nicht gemeldet zu haben. Fällige Versicherungsbeiträge, zum Beispiel für die Renten- und Sozialversicherungen, habe man nicht abgeführt. Den beiden anderen Beschuldigten wird Mittäterschaft zur Last gelegt. Die Staatsanwaltschaft Dresden geht derzeit von einem Schaden von etwa 1,7 Millionen Euro aus.

Beide Beschuldigte in Haft

Bei den Durchsuchungen am Dienstag habe man umfangreiches Beweismaterial und Bargeld im Wert von rund 55.000 Euro sichergestellt, hieß es von der Staatsanwaltschaft. Die beiden Hauptbeschuldigten wurden festgenommen und dem Haftrichter vorgeführt. An dem Einsatz waren 100 Beamte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit und Spezialkräfte des Zollfahndungsamtes beteiligt.

Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Hauptzollamt dauern an.

Quelle: MDR/bj

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 15.09.2020 | 17:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden

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