Rechtsextremismus Polizist in Dresden wegen verfassungsfeindlicher Chatbeiträge suspendiert

Wappen der sächsischen Polizei ist an einem Uniform angebracht, aufgenommen bei der feierlichen Vereidigung in der Sachsen-Arena den Eid ab.
Wegen verfassungsfeindlicher Chatbeiträge läuft gegen einen Dresdner Polizisten ein Disziplinarverfahren. Bildrechte: dpa

Ein Polizist in Dresden ist wegen rechtsextremer Äußerungen vom Dienst suspendiert worden. Wie die Polizeidirektion Dresden am Dienstag mitteilte, ist er mit verfassungsfeindlichen Chatbeiträgen aufgefallen. Gegen den 38-Jährigen laufe ein Disziplinarverfahren.

Laut einem Bericht der "Sächsischen Zeitung" ist der Staatsschutz bei Ermittlungen rund um die rechtsextreme Gruppe "Freie Kameradschaft Dresden" auf den Beamten gestoßen. Demnach habe er sich in einer Chatgruppe von Mitarbeitern der Security-Szene verfassungsfeindlich geäußert.

Erst im September war ein Polizist in Leipzig vom Dienst ausgeschlossen worden. Er steht laut Polizei in dringendem Verdacht, sich in einem Chat rechtsextrem und rassistisch geäußert zu haben. In den zurückliegenden fünf Jahren hat es jüngsten Angaben zufolge 17 Verdachtsfälle auf Rassismus bei sächsischen Polizisten gegeben.

Quelle: MDR/ma/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 06.10.2020 | 15:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden

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