24.08.2019 | 15:54 Uhr Kapitän Reisch wieder für Mission Lifeline aus Dresden im Mittelmeer

Claus-Peter Reisch, Kapitän des Seenotrettungsschiffs "Lifeline", blickt nach seiner Ankunft am Flughafen in München in die Kamera.
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Claus-Peter Reisch von der Dresdner Flüchtlingshilfsorganisation Mission Lifeline ist seit Freitagabend wieder im Mittelmeer im Einsatz. Nach Angaben von Lifeline-Sprecher Axel Steier ist das Schiff in der libyschen Such- und Rettungszone unterwegs. Kapitän Reisch und eine zehnköpfige Crew beobachteten die Lage vor Ort. Das neue Schiff von Reisch und seinen Freunden heiße "Eleonore". Es ist den Angaben zufolge 20 Meter lang und 5,50 Meter breit.

Reisch sendet Videobotschaft nach Dresden

Mission Lifeline hatte jüngst angekündigt, seine Rettungseinsätze im Mittelmeer im August wieder aufnehmen zu wollen. Das erste Schiff des Dresdner Vereins, die "Lifeline", hatte im Sommer vergangenen Jahres im Mittelmeer 234 Flüchtlinge aufgenommen. Nach tagelanger Irrfahrt durfte das Schiff in Maltas Hauptstadt Valletta anlegen, wurde danach jedoch von Maltas Behörden beschlagnahmt. "Lifeline"-Kapitän Reisch wurde von einem Gericht in Valletta wegen des Vorwurfs der falschen Registrierung des Rettungsschiffes zu einer Geldstrafe von 10.000 Euro verurteilt. Er legte Revision ein.

Eigentlich sollte Reisch am Sonnabend auf der #unteilbar-Kundgebung in Dresden sprechen. Das ist wegen des Einsatzes nicht mehr möglich. Reisch sendete den Teilnehmern aber ein Videobotschaft, die dort am Nachmittag abgespielt werden soll.

Deutschland war mal geteilt. An der Grenze ist mal auf Flüchtlinge geschossen worden. Das darf sich nicht wiederholen.

Claus-Peter Reisch Mission lifeline-Kapitän in seiner Videobotschaft für Dresden

Quelle: MDR/dk/epd

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 24.08.2019 | 14:00 Uhr in den Nachrichten

Zuletzt aktualisiert: 24. August 2019, 15:54 Uhr

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