Stadtverkehr Dresden installiert Ampel mit Sekunden-Countdown

Fußgängerampel mit Zeitangabe
In vielen Metropolen der Welt sind Ampeln mit Countdown-Zähler weiter verbreitet. Nun kommt Dresden dazu. (Symbolbild) Bildrechte: imago images / Jochen Tack

In der Dresdner Innenstadt ist am Freitag an einer Ampelanlage eine sogenannte Restrot-Anzeige in Betrieb genommen worden. Die Sekundenzähler wurden an der Ampel Petersburger Straße/Kreuzstraße installiert. Bei den Restrot-Anzeigen handelt es sich um kleine rechteckige Kästen mit veränderlicher Zahlenanzeige. Sobald die Ampel für Autos auf Rot geht, startet in den daneben hängenden Kästen der Countdown, die Zeit bis zur grünen Ampel wird heruntergezählt. Sie zeigt die Dauer der Rotphase für Fußgänger und Autofahrer an-.

Bund unterstützt Ampelinstallation

Für Fußgänger startet der Countdown, sobald der Anforderungsknopf für die Grün-Schaltung gedrückt wurde. Autofahrer sollen an so einer Anlage den Motor abstellen können. Restrot-Anzeigen sind in Asien sehr verbreitet oder auch in amerikanischen Großstädten. Das Dresdner Pilotprojekt wird vom Bund mit 14.000 Euro gefördert. Die neue Anlage kostet doppelt so viel. Solche Ampeln können den Angaben zufolge nur dort intalliert werden, wo keine Busse oder Straßenbahnen eine Vorrangschaltung auslösen können.

Eine vergleichbare Ampel mit Restrot-Anzeige für Autofahrer gibt es bereits auf der Radeburger Straße zwischen Stauffenbergallee und Autobahnanschlussstelle Dresden-Hellerau. Laut Stadtverwaltung handelt es sich bei dem Rot-Countdown an der Ampel St. Petersburger Straße/Kreuzstraße um ein Pilotprojekt. "Mit den neuen Anzeigen sollen nicht nur die Emissionswerte reduziert, sondern auch die Rotlichtverstöße vermindert werden." Das Straßen- und Tiefbauamt werde dieses Pilotprojekt evaluieren und dann entscheiden, ob diese Technik weiter eingesetzt wird, hieß es aus dem Rathaus.

ADAC: Motor abstellen nicht immer sinnvoll

Der Automobilclub ADAC hält diese Restrot-Ampeln für sinnvoll. Sie würden sich vor allem psychologisch auf die Geduld der Verkehrsteilnehmer auswirken. Ein Sprecher sagte MDR SACHSEN, das Abstellen des Motors sei jedoch nicht für alle Autos sinnvoll. Insbesondere ältere Modelle könnten beim Anlassen mehr Schadstoffe ausstoßen, als bei laufendem Motor, hieß es.

Quelle: MDR/lam

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 22.01.2021 | 11:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus Dresden

Mehr aus Dresden und Radebeul

Mehr aus Sachsen