Flughafen Dresden Sundair begibt sich unter Schutzschirm und will weiterfliegen

Die Fluggesellschaft Sundair hat sich unter ein sogenanntes Schutzschirm-Insolvenzverfahrren begeben. Ein entsprechender Antrag sei beim Amtsgericht in Stralsund, dem Firmensitz, gestellt worden, teilte die Fluggesellschaft am Freitag auf Anfrage mit. Das Unternehmen wolle sich so in Eigenverantwortung neu aufstellen. Das gesamte Flugangebot werde aufrecht erhalten, hieß es weiter. Sundair ist am Flughafen Dresden derzeit die wichtigste Airline für Ferienziele. Bis zu zwei Maschinen sind in Klotzsche stationiert und steuerten in den Herbstferien insbesondere Ziele in Griechenland an. So ist auch am Freitag ein Airbus A320 nach Heraklion auf Kreta gestartet. Für Sonntag stehen erneut Heraklion und Kos im Flugplan.

Urlauber begeben sich am Flughafen Dresden International zu einem Flugzeug
Sundair übernahm 2019 am Flughafen Dresden wichtige Ferienziele. Bildrechte: dpa

Nach Germania-Insolvenz Flugziele Richtung Mittelmeer und Kanaren übernommen

Das 2016 gegründete Unternehmen beschäftgt nach eigenen Angaben 240 Mitarbeiter an verschiedenen Standorten. Nach der Insolvenz der Germania im Februar 2019 hat die Sundair viele Flugziele rund ums Mittelmeer und auf den Kanaren übernommen. Ein Großteil der Plätze in den Flugzeugen wird von Reiseveranstaltern für Pauschalurlauber gechartert, daneben bietet Sundair auch Einzelplatzverkauf an. Die Airline konzentriert sich in Deutschland überwiegend auf dezentrale Standorte, wie Dresden, Bremen oder Kassel. Ab Berlin bietet die Fluggesellschaft auch eine Linienverbindung nach Beirut an. Nach eigenen Angaben betreibt die Airline sieben Flugzeuge der Typen A320 und A319.

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 31.10.2020 | ab 11:00 Uhr in den Nachrichten

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