Zahlreiche Touristen gehen an der Sempergalerie im Innenhof des Dresdner Zwingers vorbei
Die Wiedereröffnung der Sempergalerie verzögert sich. Statt im Dezember 2019 sollen die "Alten Meister" erst ab Februar 2020 zu sehen sein. Der Grund: Ein überraschender Geldsegen. Bildrechte: dpa

18.09.2019 | 16:41 Uhr Wiedereröffnung der Sempergalerie Dresden verzögert sich bis 2020

Seit 2013 wird die Gemäldegalerie Alte Meister am Dresdner Zwinger saniert. Eigentlich sollten die Arbeiten im Dezember abgeschlossen sein. Überraschenderweise steht jetzt mehr Geld für weitere Sanierungsarbeiten zur Verfügung. Das Geld soll unter anderem genutzt werden, um die Kunstwerke noch besser zu präsentieren.

Zahlreiche Touristen gehen an der Sempergalerie im Innenhof des Dresdner Zwingers vorbei
Die Wiedereröffnung der Sempergalerie verzögert sich. Statt im Dezember 2019 sollen die "Alten Meister" erst ab Februar 2020 zu sehen sein. Der Grund: Ein überraschender Geldsegen. Bildrechte: dpa

Sozusagen in letzter Sekunde konnten die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) Gelder in Höhe von rund 600.000 Euro einwerben. Denn die Aufräumarbeiten an der bereits fertig sanierten Gemäldegalerie liefen auf Hochtouren, teilte der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement mit. Die technischen Anlagen wurden durch den TÜV abgenommen, Lüftungs- und Klimatechnik kontrolliert. Damit hätte der reguläre Betrieb nach fast sechs Jahren Bauzeit im Dezember weitergehen können. Doch den SKD bot sich, nach eigenen Angaben, "eine einmalige Gelegenheit."

Zeitnahe Umsetzung ohne Beeinträchtigung

Sonderschau Sixtinische Madonna
Durch zusätzliche Strahler soll die Sixtinische Madonna ab Februar 2020 besser für Besucher zu sehen sein. Bildrechte: MDR/Diana Köhler

Da die Baumaßnahmen noch nicht abgeschlossen waren, kann die SKD nun weitere Bereiche sanieren. Ansonsten hätten diese Verbesserungen wohl erst in einigen Jahren umgesetzt werden können. Das zusätzliche Geld soll für eine bessere Präsentation der Kunstwerke genutzt werden. Geplant ist, eine moderne Akzentbeleuchtung an einzelnen Gemälden zu installieren. Das zusätzliche Licht sorgt zum Beispiel dafür, dass der Rahmen der Sixtinischen Madonna nicht überstrahlt. Dadurch lassen sich die Kunstwerke besser betrachten. Außerdem wird das Pastellkabinett mit Seidendamast ausgekleidet und das Parkett im zweiten Obergeschoss neu verlegt. Und im ersten Obergeschoss des deutschen Pavillons entsteht ein Café für Besucher.

Sempergalerie bereits im August übergeben

Die sanierten Ausstellungsräume wurden bereits im August an die SKD übergeben. Insgesamt stellte der Freistaat Sachsen 49,8 Millionen Euro zur Verfügung.

Sonderausstellung bis Januar verlängert

Die Sonderausstellung "Glanzlichter der Gemäldegalerie Alte Meister" wird bis zum 5. Januar 2020 verlängert. Erst nach Abschluss der Schau können dann noch die restlichen Renovierungsarbeiten durchgeführt und die Räume für die neue Ausstellung hergerichtet werden, informieren die SKD. Ab Februar soll die Gemäldegalerie Alte Meister inklusive einer neuen Skulpturensammlung bis zum Ende des 18. Jahrhunderts im Semperbau für Besucher öffnen.

Quelle: MDR/fg

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 18.09.2019 | 15:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden/Elbland

Zuletzt aktualisiert: 18. September 2019, 16:40 Uhr

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