Das Kandidaten-Duo für den SPD-Bundesvorsitz, Petra Köpping und Boris Pistorius, stellen sich während der SPD-Regionalkonferenz am Flughafen Dresden vor.
Petra Köpping und Boris Pistorius Bildrechte: dpa

10.10.2019 | 21:51 Uhr | Update Bewerber um SPD-Parteivorsitz stellen sich in Dresden vor

Das Kandidaten-Duo für den SPD-Bundesvorsitz, Petra Köpping und Boris Pistorius, stellen sich während der SPD-Regionalkonferenz am Flughafen Dresden vor.
Petra Köpping und Boris Pistorius Bildrechte: dpa

Im Dresdner Flughafen haben sich am Donnerstagabend die Bewerber um den SPD-Parteivorsitz präsentiert. Es ist die einzige Vorstellungsrunde in Sachsen gewesen. Die letzte Runde ist am Wochenende in München geplant. Ab kommenden Montag beginnt dann die SPD-Mitgliederbefragung. Zur Wahl stehen sieben Paare. Auch die sächsische Integrationsministerin Petra Köpping geht gemeinsam mit Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius ins Rennen. Der Bautezner Oberbürgermeister Alexander Ahrens hatte seine Kandidatur zurückgezogen.

Köpping will kommunale Selbstverwaltung stärken

Petra Köpping betonte, die kommunale Selbstverwaltung stärken zu wollen - etwa bei der Entscheidung über die Aufnahme von Flüchtlingen. Zudem mahnte sie, Ostdeutschland auf Bundesebene stärker in den Blick zu nehmen. Gemeinsam mit Pistorius wolle sie Brückenbauer sein - zwischen Ost und West, Stadt und Land.

Tat von Halle bestimmt Tagesordnung

Bestimmendes Thema des Abends war der Anschlag von Halle am Vortag - und das Problem mit Rechtsextremismus. Die Kandidatenpräsentation haben die Genossen mit einer Schweigeminute in Gedenken an die Opfer von Halle begonnen. Den Anschlag auf die Demokratie und die jüdischen Bürger müsse man sehr ernst nehmen, sagte Bundesfinanzminister Olaf Scholz am Donnerstag vor rund 300 Parteimitgliedern. Der Anschlag sei auch das Ergebnis eines Denkens, das sich immer weiter verbreite. "Dagegen müssen wir aufstehen", sagte Scholz, der zusammen mit Klara Geywitz für den Bundesvorsitz der Partei antritt.

Kandidat Karl Lauterbach gab der AfD eine Mitschuld für die Ereignisse in Halle: Sie habe den Rassismus in den Parlamenten zu politischer Thematik gemacht. Er warf der Partei "erbärmliche Heuchelei" vor. Man hetzte und tue dann so, als ob man nichts damit zu tun habe.

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Demo für Klimaschutz

Weitere Themen des Abends waren Energiewende, Strukturwandel durch den Braunkohleausstieg, gerechte Löhne und die Grundrente ohne Bedürftigkeitsprüfung.

Vor dem Veranstaltungsort am Dresdner Flughafen hatte Fridays for Future zu einer Demonstration aufgerufen. Aus Sicht der Demonstranten ist das Klimapaket der schwarz-roten Bundesregierung enttäuschend.

Quelle: MDR/lam/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 10.10.2019 | 22:00 Uhr in den Nachrichten

Zuletzt aktualisiert: 10. Oktober 2019, 21:50 Uhr

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