Verkehrsentlastung Dauerbaustelle: Neuer Versuch für Planung von S84-Neubau bei Coswig

Die Brücke über die Elbe in Niederwartha
Wer künftig über die Niederwarthaer Brücke fährt, soll schneller und staufrei zwischen Dresden und Meißen unterwegs sein. Das ist seit zehn Jahren erklärtes Ziel von Politik und Verkehrsplanern. Passiert ist bislang wenig. Bildrechte: IMAGO / Andreas Weihs

Für den Neubau der Staatsstraße 84 im Bereich Coswig hat die Infrastrukturgesellschaft Deges Antrag auf Planfeststellung bei der Landesdirektion gestellt. Es handelt sich um einen 6,2 Kilometer langen Abschnitt der Elbtalstraße. Ein erster Entwurf aus dem Jahr 2010 wurde überarbeitet. Gutachten etwa zu Verkehr, Lärm, Umwelt und Wasser seien neu, hieß es. Im Planfeststellungsverfahren werden nun alle Belange abgewogen. Am Ende steht die Entscheidung, ob der Bau genehmigt wird oder nicht.

Vision: Staufrei zwischen Meißen und Dresden unterwegs

Die neue S84 soll den Verkehrsfluss zwischen Meißen und Dresden verbessern. Konkret fehlt die Anbindung von der 2011 eröffneten Niederwarthaer Brücke durch Coswig, Neusörnewitz und schließlich bis Meißen. Die Ortschaften zwischen Meißen und Dresden - so auch die Stadtgebiete von Coswig und Radebeul - ersticken im Durchgangsverkehr.

Mit der neuen S84 sollen Autos schneller zwischen der A4-Anschlusstelle Dresden Altstadt über die B6/Cossebaude nach Meißen rollen und dabei das enge Coswiger Zentrum umfahren. Verkehr, der von Meißen aus weiter Richtung Weinböhla, Großenhain und Moritzburg sowie Radeburg will, wird zugleich um das verwinkelte Meißener Zentrum mit seinen zwei Brücken herumgeführt.

Verlegt werden soll auch die B6 im Bereich Cossebaude, um dort die Anwohner zu entlasten.

Quelle: MDR/lam

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 22.02.2021 | 17:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus Dresden

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