Stadtrat Höhere Gebühren für Müll, Abwasser und Straßenreinigung in Dresden geplant

Bioabfall-, Papiertonne und Gelbe Tonne
Die Dresdner müssen mit mehr Ausgaben für die Abfallentsorgung rechnen. Der Stadtrat entscheidet am Donnerstag unter anderem über höhere Gebühren für der Müllentsorgung, für Abwasser und die Straßenreinigung. Bildrechte: imago/mm images/bildagentur-n

Der Stadtrat in Dresden entscheidet heute über höhere Gebühren für Müll, Abwasser und Straßenreinigung. Die neuen Beträge sollen ab Januar 2021 gelten. Laut Beschlussvorlagen soll beispielsweise die Straßenreinigung in Dresden im nächsten Jahr teurer werden. Für eine Familie in einem Sechs-Familien-Wohnhaus und 20 Metern öffentlicher Straße davor hieße das, sie soll im Jahr rund 1,77 Euro mehr bezahlen. Für ein Einfamilienhaus mit 50 Metern Straße davor sind jährlich 17 Euro mehr veranschlagt.

Kostensteigerung bei Abwasser

Auch die Abwassergebühren sollen in der Landeshauptstadt steigen. Bei einem Pro-Kopf-Verbrauch von 30 Kubikmetern Wasser im Jahr ergibt sich eine Mehrbelastung von 4,80 Euro. Laut Beschlussvorlage liegt die Schmutzwassergebühr damit bundesweit im guten Mittelfeld. Die Niederschlagswassergebühr soll den Angaben zufolge nicht steigen.

Zusätzliche Gebühren beim Müll geplant

Beim Abfall geht es unter anderem darum, dass künftig Altpapiertonnen, die auch anderen Abfall enthalten, kostenpflichtig als Restabfall entsorgt werden sollen. Für Biotonnen gilt das schon jetzt. Werden Tonnen überfüllt oder Müll daneben abgelegt, soll künftig eine gesonderte Gebühr erhoben werden. Eine Kostensteigerung werde unter anderem durch stark gestiegene Kosten bei der Verwertung von Restmüll verursacht. Auch sei der Erlös aus dem Geschäft mit Altpapier stark zurückgegangen.

Quelle: MDR/kp

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 26.11.2020 | 05:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden

2 Kommentare

biege vor 12 Wochen

Nun, wenn die Altpapiertonne als Restmülltonne berechnet wird, dann wird sie auch als solche befüllt.
Mülltrennung macht also absolut keinen Sinn mehr. Ist eh nur was für Rentner, die mit ihrer Zeit nichts anzufangen wissen.

Matthi vor 12 Wochen

Es ist doch nichts neues das die Gebühren steigen ob in Dresden oder anderswo seit Jahren kennen die Gebühren nur eine Richtung. Da muss man sich schon fragen ob die Verantwortlichen nicht wirtschaftlich Planen und arbeiten können oder läuft das unter Gewinn Maximierung und der Bürger ist der Dumme.

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