19.02.2020 | 17:02 Uhr Dynamo Dresden verurteilt Ausschreitungen bei St. Pauli

Auseinandersetzung der Fans aus Dresden mit den Ordner und der Polizei auf St. Pauli
Bildrechte: imago images / osnapix

Vier Tage nach den Ausschreitungen beim Auswärtsspiel von Dynamo Dresden beim FC St. Pauli hat der Verein reagiert. In einer im Internet veröffentlichten Stellungnahmen verurteilt der Verein jegliche Form von Gewalt und distanziert sich von den Personen, die nach dem Spiel Fans des FC St. Pauli angegriffen hatten.

Dynamo prüft Stadionverbote

"Dafür kann es keine Rechtfertigung und auch keine Entschuldigung geben. Menschen, die die Gesundheit von anderen so rücksichtslos aufs Spiel setzen, haben in unserer Sportgemeinschaft nichts verloren" sagte Dynamos kaufmännischer Geschäftsführer Michael Born. Man werde nach der Identifizierung der entsprechenden Personen auf Stadionverbote hinwirken und die zu erwartenden Strafen auf die Täter umlegen.

Der Verein hätte die letzten Tage für eine erste intensive Aufarbeitung genutzt, so Born weiter. Aus der gehe aber auch hervor, dass keine ausreichende Fantrennung zu erkennen gewesen wäre. Man werde darauf hinwirken, dass es beim nächsten Mal auch beim FC St. Pauli eine Fantrennung gebe, die den Namen verdient habe.

Von daher wünschen wir uns, dass es endlich auf beiden Seiten zu einer Allianz der Vernunft kommt, wo Gewalt, menschenverachtende Provokationen und diffamierende Verallgemeinerungen der Vergangenheit angehören.

Michael Born Kaufmännischer Geschäftsführer Dynamo Dresden

Schon am Sonnabend hatte der FC St. Pauli eine Stellungnahme zu den Ereignissen veröffentlicht. Der Verein verurteilte darin die Auschreitungen, kritisierte aber auch die Provokation der eigenen Anhänger. Diese hatten vor dem Spiel Aufkleber verteilt, auf denen das Dynamo-Logo mit einer herabfallenden Bombe über einem brennenden Schriftzug "Dresden" dargestellt war. Außerdem wurde ein Spruchband gezeigt, das den sogenannten "Opfermythos" rund um die Zerstörung Dresdens im Zweiten Weltkrieg zum Inhalt hatte.

Quelle: MDR/bj

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 19.02.2020 | 17:30 Uhr in den Nachrichten

1 Kommentar

husar vor 25 Wochen

Die Polizei sollte sich komplett raus halten, die Fans dürfen sich prügeln, so lange sie Lust und Laune haben. Es könnten auch Meisterschaften im prügeln und zersiören ausgetragen werden.

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