Weihnachtsmärkte während Corona Dresdens OB Hilbert will Maskenpflicht auf Striezelmarkt

Ministerin Barbara Klepsch und Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert
Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (rechts) möchte den Striezelmarkt auch in diesem Jahr unbedingt stattfinden lassen. Bildrechte: MDR/Katrin Tominski

Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert plant für den Dresdner Striezelmarkt in diesem Jahr eine Maskenpflicht. Man habe klare Prämissen, unter denen der Markt stattfinden könne, sagte Hilbert am Montag. Die Stadt plane, das "Tragen einer Alltagsmaske" auf dem Weihnachtsmarkt anzuordnen und das auch durchzusetzen. "Wie diese Regelung genau aussehen kann, erarbeiten wir gerade", so Hilbert.

Kontaktverfolgung: Ja oder Nein?

Zu den Plänen und Regelungen zähle auch, den Markt anders zu organisieren und zu entzerren. Bereits in der vergangenen Woche wurde bekannt, dass die Stadt auf dem diesjährigen Markt die Gastronomie von den anderen Gewerbeständen trennen will, um dort gegebenenfalls eine Kontaktnachverfolgung zu organisieren.

Hilbert forderte den Freistaat heute hingegen auf, auf eine Kontaktnachverfolgung für die Weihnachtsmärkte zu verzichten. Diese sei unverhältnismäßig. Marktbetreiber dürften als Freiluftveranstaltung nicht schlechter gestellt werden, als die Betreiber von Einkaufszentren oder Passagen. Die Gesundheitsämter wären zudem völlig überlastet, wenn sie Tausende Adressen nachverfolgen müssten.

Striezelmarkt soll unbedingt stattfinden

An der grundlegenden Ausrichtung des Weihnachtsmarktes wolle man aber unbedingt festhalten. "Die wirtschaftliche Bedeutung der Weihnachtsmärkte ist für unsere Region riesig und ein Totalausfall würde zigtausende Existenzen bedrohen", so Hilbert.

Quelle: MDR/bj

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 16.09.2020 | 14:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden

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