Dresden Zum Nachlesen: Live-Ticker zum spektakulären Kunstdiebstahl im Grünen Gewölbe

Am frühen Montagmorgen waren Unbekannte ins Grüne Gewölbe Dresden eingebrochen. Unter den Augen zweier Wachleute hatten sie aus der Schatzkammer Sachsens Juwelen erbeutet. Wie viele genau gestohlen wurden, ist weiterhin unklar. Sachsens Kunstministerin Eva-Maria Stange sagte, es seien unschätzbare Kostbarkeiten gestohlen worden. Das Museum und die Schinkelwache wurden gesperrt. MDR SACHSEN hat die Entwicklungen im Ticker begleitet.

Ein Kirminaltechniker im Schutzanzug sichert Spuren am Dresdner Residenzschloss
Das Residenzschloss in Dresden wurde abgesperrt, teilweise mit Sichtschutzwänden. Auch in den späten Abendstunden untersuchten Ermittler den Tatort und sammelten Spuren. Bildrechte: Xcite-Press

21:45 Uhr | Ticker-Ende

Wir beenden an dieser Stelle den MDR SACHSEN Live-Ticker zum Kunstdiebstahl im Grünen Gewöbe Dresden. Über die weiteren Entwicklungen werden wir am Dienstag auf www.mdr-sachsen.de berichten.

21:17 Uhr | Wann können Besucher wieder ins Residenzschloss?

Dirk Syndram, Direktor des Grünen Gewölbes in Dresden
Bildrechte: MDR/Katrin Tominski

Museumsdirektor Syndram rechnet damit, dass das historische Grüne Gewölbe längere Zeit geschlossen bleiben wird. Die anderen Museen im Residenzschloss sollen am Mittwoch wieder ihre Türen für Besucher öffnen. Das stellte Syndram im Gespräch mit MDR SACHSEN in Aussicht.

21:13 Uhr | Der Weg der Täter

Am Montagabend steht fest, welchen Weg die Täter im Grünen Gewölbe gegangen sind: Laut Polizei sind sie im Pretiosensaal eingestiegen und durch das Wappenzimmer zum Tatort gegangen. "Sie müssen sich ausgekannt haben", meinte Museumsdirektor Dirk Syndram. Von den Tätern gibt es bisher keine offizielle Spur.

20:53 Uhr | Polizei bestätigt diese Juwelen-Beute

Bildergalerie Diese Kostbarkeiten verschwanden aus der Vitrine im Grünen Gewölbe

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden haben nun mitgeteilt, welche Schmuckstücke am Montagmorgen gestohlen worden. Für die Schäden haftet der Freistaat, eine eigene Versicherung gibt es nicht.

Schmuckstücke aus dem Juwelenzimmer der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD)
Das Juwelenzimmer in der Schatzkammer des sächsischen Kurfürsten mit der Schmuckvitrine, als sie noch vollständig war. Bildrechte: Staatliche Kunstsammlungen Dresden (SKD)
Schmuckstücke aus dem Juwelenzimmer der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD)
Das Juwelenzimmer in der Schatzkammer des sächsischen Kurfürsten mit der Schmuckvitrine, als sie noch vollständig war. Bildrechte: Staatliche Kunstsammlungen Dresden (SKD)
Diamantrosengarnitur
Die Diamantrosengarnitur Überblick über alle Teile der Diamantrosengarnitur Bildrechte: SKD, Jürgen Karpinski
Degen (Diamantrosengarnitur)
Diamantrosengarnitur Degen aus der Diamantrosengarnitur Bildrechte: Grünes Gewölbe, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Jürgen Karpinski
Zwei gewölbte Schuhschnallen aus der Diamantrosengarnitur
Diamantrosengarnitur Zwei gewölbte Schuhschnallen aus der Diamantrosengarnitur Bildrechte: Grünes Gewölbe, Staatliche Kunstsammlungen Dresden; Jürgen Karpinski
Schmuckstücke aus dem Juwelenzimmer der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD)
Diamantrosengarnitur Kleinod des Polnischen Weißen Adler-Ordens: Er trägt 225 größere und kleinere Diamanten. Bildrechte: Staatliche Kunstsammlungen Dresden (SKD)
Schmuckstücke aus dem Juwelenzimmer der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD)
Diamantrosengarnitur Hutagraffe: Der Diamant in der Schleife oben hat 24,98 Karat. Der Mittelstein unten in der Rosette zeichnet sich durch 16,5 Karat aus. Die Hutkrempe besteht aus 13 großen und 103 kleineren Diamanten, aus Silber und Gold. Bildrechte: Staatliche Kunstsammlungen Dresden (SKD)
Große Diamantrose (Diamantrosengarnitur)
Diamantrosengarnitur Große Diamantrose Bildrechte: Jürgen Karpinski
Schmuckstücke aus dem Juwelenzimmer der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD)
Diamantrosengarnitur Achselschleife (Epaulette) - Teilstück vorhanden: Das Schmuckstück trägt 20 große und 216 kleine Diamanten, besteht aus Gold und Silber. Die größte Diamantrose in der Mitte der Doppelschleife hat 31,5 Karat. Bildrechte: Staatliche Kunstsammlungen Dresden (SKD)
10 Rockknöpfe aus der Diamantrosengarnitur
Diamantrosengarnitur 10 Rockknöpfe aus der Diamantrosengarnitur (einzelne erhalten) Bildrechte: Jörg Schöner
Brillantgarnitur
Brillantgarnitur Überblick über die Brillantgarnitur Bildrechte: SKD, Jürgen Karpinski
Hutschmuck, sogenannter Reiherstutz aus der Brillantgarnitur
Brillantgarnitur Hutschmuck, sogenannter Reiherstutz Bildrechte: Jürgen Karpinski
Epaulette mit dem sog. "Sächsischen Weißen" aus der Brillantgarnitur
Brillantgarnitur Epaulette mit dem sog. "Sächsischen Weißen" Bildrechte: Jürgen Karpinski
Schmuckstücke aus dem Juwelenzimmer der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD)
Brillantgarnitur Bruststern des polnischen Weißen Adler-Ordens Bildrechte: Staatliche Kunstsammlungen Dresden (SKD)
Diamantschmuck und die Perlen der Königinnen
Diamantschmuck und die Perlen der Königinnen Bildrechte: SKD, Jürgen Karpinksi
Schmuckstücke aus dem Juwelenzimmer der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD)
Diamantschmuck und die Perlen der Königinnen Diese große Brustschleife gehörte Königin Amalie Auguste. Der Schmuck stammt aus dem Jahr 1782 und trägt 51 große und 611 kleine Brillanten. Die Steine werden von Gold- und Silbereinfassungen gehalten. Bildrechte: Staatliche Kunstsammlungen Dresden (SKD)
Schmuckstücke aus dem Juwelenzimmer der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD)
Diamantschmuck und die Perlen der Königinnen Aigrette für das Haar in Form einer Sonne Bildrechte: Staatliche Kunstsammlungen Dresden (SKD)
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20:26 Uhr | Ministerpräsident: Zu früh für Vorwürfe

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer warnte vor Kritik und verfrühten Vorwürfen. In der MDR-Sondersendung MDR exakt sagte er: "Es ist viel zu früh, um Vorwürfe zu machen, auch nicht den Mitarbeitern des Museums". Auch er sagte, dass das Sicherheitskonzept überarbeitet werden müsse. Zuerst müssten jedoch die Hintergründe ermittelt werden.

19:50 Uhr | Mitarbeiter: "Wie im schlechten Film"

Als das Ausmaß des Kunstraubes im Grünen Gewölbe am Montag bekannt wurde, standen manchen Beschäftigten der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) Tränen in den Augen. "Das ist wie in einem schlechten Film. Ich hätte nie gedacht, dass sich so etwas mal erleben muss", sagte eine Mitarbeiterin.

19:43 Uhr | Kunstkenner in Übersee erschüttert

Der Direktor des New Yorker Metropolitan Museums, Max Hollein, drückt Dresden die Daumen, dass der Kunstschatz nicht verloren ist. "Das Met, und sicher die gesamte Museumswelt, hofft darauf, dass diese überaus wichtigen Werke sofort und sicher zurückkommen."

Das New Yorker Museum eröffnete unterdessen am Montag eine große Ausstellung mit wertvollen Leihgaben aus dem Grünen Gewölbe. Das spektakulärstes Stück ist der "Grüne Diamant", ein 41-Karäter an einem Hut-Schmuckstück.

19:26 Uhr | Erster Überblick am Abend

Von einem kleinen Glück im Unglück sprach die Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD), Marion Ackermann, in einem ZDF-Interview. Die drei Juwelen-Ensemble wurden nicht komplett gestohlen. Von einer Garnitur wurden demnach nicht alle Einzelstücke geraubt, weil mit dem Untergrund vernäht waren.

Die Täter konnten nicht alles mitnehmen, weil alle Objekte auch einzeln befestigt waren. Sie waren mit Stichen vernäht mit dem Untergrund.

Marion Ackermann Generaldirektorin SKD

19:07 Uhr | Täter kannten sich wohl gut aus

Die Kunstdiebe kannten sich in den Räumen des Grünen Gewölbes gut aus, sagte Polizeisprecher Thomas Geithner im MDR SACHSENSPIEGEL. Ob es für die Tat auch Insider gab, dazu wollte Geithner nichts sagen. Die Polizei geht davon aus, dass die Tat gut geplant war. Polizeipräsident Jörg Kobiessa schließt einen Kunstraub einer Bande nicht aus.

18:58 Uhr | Polizei zeigt Einbrecher bei Tat

Bei Youtube hat die Polizei 31 Sekunden Videomaterial hochgeladen. Die Bilder zeigen schemenhaft zwei Personen, die mit flackernden Taschenlampen eine Vitrine anleuchten und mit einer Axt mit voller Kraft auf das Vitrinenglas einschlagen. Man sieht aber keine näheren Details, die ein Erkennen der Täter ermöglichen: kein Gesicht, keine speziellen Tattoos. einer der Täter hat eine Kapuze auf dem Kopf:

18:53 Uhr | Museumskollegen zeigen Mitgefühl

Der Juwelenraub im Grünen Gewölbe in Dresden hat auch andere Museen geschockt. Alfred Reichenberger vom Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle sagte dem MDR-Magazin "Umschau": "In der gesamten Museumswelt herrscht maßloses Entsetzen." Im Landesmuseum Halle lagert unter anderem die berühmte Himmelsscheibe von Nebra.
Elmar Egner von der Domschatzverwaltung Quedlinburg zeigte Mitgefühl mit den Verantwortlichen in Dresden. Er sagte dem MDR: "Meine erste Reaktion war Schock gewesen. Ich möchte nicht in ihrer Haut stecken. Wenn man so etwas hört und liest, da kommen einem selber ganz schön die Tränen." Beide Kunstexperten betonten, dass es in Museen keine 100-prozentige Sicherheit vor Diebstahl geben könne.

18:15 Uhr | Museumsdirektorin: "Ganze Menge Objekte noch da"

Vor wenigen Minuten sagte die Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen, Marion Ackermann dem Sender rbb: "Wir wissen erst seit ein paar Minuten, nachdem der Tatort nochmal untersucht und die Spurensuche durchgeführt worden ist, dass zum Glück nicht alles von diesen drei Ensembles mitgenommen worden ist, dass doch eine ganze Menge Objekte noch da sind."

18:04 Uhr | Entsetzen in Sachsen

Das Grüne Gewölbe ist das kunst-historische Herz Sachsens, welches weltweit Touristen anzieht und seines Gleichen sucht. Es ist ein schwarzer Tag.

Martin Dulig stellv. Ministerpräsident Sachsens (SPD)

17:49 Uhr | Sicherheitskonzept auf Prüfstand

Nach dem Einbruch soll das Sicherheitskonzept des Grünen Gewölbes überprüft werden. "Ein solches Vorkommnis wird natürlich dazu führen, dass man sich die Frage stellen muss, was man noch verschärfen muss, was man anders machen muss", sagte die Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen, Marion Ackermann. Auch Polizeipräsident Jörg Kubiessa kündigte an, das Konzept auf den Prüfstand zu stellen. Aber: "Dazu muss man erst einmal wissen, was passiert ist", sagte er.

17:36 Uhr | Polizei sucht dringend Zeugen

Die Polizei sucht Zeugen, die etwas im Zusammenhang mit dem Kunstraub wahrgenommen haben. Sie fragt: "Wer hat verdächtige Personen am Tatort gesehen? Wer kann Hinweise zum Verbleib der gestohlenen Gegenstände geben?" Hinweise nimmt die Polizeidirektion Dresden entgegen unter Telefon: 0351-4 83 22 33.

17:27 Uhr | Täter schlugen mit Axt zu - Hinweise verdichten sich

Nach Untersuchungen des LKA Sachsen haben die Kunsträuber eine Vitrine im grünen Gewölbe mit einer Axt zertrümmert. Der Raub soll vom Einbruch, Stehlvorgang bis zur Flucht nur wenige Minuten gedauert haben. Die Polizei geht von mehr als zwei Tätern aus, die am Kunstraub beteiligt gewesen sind. Danach sollen die Täter mit einem Audi A6 geflohen sein.

Ein baugleiches Auto wurde Minuten später in einer Tiefgarage in der Kötzschenbroder Straße im Dresdner Stadtteil Pieschen angezündet. Das Auto wird derzeit von der Polizei untersucht (siehe Foto).

Der Brand eines Verteilerkastens wenige 100 Meter vom Residenzschloss entfernt, bringt die Polizei ebenfalls in Zusammenhang mit dem Kunstraub. Durch das Feuer war in der Umgebung des Tatorts in der Altstadt die Straßenbeleuchtung ausgefallen.

Ausgebrannter Audi wird von LKA sichergestellt
Ein ausgebrannter Audi wird abtransportiert. Es könnte womöglich das Fluchtfahrzeug der Juwelenräuber sein. Das auto brannte wenige Minuten nach dem Raub. Laut Polizei standen alle vier Autotüren offen und Feuerwehrleute rochen Benzin am Auto. Bildrechte: MDR/Tino Plunert

17:10 Uhr | Sachsen-Prinz hofft, dass Schätze wieder auftauchen

Wir waren immer davon ausgegangen, dass das gesamte Grüne Gewölbe zu den sichersten Räumen auf der Welt gehören würde.

Alexander Prinz von Sachsen Präsident der Freunde des Grünen Gewölbes

16:56 Uhr | Linke erwartet Auskunft vor Landtag

Nachdem am Montag gleich vier Regierungsmitglieder zum Tatort geeilt sind, erwartet Sachsens Linke "nun eine angemessene Aufklärung" des Landtags. Der Vorsitzende der Links-Fraktion im Landtag, Rico Gebhardt und der kulturpolitische Sprecher der Fraktion, Franz Sodann forderten Sachsens Ministerpräsidenten Kretschmer dazu auf, das Parlament "umgehend und unmittelbar zu informieren".

16:30 Uhr | MDR-Sondersendung am Abend

Den Tag im Überblick und alle Informationen zum Kunstraub aus Sachsens Schatzkammer zeigt der MDR in einer Sondersendung: MDR extra - Raubzug im Grünen Gewölbe, heute Abend ab 20:15 Uhr.

16:21 Uhr | Profis am Werk?

Wir müssen nach dem Stand der Dinge davon ausgehen, dass es sich bei den Kunsträubern um Profis gehandelt hat, die exakt wussten was sie wollten und was sie tun.

Roland Wöller Innenminister Sachsen (CDU)

15:52 Uhr | Die Kronjuwelen der sächsischen Könige

Sachsens Kunstministerin Eva-Maria Stange sagte: "Wir kennen das genaue Ausmaß des Raubes noch nicht. Aber schon jetzt ist klar, dass für den Freistaat ein immenser kunst- und kulturhistorischer Schaden entstanden ist. Die gestohlenen Schmuckstücke gehören gewissermaßen zu den Kronjuwelen der sächsischen Könige." Die Ermittlungsbehörden würden alles unternehmen, um die Gegenstände möglichst unbeschädigt zurückzubekommen.

15:42 Uhr | Minutenprotokoll der Polizei nach dem Kunstraub

So beschreibt die Polizei den Ablauf des Einsatzes nach dem Kunstraub - 04:59 Uhr: Der Sicherheitsdienst des Museums alarmiert die Polizei wegen einer "Einbruchshandlung".
- 05:04 Uhr: Der erste Funkstreifenwagen des Reviers Dresden-Mitte trifft am Residenzschloss ein.
- 05:05 Uhr: Ein erster Hinweis auf ein mögliches Fluchtauto kommt vom Sicherheitsdienst.
- 05:08 Uhr: Die Kriminalpolizei ist mit ihrem Kriminaldauerdienst vor Ort und holt weitere Beamte nach.
- 05:09 Uhr: Alle 16 Funkstreifenwagen im Stadtgebiet Dresden bekommen einen Fahndungsauftrag. Zeitgleich wird ein Stromausfall am Theaterplatz bekannt.
- 05:21 Uhr: Erste Ermittlungen ergeben, dass es sich um eine Art Elektroverteiler handelt. Ob der Brand mit dem Einbruch zu tun hat, sei Gegenstand der Prüfung.
- 05:22 Uhr: Die Bundespolizei wird einbezogen, Fahndungsinformationen gehen an die Grenze, an Polizeidirektionen in Chemnitz und Görlitz und an das Land Brandenburg.
- 07:00 Uhr: Um diese Zeit wird die Tatortgruppe des Landeskriminalamts (LKA) angefordert, "um die objektiven Spuren bestmöglich zu sichern".

15:31 Uhr | Schutz für Museen verstärken

Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Monika Grütters (CDU) hat den Einbruch in das Grüne Gewölbe als schockierend bezeichnet. Der Diebstahl "von Stücken, die unsere Identität als Kulturnation ausmachen, trifft uns ins Herz", sagte sie. Sie hofft auf einen schnellen Fahndungserfolg. "Angesichts generalstabsmäßig organisierter, hochkrimineller Täter ist der noch stärkere Schutz unserer Museen und Kultureinrichtungen eine Aufgabe von höchster Priorität."

13:55 Uhr | PK beendet - Infos zur Museumsöffnung

Die Pressekonferenz ist zu Ende. Derweil kündigten die Staatlichen Kunstsammlungen an, zu prüfen, ob am Mittwoch das Grüne Gewölbe wieder für die Besucher geöffnet werden kann.

13:53 Uhr | Verbindungen zu Kunstraub im Bode-Museum Berlin

Für die Polizei lägen Verbindungen zum Kunstraub in Berlin auf der Hand. Erkenntnisse lägen aber noch nicht vor.

13:42 Uhr | Keine 100-prozentige Sicherheit

Auf die Frage, ob das Sicherheitskonzept der Staatlichen Kunstsammlungen ausreichend ist, sagte Generaldirektorin Ackermann: "Wir sind auf dem Stand gewesen, dass wir das, was menschenmöglich ist und man mit Technik tun kann, getan haben. 100-prozentige Sicherheit gibt es nicht". Das Sicherheitspersonal sei nicht bewaffnet. Menschenleben gingen vor, daher würden die Sicherheitsmitarbeiter die Polizei rufen und nicht selbst bei gefährlichen Situationen handeln.

13:34 Uhr | Die Täter-Fahndung

Die Fahndung sei sehr frühzeitig angelaufen, "weil wir einfach unterstellt haben, dass so ein bedeutender Einbruch über die Ländergrenzen hinausgeht", sagte Polizeipräsident Jörg Kubiessa. Bislang gebe es keinerlei Fahndungserfolge.

13:27 Uhr | Keine Details zu Tätern

In Medien und sozialen Netzwerken diskutierten Menschen über angeblich sehr "klein wirkende Täter", die auf Videoaufnahmen zu sehen gewesen sein sollen. Dazu hat die Polizei laut Volker Lange "keine Erkenntnisse".

13:17 Uhr | Staatsschatz des 18. Jahrhunderts gestohlen

Die Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Marion Ackermann erklärte, was genau gestohlen wurde. Aus der Vitrine nahmen die Diebe drei Juwelengarnituren mit: eins aus Diamanten, eine Rubingarnitur und ein Saphirensemble. Das Besondere an den Schmuckstücken sei ihre Einzigartigkeit als Ensembles. "Der materielle Wert ist gar nicht so hoch zu bewerten." Aber der ideelle Wert des Staatsschatzes des 18. Jahrhunderts, sei unschätzbar, sagte Marion Ackermann.

Das wäre schrecklich, wenn die Ensembles aufgebrochen oder eingeschmolzen werden. Wir appellieren, dass das nicht dafür missbraucht wird.

Marion Ackermann Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen

Durch die internationale Bekanntheit der wertvollen Schmuckstücke hoffen die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden darauf, dass die gestohlenen Stücke "dem Markt entzogen" werden, die Stücke seien im Grunde unverkäuflich. An Spekulationen, wonach Sachsen durch den Raub ein Milliardenschaden entstanden sei, beteiligte sich Ackermann nicht.

13:16 Uhr | Das sind die gestohlenen Juwelen

Bei der Pressekonferenz zeigte die Polizei Bilder eines virtuellen Rundgangs, auf denen auch die gestohlenen Diamanten und Brillanten zu sehen sind:

13:13 Uhr | Zwei Einbrecher auf Videokamera zu sehen

Ein vergittertes Fenster
Bildrechte: TNN

Volker Lange von der Polizeidirektion Dresden sagte, dass Kamerabilder im Museum zwei Einbrecher zeigen. Die Videobilder werden derzeit ausgewertet. Am Nachmittag sollen die Aufzeichnungen veröffentlicht werden. Die Täter haben laut Polizei ein Fenster eingeschlagen, das Gitter durchschnitten und sind danach eingestiegen und zielgerichtet auf eine Vitrine zugelaufen. Die Vitrine aus Sicherheitsglas wurde zerschlagen. Drei Edelstein-Ensemble sind gestohlen worden.

Pressekonferenz
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

13:08 Uhr | Der Einbruch am Montag aus Sicht der Polizei - noch kein Fahndungserfolg

Polizeipräsident Jörg Kubiessa beschreibt den zeitlichen Ablauf: 4:59 Uhr informierte der Sicherheitsdienst die Polizei, als sie Einbrecher auf einem Videofilm erkannt haben. 5:04 Uhr fuhr der erste Funkstreifenwagen zum Grünen Gewölbe. Per Funk wurde die Polizei über die Lage informiert. 5:05 Uhr gab der Sicherheitsdienst erste Infos zu einem Fluchtauto an die Polizei weiter. Im Dunkeln hätten die Mitarbeiter aber keine Details erkennen können. 16 Polizeistreifenwagen wurden daraufhin alarmiert. Parallel gingen Informationen zum brennenden Schaltkasten an der Augustusbrücke in Dresden ein. Ob der Brand mit dem Einbruch in Zusammenhang steht, werde noch untersucht.

Nach Bekanntwerden des Einbruchs habe die Polizei Dresden umgehend die Bundespolizei und die Kollegen in Brandenburg alarmiert. Zudem seien die Autobahnabfahrten gesperrt worden.

12:48 Uhr | Pressekonferenz live verfolgen

12:19 Uhr | Soko gebildet

Sachsens Kunstministerin Eva-Maria Stange sagt in einem Pressestatement vor dem betroffenen Museum: "Bei dem Einbruch sind wertvolle Kunstgegenstände verschwunden. Es ist für uns und den Freistaat ein großer kulturpolitischer Schaden entstanden." Hauptaufgabe der Polizei sei es, die Kunstgegenstände schnellstmöglich wieder zu finden.

Innenminister Roland Wöller informiert, dass eine Sonderkommission gebildet wurde, die aktuell noch den Tatort untersucht.

Heute ist ein bitterer Tag fürs kulturelle Erbe Sachsens.

Roland Wöller Innenminister Sachsen

11:45 Uhr | Polizei informiert in Pressekonferenz

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und die Dresdner Polizei haben für 13 Uhr eine Pressekonferenz im Residenzschloss angekündigt, bei der sie den Sachstand bekannt geben wollen. Das ist bislang bekannt:

11:35 Uhr | Kretschmer bestürzt

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer und Innenminister Roland Wöller verschaffen sich derzeit einen Überblick zum Einbruch im Grünen Gewölbe. Kretschmer sagte MDR SACHSEN am Tatort: "Das war nicht nur ein Angriff auf die Staatlichen Kunstsammlungen, sondern auf die sächsische Identität. Wir Sachsen sind bestohlen worden."

Mit einem Einbruch ins Grüne Gewölbe habe ich beim besten Willen nicht gerechnet.

Michael Kretschmer Ministerpräsident

Bildergalerie Großeinsatz der Polizei am Grünen Gewölbe

In einer Tiefgarage stehen Feuerwehrleute neben einer ausgebrannten Limousine. Sie war am 25.11.2019 in Brand geraten. Die Feuerwehr musste insgesamt vier Autos löschen. Ist unter den Autos auch das Fluchtfahrzeug der Kunsträuber des Grünen Gewölbes Dresden? Spekulationen dazu gibt es. Die Polizei Dresden ermittelt.
Etwa 15 Minuten nach dem Einbruch brannte in einer Tiefgarage im Stadtteil Mickten ein Auto. Möglicherweise gibt es einen Zusammenhang. Bildrechte: Roland Halkasch
In einer Tiefgarage stehen Feuerwehrleute neben einer ausgebrannten Limousine. Sie war am 25.11.2019 in Brand geraten. Die Feuerwehr musste insgesamt vier Autos löschen. Ist unter den Autos auch das Fluchtfahrzeug der Kunsträuber des Grünen Gewölbes Dresden? Spekulationen dazu gibt es. Die Polizei Dresden ermittelt.
Etwa 15 Minuten nach dem Einbruch brannte in einer Tiefgarage im Stadtteil Mickten ein Auto. Möglicherweise gibt es einen Zusammenhang. Bildrechte: Roland Halkasch
Ausgebrannter Audi wird von LKA sichergestellt
Hinweisen zufolge sind die Einbrecher mit einem Audi A6 vom Tatort geflüchtet. Ein baugleiches Fahrzeug wurde später in der Tiefgarage an der Kötzschenbroder Straße in Brand gesetzt. Bildrechte: MDR/Tino Plunert
Ausgebrannter Audi wird von LKA sichergestellt
Der Audi wurde von Kriminalisten untersucht und sichergestellt. Bildrechte: MDR/Tino Plunert
Feuerwehr beim Löschen am Terrassenufer
Fast zeitgleich brannte es in einem Stromverteilerkasten an der Baustelle Augustusbrücke, gleich neben dem Grünen Gewölbe. Bildrechte: MDR/Tino Plunert
Blick in Kabelschacht
Durch den Brand fiel die Straßenbeleuchtung aus. Auch hier prüft die Polizei einen Zusammenhang. Bildrechte: MDR/Tino Plunert
Feuerwehr beim Löschen am Terrassenufer
Die Feuerwehr löschte den Brand. Bildrechte: MDR/Tino Plunert
Sicherheitsmitarbeiter hängen schwarze Sichtschutzplanen vor die Fassade des Grünen Gewölbes in Dresden auf.
Am Nachmittag wurde der Tatort mit Sichtschutz verhängt. Bildrechte: Christian Essler
Ermittler vor dem Eingang der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden
Nach dem Kunstraub am Montagmorgen in Dresden ist die Spurensicherung im Einsatz. Das Museum ist geschlossen - möglicherweise öffnet es am Mittwoch wieder. Bildrechte: xcitepress/Christian Essler
Ermittler vor dem Eingang der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden
Die Polizei hat zunächst eine zehnköpfige Sonderkommission gebildet. Diese wurde inzwischen auf 20 Beamte aufgestockt. Bildrechte: xcitepress/Christian Essler
Polizeieinsatz am Dresdner Grünen Gewölbe.
Die Polizei ist seit dem Morgen mit einem Großaufgebot vor Ort. Bildrechte: xcitePRESS
Polizeieinsatz am Dresdner Grünen Gewölbe.
Kriminaltechniker sichern Spuren. Bildrechte: xcitePRESS
Polizeieinsatz am Dresdner Grünen Gewölbe.
Die Schadenshöhe ist noch unklar, wie die Polizei mitteilte. Bildrechte: xcitePRESS
Polizeieinsatz am Dresdner Grünen Gewölbe.
Der Tatort wird penibel untersucht. Bildrechte: xcitePRESS
Polizeieinsatz am Dresdner Grünen Gewölbe.
Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und die Dresdner Polizei haben für 13 Uhr eine Pressekonferenz im Residenzschloss angekündigt. Bildrechte: xcitePRESS
Polizeieinsatz am Dresdner Grünen Gewölbe.
Der Einbruch betrifft den historischen Teil der wertvollen Sammlung. Bildrechte: xcitePRESS
Polizeieinsatz am Dresdner Grünen Gewölbe.
Nach den Tätern wird gefahndet. Bildrechte: xcitePRESS
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Quelle: MDR/kk/dpa/AFP

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 25.11.2019 | 12:00 Uhr in den Nachrichten

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