15.02.2020 Live-Ticker: Demonstrationen gegen rechten Aufmarsch in Dresden

In Dresden hat es am Sonnabend zahlreiche Demonstrationen gegeben. Rechtsextreme waren zu einem sogenannten Trauermarsch angereist, es gab massiven Gegenprotest und einen Großeinsatz der Polizei. Wir haben im Live-Ticker berichtet.

##dd1502 - Die Demonstrationen in Bildern

Demos Dresden - Begleiter von K. Oertel von Polizei festgesetzt
Die einst bei Pegida aktive Kathrin Oertel in einer Polizeimaßnahme. Ihr Begleiter wird von der Polizei festgesetzt. Bildrechte: xcitePRESS
Polizisten lösen eine Sitzblockade gewaltsam auf.
An anderer Stelle wird eine Sitzblockade von der Polizei aufgelöst. Bildrechte: xcitePress
Zwei Männer halten einen Blumenkranz mit der Aufschrift "Im Gedenken an die Opfer des alliierten Bombenterrors im Februar 1945". Daneben steht ein weiterer Mann mit einem anderen Blumenkranz. Im Hintergrund sind Demonstrationsteilnehmer zu sehen.
Vor dem sogenannten Trauermarsch werden Blumenkränze getragen. Bildrechte: xcitePRESS
Gegendemonstranten sitzen aus Protest gegen einen Aufmarsch von Neonazis neben Polizisten auf der Straße.
Es gibt mehrere Sitzblockaden. Bildrechte: dpa
Demos Dresden
In der Marienstrasse hat die Polizei Gegendemonstranten aus Leipzig vorerst blockiert. Bildrechte: MDR/xcitePRESS
Hinter einem Plakat mit der Aufschrift 'Gemeinsam gegen den Rechtsruck in Europa' stehen Demonstranten.
Die Botschaft ist eindeutig. Bildrechte: dpa
Demos Dresden - Begleiter von K. Oertel von Polizei festgesetzt
Die einst bei Pegida aktive Kathrin Oertel in einer Polizeimaßnahme. Ihr Begleiter wird von der Polizei festgesetzt. Bildrechte: xcitePRESS
Demos Dresden
Polizeieinsatz in Dresden - mehrere Gegendemonstranten werden abgeführt. Bildrechte: xcitePRESS
Demos Dresden
Gegendemonstranten stehen unweit der Kundgebung der Teilnehmer des sogenannten Trauermarsches. Bildrechte: MDR/xcitePRESS
Demos Dresden
Der Bahnhofsvorplatz ist von der Polizei abgesperrt worden. Bildrechte: MDR/xcitePRESS
Demos Dresden - NPD-Kundgebung
Verschiedene Redner, auch aus dem Ausland, ergreifen bei der Abschlusskundgebung das Wort. Bildrechte: MDR/xcitePRESS
Demos Dresden - Kundgebung "Trauermarsch"
Die Kundgebung der Rechten findet in unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof statt. Bildrechte: MDR/Benjamin Jakob
Demos Dresden - Protest Hauptbahnhof
Hinter dem Hauptbahnhof sitzen Gegendemonstranten in unmittelbarer Nähe zur Spontankundgebung beim sogenannten Trauermarsch. Bildrechte: Daniel Unger
Mehrere Menschen haben sich zu einer Sitzblockade an der Haltestelle Hauptbahnhof Nord in Dresden zusammengefunden. Um sie herum stehen Polizisten.
Weil die Route des sogenannten Trauermarsches verlegt wurde, haben sich Gegendemonstranten zu einer spontanen Sitzblockade nahe der Haltestelle Hauptbahnhof Nord zusammengetan. Bildrechte: Daniel Unger
Demonstranten blockieren den Dr.-Külz-Ring in Dresden.
Weil Demonstranten den Dr.-Külz-Ring blockieren, verzögert sich der Start des sogenannten Trauermarsches. Bildrechte: MDR/Konstantin Henß
Demos Dresden - NPD-Demo
Teilnehmer des sogenannten Trauermarsches tragen französische Nationalflaggen. Bildrechte: MDR/Ulrich Brümmer
Teilnehmer einer Demonstration stehen an einem Skatepark. Einige von ihnen tragen Fahnen.
Hunderte Teilnehmer haben sich zum sogenannten Trauermarsch der NPD eingefunden. Bildrechte: xcitePRESS
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20:03 Uhr | Ticker-Ende

Wir beenden an dieser Stelle den Ticker und danken für Ihr Interesse. Eine Zusammenfassung des Tages lesen Sie hier:

19:55 Uhr | 25 Ermittlungsverfahren eingeleitet

Die Polizei Dresden zieht Bilanz: Sie habe ihre Aufgabe erfüllt - die Proteste zugelassen und beide Lager konsequent voneinander getrennt. Es gab keine Zusammenstöße zwischen dem rechten Spektrum und den Gegendemonstranten. Insgesamt wurden 25 Ermittlungsverfahren eingeleitet, unter anderem wegen Verstößen gegen das Versammlungsgesetz, Körperverletzungsdelikten, Landfriedensbruch sowie Beleidigungen. Sieben Personen wurden in Gewahrsam genommen.

Aufgrund des umfangreichen Gegenprotestes im Umfeld nahm die Versammlung (der Rechten/Anm. d. redaktion) einen anderen Weg als ursprünglich geplant. Hintergrund waren zahlreiche Menschen, die sich an verschiedenen Stellen entlang der eigentlichen Aufzugsstrecke auf die Straße setzten. Mit Blick auf die Verhältnismäßigkeit griff die Polizei nicht ein.

Jörg Kubiessa Polizeipräsident Dresden

19:45 Uhr | Begleiter von Kathrin Oertel festgesetzt

Demos Dresden - Begleiter von K. Oertel von Polizei festgesetzt
Bildrechte: xcitePRESS

Die frühere Sprecherin des Dresdner Pegida-Bündnisses, Kathrin Oertel, und ihr Begleiter befinden sich in einer Polizeimaßnahme. Grund ist ein Schild mit der Aufschrift "Alliierte Befreiung = Holocaust am deutschen Volk". Die Polizei bestätigte, dass sie den Vorfall prüft. "Wir bestätigen den Anfangsverdacht einer Straftat. Aus diesem Grund wurde die Person zwischenzeitlich einer Identitätsfeststellung unterzogen", heißt es bei Twitter. Als die Polizei die beiden antrifft, hält der Mann das Schild in der Hand. Sollten weitere Personen das Schild getragen haben, werde auch gegen sie ermittelt, sagt ein Polizeisprecher auf Anfrage von MDR SACHSEN.

UPDATE 21:18 Uhr: Inzwischen gibt es ein Foto, das auch Kathrin Oertel zeigt, wie sie das Schild trägt. Die Polizei erklärte auf Twitter, den Hinweis an die zuständigen Kollegen weitergeleitet zu haben.

18:55 Uhr | Programmhinweis

Um 19 Uhr berichtet der MDR SACHSENSPIEGEL von den heutigen Ereignissen in Dresden. Dazu gibt es auch eine Live-Schalte in die Stadt.

18:34 Uhr | Hörfunk-Tageszusammenfassung

Demos Dresden - Protest Hauptbahnhof 3 min
Bildrechte: Daniel Unger

18:04 Uhr | Erstes Fazit vom Bündnis "Dresden nazifrei"

Das Bündnis "Dresden nazifrei" wertet den Protest gegen den Aufzug der Rechtsextremen als Erfolg. Die Rechten hätten nicht die geplante Route nehmen können. Zugleich kritisierte das Bündnis das Vorgehen der Polizei. Es habe Gewalt gegen Gegendemonstranten gegeben.

Am Hauptbahnhof lichten sich langsam die Reihen. Nach Schätzungen von MDR-Reportern haben sich mehr als 2.000 Gegendemonstranten 1.000 Rechtsextremen entgegengestellt. Das linksgerichtete Bündnis selbst spricht später von 5.000 Teilnehmern. Allerdings sind die Teilnehmerzahlen schwer zu schätzen, weil die Demonstranten in der Stadt verstreut unterwegs sind.

17:55 Uhr | Bei Kundgebung läuft Nationalhymne

Bei der Kundgebung der Rechtsextremen werden alle Strophen der Nationalhymne abgespielt. Anschließend werden die Teilnehmer in kleinen Grüppchen in den Hauptbahnhof eskortiert. Der "Trauermarsch" löst sich auf.

17:50 Uhr | Mehrere Zugriffe durch die Polizei

Die Polizei twittert, dass es auf dem Listplatz "Zugriff" bei mehreren Personen gegeben hat. Es seien Personalien festgestellt worden, weil es Verstöße gegen das Versammlungsrecht gegeben hat. Alle Personen seien aus der Maßnahme entlassen worden.

17:10 Uhr | Gegendemonstrant festgenommen

Am Rande des sogenannten Trauermarschs wurde gerade ein Gegendemonstrant festgenommen und weggetragen. Die Polizei erklärt auf Anfrage von MDR SACHSEN, dass gegen den Mann polizeiliche Maßnahmen durchgeführt werden. Nähere Infos gibt es noch nicht. Das Bündnis "Dresden nazifrei" twittert, dass offenbar Demonstranten wegen Vermummungen aus den Versammlungen gezogen werden.

16:44 Uhr | Redner aus Ungarn und Bulgarien

Demos Dresden - Kundgebung "Trauermarsch" 1 min
Bildrechte: MDR/Benjamin Jakob

Bei einer Zwischenkundgebung des sogenannten Trauermarsches am Sonnabend in Dresden hat ein Redner aus Ungarn das Mikrofon egriffen. Seine Rede wurde ins Deutsche übersetzt.

MDR SACHSEN - Das Sachsenradio Sa 15.02.2020 16:50Uhr 00:56 min

https://www.mdr.de/sachsen/dresden/dresden-radebeul/audio-1313088.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Audio

Auf der Kundgebung des sogenannten Trauermarsches treten Redner verschiedener Nationen auf, darunter aus Ungarn und Bulgarien. In den Reden stellen sie die deutsche Schuld im Zweiten Weltkrieg und die Opferzahl für Dresden in Frage. Dazu wird unter anderem eine Rede des NPD-Mitglieds Wolfram Nahrath verlesen, der nicht selbst anwesend ist. Darin heißt es unter anderem: "Es wurde das bisher größte Feuer der Zeitgeschichte entfacht." Ein anderer Redner sprach von Dresden als "Epizentrum der tragischen Ereignisse vor 75 Jahren". Die Angriffe der Alliierten hätten ihnen keinen militärischen Vorteil gebracht. "Sie dienten nur dazu, ihren Rachedurst zu stillen."

Demos Dresden - Protest Hauptbahnhof
Die Polizei hält NPD-Anhänger und Gegendemonstranten auf Abstand. Bildrechte: Daniel Unger

16:30 Uhr | Kundgebung der Rechten beginnt

Auf der Bayersichen Straße halten die Teilnehmer der "Trauermarsches" eine Kundgebung ab. Unseren Informationen zufolge soll es sich nur um eine Zwischenkundgebung handeln. Danach soll der Aufzug weiterlaufen.

16:25 Uhr | Beschwerde über Polizeivorgehen

Die Autorin Anna Kaleri wirft der Polizei auf Twitter vor, ungemessen gegen sie vorgegangen zu sein:

16:15 Uhr | Budapester Straße blockiert

Gegendemonstranten haben die Budapester Straße auf der Brücke blockiert. Sie ist in beide Richtungen gesperrt. Die Polizei setzt die Reiterstaffel ein und drängt die Teilnehmer auseinander.

16:00 Uhr | Rechter Aufzug am Hauptbahnhof

Demos Dresden NPD
Bildrechte: MDR/Benjamin Jakob

Auf der Rückseite des Hauptbahnhofes - Bayerische Straße/Strehlener Straße - ist die Demonstration der Rechten zum Stehen gekommen. Hier soll offenbar Schluss sein. Zuvor hat die Polizei Gegendemonstranten von der Straße geholt, wie das Kulturbüro Sachsen twittert:

15:40 Uhr | "Trauermarsch" biegt ab

Demos Dresden
Bildrechte: MDR/Benjamin Jakob

Der sogenannte Trauermarsch der NPD biegt auf die Sidonienstraße ab. Gegendemonstranten haben die Straße Richtung Hauptbahnhof blockiert. Im Aufzug läuft auch die Gruppe Dortmunder Rechte mit. Im Internet kursieren Fotos, auf denen unter anderem die Gruppe "Brotherhood DE" Plakate mit der Aufschrift trägt: "Alliierte Befreiung = Holocaust am deutschen Volk".

15:32 Uhr | Weitere Strafanzeige

Laut Polizei wurde eine weitere Strafanzeige gefertigt. Eine Frau aus den Reihen der Gegendemonstranten habe die Beamten beleidigt. Ihre Identität wurde aufgenommen und die Anzeige erstellt. Die Polizei rief alle Demonstranten auf, friedlich zu bleiben. Oberstes Ziel der Polizei sei es, Protest in Hör- und Sichtweite zuzulassen.

15:17 Uhr | Polizei trägt Gegendemonstranten von NPD-Route

15:12 Uhr | NPD-Aufzug setzt sich in Bewegung

Nach Schätzungen von MDR-Reportern haben sich rund 1.000 Rechtsextreme jetzt in Bewegung gesetzt. Die Demonstration läuft nicht am Karstadt entlang, sondern über die St. Petersburger Straße Richtung Hauptbahnhof. Das hat die Polizei bestätigt: "Aufgrund zahlreicher Protestaktionen in der Stadt, nimmt die rechte Versammlung einen anderen Weg, als ursprünglich geplant."

Demos Dresden - NPD-Demo
Bildrechte: MDR/Ulrich Brümmer

14:50 Uhr | "Trauermarsch" noch nicht gestartet

Der rechtsextreme Aufzug steht immer noch am Skaterpark. Die Polizei hat die Strecke noch nicht freigegeben.

14:45 Uhr | Blockade auf Straßenbahngleisen

Auf den Gleisen der Haltestelle Prager Straße gibt es eine weitere Sitzblockade. Wegen der Demonstrationen wird außerdem die Linie 62 umgeleitet.

14:35 Uhr | "Trauermarsch" will starten - unübersichtliche Lage

Der sogenannte Trauermarsch der Rechtsextremen ist kurz vor dem Start. MDR-Reporter schätzen die Zahl auf 600. Zu sehen seien unter anderem Fahnen aus Italien, Schweden und Kroatien. Große Teile der Gegendemonstranten vom Rathausplatz versuchen jetzt, auf die Route der Rechten zu gelangen. Es ist sehr unübersichtlich, viele rennen. Einige unserer Reporter mit einem MDR-Ausweis werden von der Polizei nicht durchgelassen, weil sie keinen Presseausweis haben.

Zahlreiche Fahnen werden von den Teilnehmern einer Demonstration in Dresden getragen.
Bildrechte: xcitePRESS

14:29 Uhr | Mehrere Sitzblockaden - verletzter Demonstrant

Gegendemonstranten bilden an mehreren Stellen Sitzblockaden, unter anderem vor dem Karstadt, wo später der NPD-Aufmarsch langführen soll. Per Lautsprecher wird bei "Dresden nazifrei" berichtet, ein Teilnehmer habe sich nicht unerhebliche Verletzungen zugezogen. Genauere Infos gibt es bislang nicht.

14:24 Uhr | Polizei stellt Messer sicher und bestätigt Sitzblockade

14:19 Uhr | Wenig Zulauf bei AG 13. Februar

Demos Dresden - AG 13. Februar
Bildrechte: MDR/Beate Dietze

Während sich den beiden Protestzügen von "Dresden nazifrei" tausende Teilnehmer angeschlossen haben, ist die Teilnehmerzahl bei der Aktion der AG 13. Februar überschaubar.

14:06 Uhr | Polizei sichert NPD-Kundgebung ab

Am Skaterpark sollen sich Berichten zufolge inzwischen mehrere Hundert Neonazis eingefunden haben. Gegendemonstranten stehen in der Nähe und rufen "Nazis raus". Ein Teilnehmer der rechten Kundgebung war gerade bei den Gegendemonstranten und hat sich dann als Rechter bekannt. Er wurde daraufhin bespuckt und bepöbelt - die Polizei hat die Situation entschärft. Sie hat den Kundgebungsplatz weiträumig abgeriegelt.

In den Reihen der NPD-Kundgebung wurden inzwischen auch Thorsten Heise (Anmelder der Rechtsrockkonzerte in Ostritz) und Jürgen Gansel (ehem. NPD-Landtagsagbeordneter in Sachsen) gesichtet.

Polizeieinsatz Demos Dresden
Bildrechte: MDR/Florian Glatter

13:55 Uhr | Zweite Bürgermeisterin Annekatrin Klepsch bei der Demo von Dresden Nazifrei

Mir ist es ein ganz persönliches, aber auch ein politisches Anliegen, dass wir Dresden rund um den 13. Februar nicht Neonazis oder neuen Rechten zu überlassen, die diesen Tag instrumentalisieren und umdeuten wollen. Und wir wissen, warum Dresden im Februar 1945 bombardiert und zerstört wurde. Es hatte Ursachen. Der zweite Weltkrieg ging von deutschem Boden aus und Dresden war ein Ort der Rüstungsindustrie. Und insofern ist es wichtig gegen alle Versuche, diesen Tag zu instrumentalisieren, ein Zeichen zu setzen.

13:47 Uhr | "Leipzig nimmt Platz" noch an der Marienstraße

Die aus Leipzig angereisten Demonstranten sind immer noch an der Marienstraße. Deshalb ist der vom Hauptbahnhof gestartete Zug gerade zum Stehen gekommen und wartet an der Centrumgalerie. Die am Alaunplatz gestartete Demonstration trifft am Rathaus ein.

Demos Dresden
Polizeieinsatz an der Marienstraße Bildrechte: MDR/xcitePRESS

13:40 Uhr | Polizei erskortiert NPD-Anhänger

Mehrere hundert Rechtsextreme sind inzwischen angereist und werden von der Polizei zu ihrem Treffpunkt begleitet. Am sogenannten Skaterpark in der Nähe des Hygienemuseums wollen sie sich treffen. Unter den Teilnehmern sollen auch Rechte aus dem Umfeld der "Freien Kameradschaft Dresden" sein.

Die Polizei eskortiert Menschen über eine Straße.
Bildrechte: MDR/Florian Glatter

13:28 Uhr | Zweite Demonstration setzt sich in Bewegung - NPD-Kader reisen an

Der zweite Protestzug von "Dresden nazifrei" am Hauptbahnhof setzt sich in Bewegung. Er will sich mit dem ersten Zug am Rathaus treffen. Inzwischen läuft auch die Anreise der Teilnehmer des rechtsextremen Aufzuges. Darunter sind Beobachtern zufolge viele NPD-Kader. Der Aufzug wurde von dem Dresdner NPD-Mitglied Maik Müller angemeldet.

Demonstrationsteilnehmer am Hauptbahnhof in Dresden. 1 min
Bildrechte: xcitePRESS

MDR FERNSEHEN Sa 15.02.2020 13:38Uhr 00:36 min

https://www.mdr.de/sachsen/dresden/dresden-radebeul/mediabox-8592.html

Rechte: MDR DD Reporter Phone Kit 41, MDR DD Reporter Phone Kit 41

Video

13:20 Uhr | Straßenbahnen fahren Umleitung

Die Dresdner Verkehrsbetriebe melden mehrere Umleitungen. Betroffen sind unter anderem die Linien 3, 7 und 8. Aktuelle Informationen gibt es auf dem Twitter--Kanal der DVB.

13:12 Uhr | Demo am Hauptbahnhof noch nicht gestartet

Die zweite Demonstration von "Dresden nazifrei" startet verspätet. Grund ist laut Veranstalter, dass eine Gruppe aus Leipzig noch nicht da ist. Die war eigenen Angaben zufolge am Bahnhof-Mitte ausgestiegen und hat eine Spontanversammlung angemeldet. Eine Sprecherin vom Bündnis "Nationalismus raus aus den Köpfen" erklärt vor den Demonstranten am Hauptbahnhof: "Sollte in Thüringen eine Ministerpräsident mit den Stimmen der Nazis gewählt werden, dann sollte uns das alle aufrütteln!"

13:03 Uhr | Spontankundgebung wird geprüft

Die Polizei teilt mit, dass sich auf der Marienstraße rund 200 Menschen versammelt haben. Das weitere Vorgehen werde besprochen.

12:50 Uhr | Weitere Demonstration angezeigt

Das Bündnis "Leipzig nimmt Platz" zeigt eine Versammlung auf der Marienstraße an und wartet auf die Versammlungsbehörde. Die Polizei teilt auf Twitter mit, dass sie in der Stadtf die Einhaltung der Versammlungsauflagen prüft. Dazu würden auch die eingesetzten Ordner und Lautsprecherwagen kontrolliert.

12:46 Uhr | Sehr viele Demonstranten in der Neustadt

MDR-Reporter schätzen die Zahl der Demonstranten auf 1.000 bis 1.500. "Sind schon verdammt viele", so die Reporter.

Demos Dresden
Bildrechte: MDR/Florian Glatter

12:37 Uhr | Demonstration am Alaunpark setzt sich in Bewegung

Die Demonstration am Alaunpark setzt sich in diesen Minuten in Bewegung. Über die Alaunstraße geht es in Richtung Innenstadt.

Demos Dresden
Bildrechte: MDR/Florian Glatter

12:32 Uhr | Zahlreiche Parteien nehmen an Demonstration teil

Unter den Demonstranten am Hauptbahnhof befinden sich zahlreiche Teilnehmer, die Fahnen und Transparente politischer Parteien sowie zivilgesellschaftlicher Institutionen und Gewerkschaften hoch halten. Darunter Fahnen der SPD, der Grünen, der Linken, Ver.di und des DGB.

Hunderte Menschen haben sich am Hauptbahnhof Dresden versammelt. Einige von ihnen schwenken Fahnen.
Bildrechte: MDR/Konstantin Henß

12:16 Uhr | Demo am Hauptbahnhof macht sich zum Aufbruch bereit

Am Hauptbahnhof in Dresden sammeln sich die Teilnehmer der Kundgebung des Bündnisses "Dresden Nazifrei" für ihren Demonstrationszug Richtung Rathaus. Die Organisatoren verlesen währendessen die Versammlungsauflagen.

Zahlreiche Menschen haben sich am Hauptbahnhof Dresden versammelt.
Bildrechte: xcitePRESS

11:57 Uhr | Polizei überwacht Demogeschehen auch aus der Luft

Die Polizei hat bei Twitter mitgeteilt, dass das Demonstrationsgeschehen in Dresden mit Bildübertragungswagen und einem Hubschrauber überwacht werde. Dies diene der Leitung und Lenkung des Einsatzes. Die Bilder würden nicht gespeichert.

11:37 Uhr | Bislang knapp 800 Teilnehmer bei "Dresden Nazifrei"

Zahlreiche Teilnehmer einer Kundgebung in Dresden stehen neben einem Lautsprecherwagen.
Zum Auftakt der Proteste gegen einen angekündigten rechten Aufmarsch haben sich am Alaunpark Hunderte Menschen versammelt. Bildrechte: MDR/Florian Glatter

Bei den beiden Auftaktkundgebungen des Bündnisses "Dresden Nazifrei" haben sich nach Veranstalterangaben bislang jeweils rund 400 Personen versammelt.

11:26 Uhr | Polizei führt Kontrollen bei Kundgebungen durch

In sozialen Netzwerken berichten Teilnehmer der Kundgebungen am Alaunpark und dem Hauptbahnhof von Kontrollen durch die Polizei. Die Angaben reichen von Taschenkontrollen am Rande der Kundgebungen bis hin zu "starken Polizeikontrollen gegen unsere Kundgebungen".

11:01 Uhr | Bündnis "Dresden Nazifrei" startet mit zwei Auftaktkundgebungen

Seit 11 Uhr finden versammeln sich am Alaunpark und am Wiener Platz Teilnehmer zu den Auftaktkundgebungen des Bündnisses "Dresden Nazifrei" statt. Die beiden Gruppen wollen sich am frühen Nachmittag in der Nähe des Pirnaischen Platzes treffen. Für den Aufzug der Rechtsextremen rechnen die Behörden mit einem Beginn um 14 Uhr zwischen Lingnerallee und Bürgerwiese.

09:00 Uhr | Gemeinsame Anreisen der Gegendemonstranten

Auf Initiative von "Dresden Nazifrei" haben sich zahlreiche Gruppierungen dem "Aktionsbündnis 13. Februar 2020" angeschlossen. Sie planen am Vormittag gemeinsame Anreisen nach Dresden - aus Leipzig, Magdeburg und Chemnitz. Ihr Ziel ist es, den rechtsextremen Aufzug zu verhindern. "Bis in das Jahr 2018 war es gelungen, den ehemals größten Nazi-Aufmarsch Europas mit vielen tausend Teilnehmern seine Bedeutung zu nehmen und weitgehend aus dem Zentrum Dresdens zu verdrängen", heißt es in einem Aufruf. Und weiter: "Da weite Teilen der bürgerlichen Zivilgesellschaft in der Region Dresden im letzten Jahr kein Bewusstsein für diese neuerliche Problematik entwickelten, oder schlicht keine Notwendigkeit sahen, sich dem entgegen zu stellen, konnten 2019 erstmals wieder über 1.000 Nazis in der Innenstadt laufen. [...] Das oberste Ziel des 'Aktionsbündnisses 13. Februar 2020' ist es daher, den als 'Trauermarsch' getarnten Nazi-Aufmarsch in der Woche des 13. Februar 2020 zu verhindern."

08:30 Uhr | Infotelefon der Polizei

Die Polizei hat wieder ein Infotelefon für die Bürger geschaltet. Es ist von 12 bis 20 Uhr unter dieser Nummer erreichbar: 0351-4833000

08:00 Uhr | Überblickskarte - diese Demonstrationen sind angemeldet

07:30 Uhr | Polizei will Versammlungsfreiheit gewähren

Die Polizei spricht von einer "konfrontativen Versammlungslage". Für sie steht die Innenstadt zwischen Hauptbahnhof und Elbe im Fokus des Einsatzes.

Wir gehen von einer ähnlichen Teilnehmerzahl bei dem rechten Aufzug aus wie im vergangenen Jahr. Wir werden den Aufzug mit starken Kräften begleiten. Unsere Aufgabe ist es, die Ausübung der Versammlungsfreiheit allen zu gewährleisten, die sich friedlich und gewaltfrei versammeln.

Jörg Kubiessa Polizeipräsident Dresden

07:00 Uhr | Verkehrseinschränkungen in der Innenstadt

Die Dresdner Stadtverwaltung macht Einheimische und Gäste darauf aufmerksam, dass es große Verkehrsbehinderungen in der Innenstadt geben kann. In einer Mitteilung heißt es: "Gegen 12:30 Uhr starten in der Neustadt sowie am Hauptbahnhof Demonstrationsaufzüge, die sich gegen 13:30 Uhr auf der St. Petersburger Straße zu einer gemeinsamen Kundgebung zusammenschließen. Hierfür wird die stadtauswärtige Fahrbahn der St. Petersburger Straße auf Höhe des Rathauses bis in den Abend hinein gesperrt. Zusätzlich kann es, aufgrund des weiteren Versammlungsgeschehens, im ausgedehnten Innenstadtbereich zu kurzfristigen operativen Sperrungen kommen."

Quelle: MDR/kh/bj/dk/ms/epd/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 15.02.2020 | ab 10:00 Uhr in den Nachrichten

MDR SACHSENSPIEGEL | 15.02.2020 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 15. Februar 2020, 21:21 Uhr

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