22.08.2019 | 09:38 Uhr Dresdner Sozialamt beginnt mit Verlegung von Wohnungslosen

Umzug aus der Hubertusstraße in Dresden.
Bildrechte: Tino Plunert

Das Dresdner Sozialamt hält an den Umzugsplänen für das Übergangswohnheim in der Hubertusstraße fest. Am Mittwoch zogen zwei Bewohner nach Reporterangaben in ihr neues Quartier in Dresden-Klotzsche. Ursprünglich sollten nach dem Willen des Sozialamtes drei Personen den Weg nach Klotzsche antreten. Seit Montag gab es Proteste gegen den Umzug, insbesondere weil die wohnungslosen Bewohner einer Verlegung an den Stadtrand nicht zugestimmt haben sollen.

Barrierefreie Einrichtung in Klotzsche

Die Stadt Dresden verwies darauf, dass die Bewohner keinen Anspruch auf Unterbringung oder auf ein bestimmtes Quartier haben. Die Stadt könne Übergangswohnheime zuweisen. Trotzdem setze man auf Freiwilligkeit und Absprache mit den betroffenen Personen.

Das Übergangswohnheim "Zur Wetterwarte 34" in Klotzsche - hinter dem Flughafen gelegen - richte sich besonders an Personen mit eingeschränkter Alltagskompetenz, etwa aufgrund einer bestehenden Suchterkrankung, so die Stadtverwaltung. Zudem sei das Haus barrierefrei und damit auch für Rollstuhlfahrer geeignet, hieß es weiter.

Mehrer Umzüge nötig

Weil eine weitere Einrichtung am Emerich-Ambros-Ufer saniert wird, müssen von dort einige Bewohner in die Hubertusstraße umziehen. Aus der Hubertusstraße wiederum sollen einige Wohnungslose nach Klotzsche in die sogenannte Motivationseinrichtung wechseln und wieder an die selbstständige Gestaltung ihres Alltags herangeführt werden.

In Dresden sind beim Sozialamt aktuell knapp 300 Menschen als wohnungslos gemeldet.

Quelle: MDR/lam

Zuletzt aktualisiert: 22. August 2019, 09:38 Uhr

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